Gärtnerin · 11. Februar 2009, 16:17

Braune Blätter im Winter

Dass immergrüne Pflanzen im Winter gefährdet sind, Schäden durch Trockenheit zu erleiden, und dann braune Blätter kriegen, hatte ich ja schon mal geschrieben.

Jetzt ist es – leider – an der Zeit zu zeigen, dass das nicht nur für trocken stehende Pflanzen im Topf gilt, sondern bei länger andauerndem und starkem Frost auch auf im Garten ausgepflanzte immergrüne Pflanzen und Heckenpflanzen wie Kirschlorbeer und Heckenkirsche zutrifft. Eigentlich ist es ganz logisch, dass das passiert, weil zwar im Boden Feuchtigkeit enthalten sein kann, die Pflanze aber nicht dran kommt, um sich zu versorgen, weil das Wasser halt gefroren ist. Derweil verdunsten die Blätter weiterhin Wasser, und der Nachschub fehlt für ne Weile, also wenigstens so lange, wie der Boden durchgefroren ist. Die Konsequenz ist, dass dann halt Blätter absterben / vertrocknen, weil eine natur-gemachte Dürre herrscht.

Die Pflanze muss sich von irgendwas verabschieden, wenn ausreichende Versorgung fehlt. Deswegen lohnt es sich, auch bei tagelangem Bodenfrost ein wenig leicht angewärmtes Gießwasser an solche Pflanzen zu “verschwenden”, um Frostschäden zu vermeiden. Es gefriert dann zwar auch bald, aber in der Zwischenzeit hat die Pflanze ne Chance. Da es diesen Winter einige Tage sehr, sehr kalt war, zeigen sich jetzt die Blattschäden nachträglich, und ich sehe es rundherum: Nicht nur bei mir. Normalerweise passiert mir das nicht unbedingt, weil ich auch im Winter auf die Immergrünen achte, aber da ich einige Zeit nicht da war, ist auch mein Garten diesmal nicht ohne Schaden davongekommen. Die jetzt großflächig braune Heckenkirsche-Hecke an der Terrasse:

hecke mit braunen blättern

Nachbars kranker Kirschlorbeer hat auch gut was abbekommen:

braune blätter kirschlorbeer

Hab heute im Zuge der Aufräumarbeiten nach Quinten schon mit dem Winterschnitt angefangen. Zum Glück kein Astbruch durch Sturm so weit, dafür aber das hier. Werde die nächsten Tage dann mal die toten Triebe der Heckenkirsche abschneiden, und den nachbarlichen Kirschlorbeer auf meiner Seite blattweise lausen. :-(

Kahlfrost-Gefahr

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5 Kommentare bisher

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Angelika Courtial, 12. Februar 2009, 11:45

Die erfahrenen Gärtner in unserer Kleingartenanlage haben mir gesagt, dass wir die braunen Blätter am Kirschlorbeer erst im Frühjahr zurückschneiden sollten, damit die Pflanzen am Ende nicht noch erfrieren, falls Väterchen Frost nochmal so heftig zurückkommt. Liebe Grüße aus Duisburg.

Gärtnerin, 13. Februar 2009, 13:35

Ich hab ehrlich gesagt noch nie einen Kirschlorbeer gesehen, der erfroren wäre. Ist absolut bein-winterhart, das Gebüsch. M.E. sind das, was man potenziell dafür hält, Trockenschäden. ;-)

jutta,, 03. Mai 2009, 14:58

Hilfe, ich habe im Herbst einige Rhododendron neu gepflanzt. Jetzt sehe ich seit einigen Tagen, dass eine Pflanze, in der Gruppe, braune Blätter bekommt. Sie knistern und fallen ab. Die Knospe ist davon nicht betroffen. Aber komisch ist, dass es nur an einer Seite ist. Kann ich sie retten, oder radikal rausschneiden? Ungeziefer ist nicht zu erkennen. Bitte, bitte einen ganz kurzen Tipp.

jutta,, 03. Mai 2009, 15:05

Habe noch einen kurzen Nachtrag zu meiner Frage.
Zu trocken kann es nicht sein, da ich sie jeden zweiten Tag reichlich gegossen habe.

Gärtnerin, 03. Mai 2009, 19:13

Vielleicht ein Sonnenbrand? Wenn das so einseitig ist, sind dort vielleicht die Lichtverhältnisse anders als bei den anderen. Mehr Ideen habe ich leider vorerst auch nicht.

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