Brennende Liebe aus Samen
Es war Zeit, mal mein Glück mit der Staude “Brennende Liebe” (Lychnis chalcedonica) zu probieren, und zwar durch Anzucht aus Samen. Ich habe ein kleines Brennende Liebe-Geschenk-Samen-Päckchen mit Hutzel-Mini-Töpfchen und Torfquelltablette letzten Winter in einem Gartencenter in Holland erstanden, und am 23.4. ausgesät. Natürlich in einen richtigen Blumentopf! Die Angaben zur Anzucht waren äußerst mager. Weder eine Jahreszeit, noch Keimdauer, Saattiefe oder Keimtemperatur waren angegeben.
So jedenfalls sahen die Brennende Liebe-Samen aus: Kleine schwarze Körner, ziemlich ähnlich zu denen der Lichtnelken-/Nelkengewächs-Verwandtschaft Vexiernelke (Lychnis coronaria):
Ich hab sie einfach mal dünn mit Erde bedeckt, und im März zwischen den Zimmer-Vorkulturen gehabt, ab Anfang April dann draußen. Sind schließlich winterharte Stauden, die müssen kühle Nachttemperaturen ab können, dachte ich mir. Die positive Überraschung: Ganz viele Brennende Liebe-Samen gekeimt:
Leider haben sie sich in den letzten zwei Wochen kaum weiterentwickelt. Wachstum lässt noch auf sich warten, aber das wird schon. :-)
Brennende Liebe-Info
Brennende Liebe mag einen sonnigen Standort und nicht gar so trockenen Boden, so dass sie nach Garten 2 zieht, wenn die Pflanzen größer sind. Wird 80 cm bis 1 Meter hoch und blüht natürlich rot. Heißt auch Rote Lichtnelke deswegen. :-) Blütezeit ist weit gespannt über den Sommer, so dass ich davon ausgehe, dass sie sich bei regelmäßigem Ausputzen verblühter Blüten verhält wie die Vexiernelke. Brennende Liebe wird oft als staudig bis zweijährig angegeben, so dass ich davon ausgehe, dass es ebenso kurzlebige Stauden sind wie die Vexiernelken? Kann mir dazu jemand was verraten?
Und was mich interessiert: Blüht auch erst im zweiten Jahr? Oder schneller oder langsamer? Vielen Dank für Information, wer Erfahrung hat! ;-)
Update: Lychnis chalcedonica Bilder
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5 Kommentare bisher
KommentierenIch hatte die vor zwei Jahren in so einem roten Zinkeimerchen gekauft. (Mein “Eimerchen Liebe” ist übrigen goar nüscht geworden *schnüff*) Auch da waren die Angaben mehr als dürftig, leider, aber sie keimten gut, wuchsen ganz gut. Ich hab sie dann verschenkt, denn leider stand nirgends auf dem Eimer, daß die eine so große Staude werden… kommt auf einem 3 qm Balkon ein bißchen blöd. Die Jungpflanzen sind allerdings im Garten innert weniger Tage dann von Schnecken vernichtet worden.
Ich hatte die Brennende Liebe mal vor ca. 7 Jahren aus Samen (Tüte aus Baumarkt)gezogen, was zunächst ewiglich dauerte, sich auch kaum weiterentwickelte. Ich goß das Töpfchen weiterhin nicht so ganz vollherzig und siehe da: Nach Monaten waren die Striepsel so groß, dass sie keine Umkippgefahr im Gartenboden mehr darstellten. Also rein in´s Beet und sie blühte sogar noch an einem Stengel im selben Jahr, obwohl es schon Sommerende war. Nun blüht sie schon jahrelang immer wieder so ca. ab Ende Mai, ist also eine winterharte Staude. Allerdings vermehrt sie sich nicht dolle, das heißt, wenn man sie üppiger haben will, muss man dementsprechend viel vorziehen.
Foto folgt in der Blütezeit.
Liebe Grüsse Gartenbine
Danke für den Hinweis, Keisha, dann werde ich sie gut bewachen. Schade, dass das Eimerchen Liebe nix war.
Danke auch Dir, Gartenbine. Werde Samen sammeln, wenn es dazu kommt, und dann expandieren, bis ein schöner dicker Stauden-Flecken entstanden ist. Über das Foto freu ich mich jetzt schon!
Ich hab mal 6 Pflänzchen bei Ebay billig ersteigert, in den Garten gepflanzt und es sind stattliche Stauden draus geworden, die in einem sehr ansprechenden rot blühen und den Neid diverser Gartenbesitzer erweckten. Die Stauden stehen seit 3 Jahren, gehen ins 4. Jahr. Habe letztes Jahr den Samen gesammelt, ist winzig, wie blauer Mohn, ausgesät, es sind hunderte Pflänzchen aufgegangen, wachsen sehr langsam, hab sie aus der Schüssel in mini-Gewächshäuschen für das Fensterbrett pikiert und den Deckel draufgemacht, sind nun nach 3 Monaten 5 cm groß und entwickeln sich zwar langsam aber stetig unter ihrer “Käseglocke”. Werde sie bald wieder pikieren und in kleine Einzeltöpfe setzen und kann dann die ganze Verandschaft und Bekanntschaft erfreuen, den Rest hatte ich so in den Garten gepflanzt, waren noch hunderte Sämlinge übrig, davon werden auch etlich überleben.Hab bei Ebay gerade den Samenrest eingestellt, mit Bild!
MfG helot
[...] die hübsche Blume durch Teilung des Wurzelballens und durch Aussaat im Herbst oder Frühjahr, was Gärtnerin schon ausprobiert hat. An günstigen Standorten sät sie sich auch willig selber aus.Ich freue mich [...]
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