Gärtnerin · 22. März 2009, 12:13

Katzen-Zugangs-Barriere

Über die Schwierigkeiten mit Katzenscheiße im Garten 2 hatte ich mich die Woche dort untendrunter schon mal ausgelassen, und von Keisha dankenswerter Weise einen vertieften Einblick in gesellschaftliches Leben und die Katzenpsyche erhalten. *fg*

Danach haben wir uns ein paar Gedanken gemacht, und werden die Herrschaften jetzt einfach Schritt für Schritt ein wenig behindern, damit sie es weniger bequem haben, und das Revier womöglich an Attraktivität verliert. Der Haupt-Zutrittsort ist eine Ecke unseres Holzzauns, die an einen Holzzaun vom Nachbarn angrenzt, und der wiederum an ein Gartenhaus. Über die Dächer diverser Gartenhäuser und auf dem Zaun balancierend kann man herrlich hereinspazieren, sich dann gemütlich am Grillkamin abseilen und so weiter. Und tut das auch ausgiebig. Blick aufs nachbarliche Gartenhaus und die Holzzaun-Verbindung, sowie unser neu installiertes Bastelwerk. Nennen wir es Draht-Zaun-Krone “NO TRESPASSING”: ;-)

katzen-zugangsbarriere auf zaun

Der Drahtgitterzaun von der Rolle ist nur oben zwischen die Zaunlatten gesteckt. Hält von alleine, ist aber sicherheitshalber (Wind) mit 2-3 Drahtstücken nochmal festgebunden. Das Machwerk deckt die zwei Zaunfelder in der Ecke komplett ab, ….

katzen-zugangs-behinderung

und wir sind ziemlich sicher, dass da nix mehr geht mit zaun-schwebenden Katzen, die kleiner als 50 cm Stockmass sind. Jetzt müsste man also von der anderen Seite aus an anderer Stelle selbst von unten den Gartenzaun hoch und auf der anderen Seite wieder runter, wenn man denn rein- oder rauskommen wollte. Das ist doch schonmal unbequem. Wir werden sehen, ob sich schon was verändert …

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Disclaimer wieder mal: Ich bin kein Katzenhasser, ganz im Gegenteil. Meinetwegen dürfen die hier alle wohnen, solange nicht alles zugesch… ist und sie nicht ins Haus eindringen, um die Meerschweinchen zu massakrieren. Sogar gerne. Aber ich bin Katzenscheiße-überall-auf dem Gartenweg und dem Rasen-Hasser!

Update – Erfolgsmeldung: Nach 2 Tagen ist der Garten immer noch katzenfrei. Zur Verlagerung der Katzenstraße siehe folgende Skizze:

katzenstraße

Nr. 11 – bisheriges Haupt-Kackfeld. Roter Bogen = Zaun-Gitter-Aufsatz. Dort balancieren auf Zaun, gucken extrem doof, drehen rum, trollen sich zurück. Rosa Punkte: Orte, von denen aus beleidigte Blicke in den Garten abgeschossen werden. *rofl*Ich krieg mich fast nicht mehr ein! Möge das genau so bleiben.

eingewurzelt unter: Basteln im Garten,Tiere im Garten

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18 Kommentare bisher

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Keisha, 22. März 2009, 14:56

Hm, die Zeit wird zeigen, ob das Wirkung zeigt… meiner Meinung nach dürfte der Zaun lediglich hinderlich sein, aber nicht weiter aufhalten. Meine Katzen quetschen sich sogar unter mein Futonbett, dessen äußerer Rahmen zum Boden hin nur gut 20 cm Platz läßt.
Ich bin gespannt, was du in ein paar Tagen zu berichten weißt.

