Gärtnerin · 18. März 2009, 12:08

Hutchinsia alpina – Alpen-Gämskresse

Eine der gestern gekauften neuen winterharten Stauden: Hutchinsia alpina, die Alpen-Gämskresse / Gemskresse, nicht zu verwechseln mit Gänsekresse aus der gleichen Familie, die es immo auch zu kaufen gibt. Hutchinsia hab ich ehrlich gesagt nie zuvor irgendwo bewusst gesehen, obwohl sie doch optisch der Blüte nach wenigstens irgendwie verdächtig dem einjährigen Steinkraut (Alyssum) ählich sieht.

hutchinsia alpina alpen-Gämskresse

pritzelago alpina gemskresse

Die Blätter sind allerdings ganz anders. Nicht länglich-lanzettlich wie beim Steinkraut, sondern gefiedert:

hutchinsia alpina bodendecker

Alpen-Gämskresse ist definitiv eine Polsterstaude und eine alpine Steingartenpflanze für Sonne und Halbschatten, deren Herkunft damit auch schon mal geklärt wäre. Der Zander verrät mir außerdem, dass der Name Hutchinsia alpina synonym verwendet wird mit Pritzelago alpina, und dass die Gämskresse in die Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae ->Kohlgewächse) gehört. Das sieht man auch so, wenn man ein Auge dafür hat, dass diese an den Blüten typischerweise vier Blütenblätter haben.

Alpine Steingartenpflanzen sind immer so ne Sache für sich und manche heikel, wie z.B. der Enzian (mal wieder verstorben :-( ), weil man öfter nicht so genau weiß, ob sie kalkliebend oder kalk-abgeneigt sind, und dann je nach Boden recht schnell die Grätsche machen. Ich bin gespannt, wie sich das mit der Hutchinsia verhält, denn in der Wikipedia habe ich gelesen, dass es auch von der H.alpina dummerweise verschiedene mit unterschiedlicher Kalktoleranz gibt. Man wird sehen. Ich gehe aufgrund der Muschelfunde auf dem Boden hier mal davon aus, dass er eher kalkreich ist… Ob und wie die Pflanze sich im Garten (Soll die Steinmauer am Staudenbeet überwachsen) behauptet, wird man sehen. Hoffentlich.

Update Ende Mai: Wenigstens kann man sagen, dass sie wirklich langanhaltend blüht. Dafür ist die Optik und die Form der Pflanze um diese Jahreszeit keine Augenweide mehr. Ich hoffe, dass sie sich durch Selbstaussaat verbreitert, denn so siehts nix aus:

alpen-gämskresse hutchinsia alpina

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Vor einem Jahr
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2 Kommentare bisher

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Cornelia Buchtala, 01. August 2011, 13:24

Habe fünf üppige, dichte ,nett blühende Hutchinsien
als vermeintlich extrem niedrige Bodendecker
im April gepflanzt in torfhaltigen Boden ,zu einem
Zeitpunkt ,als das Blätterkuppeldach der Zierhimbeere noch etwas sonnendurchlässig war. Mittlerweile ist der Standort vollschattig – und die Hutchinsien sind samt und sonders eingegangen.
Bleibt die Frage, ob Hutchinsien kalkhaltigen Boden wollen oder ob zwei Monate Schattenplatz
sie eingehen ließen.

Gärtnerin, 02. August 2011, 12:50

Gute Frage, keine Antwort von mir. Außer dass Vollschatten definitiv nicht gut sein kann…

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