Giftgasalarm auf Hammerstoft
…oder wie wir zwei Weihnachtsbäume schmückten…
Bedingt durch die Weihnachtsbaumdiskussion hier im Blog erinnere ich mich an ein besonderes Erlebnis mit unserem Weihnachtsbaum und möchte Euch diese Geschichte nicht vorenthalten. Auch wenn sie sich wie eine Glosse liest, so schwöre ich doch, dass sie sich genauso ereignete!!!
Das alles fing ganz friedlich an , nämlich mit eine Fernsehberichterstattung vom Weihnachtsmarkt am Bückeburger Schloss!
Da wurde ein Stand gezeigt , der geschmückte Weihnachtsbäume hatte . Und kennt Ihr das : es macht kling , und Ihr wisst DAS IST ES !!!!
Ich wusste es auch , dass das mein Weihnachtsbaum war . Mein absoluter Traumweihnachtsbaum stand da in der Winternacht mit Kunstschnee beschneit und in seinen Zweigen saßen zauberhafte Stoffeichhörnchen . Es wirkte als sei man im Wald inmitten der schönsten Winternacht und – mit einem Förster verheiratet – wusste ich um diesen Baum komm ich nicht herum . Da stand er und so einen wollte ich auch ! Also in die Hände gespuckt und angefangen . Ein wenig Gehirnschmalz geknetet und schon hatte ich meine modifizierte Variante erdacht . Der Forstmann besorgte den Baum und auch noch den Schnee aus der Dose .
Soweit so gut. nachdem aber nun schon drei Dosen Schnee auf dem Baum verteilt waren musste ich feststellen , dass eine Schneekanone preiswerter gewesen wäre . Außerdem war mir der Schnee ausgegangen und so fuhren wir flugs nach Flensburg auf den Weihnachtmarkt um so nebenbei bei Kloppi noch einiges an Dosen nachzufassen , aber Pustekuchen ! Kloppi hatte knapp kalkuliert und war in die Geheimnisse der Weihnachtsbaumtrends nicht wirklich vollends eingeweiht und so war mittlere Ebbe im Regal . Na ja , einen Tag vor Heiligabend … wer kauft da schon noch Kunstschnee ??? Aber wie immer in einem guten Märchen naht die Rettung in Form der Firma Karstadt , die ein Produkt der Marke Bella Italia parat hielt ! Ich atmete hörbar auf , aber das hätte ich besser unterlassen , denn was kann eine Nation , die am Golf von Neapel die Sonne rot im Meer versinken lässt , schon von Schnee aus der Dose verstehen ?
Als ich also nach Hause kam und weiter dekorieren wollte , atmete ich nur noch hörbar und die anderen in der Familie auch .
der Kunstschnee legte sich nicht nur auf den Baum , wo er allerliebst wirkte , sondern auch auf unsere Schleimhäute , wo er hässliche Geräusche erzeugte ähnlich denen , die ein Eisläufer auf dem Eis erzeugt, wenn er eine Pirouette kratzt .Die Atmung ging schwer und die Tränendrüsen traten in Aktion , und das schon einen Tag vor der Bescherung . Nun merkten wir auch , dass es mittlerweile nicht mehr nach Tanne roch , sondern nach einem Treibgas , dass sicher nicht für den Innenbereich zulässig war . Und so musste zu unserem Leidwesen der Baum auf die Terrasse umziehen !
Hoseanna ! Nun war guter Rat teuer , denn woher einen Baum nehmen und nicht stehlen ? Aber unser Dekotalent hat dann doch noch etwas Baumähnliches geschaffen ,
denn wir banden flugs ein Rosenrankgestell aus Haselnusszweigen , wie wir es schon im Vorhof hatten und drapierten darin Zweige , die die Wirkung eines Baumes erzeugten … diese Variante gefiel dem Förster schon deswegen , weil dafür kein Baum mehr sterben musste und so wird das unser zukünftiger Baumersatz sein , denn Zweige von gefällten Bäumen hat der Förster ja massenweise . Halleluja !
Und so gehören wir dies Jahr zu den privilegierten Familien , die zwei Weihnachtbäume und ein Kratzen im Hals haben . Oh Du fröhliche ….
So erlebt im Dezember 2006 und zur Nachahmung nicht empfohlen ;o)))))
eingewurzelt unter: Unterhaltung
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2 Kommentare bisher
KommentierenNa, der zweite “Baum” ist euch prima gelungen! Und ich glaube, nach der Geschichte lass ich generell mal die Finger von Kunstschnee :-))
Also, die Kunstschneeoptik finde ich echt cool! Schade, dass die Nasen nicht mitmachten.
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