Barbara, 22. März 2009, 15:30

Ärgerlich…

Keishas Kommentar über Revierstreitereien scheint mir logisch – Ihr habt schließlich keine eigenen Katzen, daher prügeln sich die Nachbarskatzen um das Gartenstück. ;-)

Ich habe den Eindruck, Katzen auf dem Land wissen noch, dass man Geschäfte verscharrt… Meine Verwandtschaft in Ballungsräumen hat das gleiche Problem wie Ihr: Die Katzen machen überall hin. Dort sind sie zum Glück so fett und ungelenkig, dass sie bequemere Gärten aufsuchen und Zäune und Gitter weniger beklettern.

Betula, 22. März 2009, 17:35

Wenn du an dem Gitter noch was schön dorniges, z. B. Rosen oder Feuerdorn, hochwachsen lässt, klettern die Katzen sicher nicht mehr drüber!

Helga, 22. März 2009, 17:38

Bist du dir sicher, dass der Dreck von Katzen stammt? Meine sind nur draußen, aber ich habe noch nie mit ihren Hinterlassenschaften zu kämpfen gehabt. Sie buddeln ein Loch und decken es nachher wieder sorgfältig zu. Hunde lassen es oberflächlich liegen und deuten das Verbuddeln nur mit drei Kratzern an. Liebe Grüße Helga

Julie, 22. März 2009, 19:48

Wir haben ein ziemlich großes Problem mit Nachbars Katzen (ca. 15 Stück und alle krank). Die gesamte Nachbarschaft hat mit den dünnflüssigen Hinterlassenschaften Probleme und wir können nicht viel tun. Die Gemeinde hat schon das Ordungsamt eingeschaltet aber “Nichts” passiert. Gibt es ein Mittel um den Kiesbelag im Hof zu spritzen?

Gärtnerin, 23. März 2009, 08:13

Ja, Helga, es sind definitiv Katzen, die ganz offensichtlich alle “Ich war hier”-kacken, und die man auch dabei beobachten (bzw. möglichst vorher scheuchen) kann.

Ich bin nach gestern schon mal ganz zuversichtlich. Das Grundstück ist abgesehen vom Eingangsbereich mit niedr. weißem Zäunchen komplett mit Holzzaun drumrum und dicht, so dass es zumindest keine weiteren einfachen Stellen gibt. Bisher bestand so was wie ne Katzenstraße (Pendant zur Ameisenstraße *g*) von der obigen Ecke über den Grillkamin quer durch den Garten und am Eingangszäunchen untendrunter durch raus (oder andersrum). Da es keine weiteren Möglichkeiten gibt, das Grundstück freischwebend über den Zaun zu erreichen – Zaun grenzt an keine weiteren Zaun an – muss man als Katze einplanen, im Fluchtfall den Zaun hoch und wieder runter zu müssen, ohne zu wissen, was einen dahinter erwartet. Das scheint ihnen nicht zu passen. Sie suchen anscheinend wirklich immer den leichtesten Weg, wenns irgend geht. Gestern habe ich erstmals keine Katzen im Garten gesehen. Der Oberkacker ist mal beleidigt vorm Eingang vorbeigelaufen, kam aber nicht mal rein. Wenn das ja mal so bliebe….

Ulli, 23. März 2009, 08:26

Oh, wie gemein… diese niedlichen, kleinen, schnurrenden Pelzigen SO schmächlich zu behandeln… die sind jetzt erstmal beleidigt.

Katzenkacke ist doch ein guter Dünger! Da kaufen die Leute Kuhmist in Pelletform, aber den Gratis-Dünger, der dann auch schon in schaufelbarer Form vorhanden ist, wird gehaßt… tz!

Gärtnerin, 23. März 2009, 08:39

Nee is klar, Ulli! :-)
Soll ich oben noch Bilder von den “Brandlöchern” im Rasen von dem guten Dünger reinpacken? Und der riecht auch so gut, und die Haare drin und die Knochenstückchen, die sind so wahnsinnig dekorativ auf den Pflanzen. Und der haftet auch so gut am Fuß, Du ahnst es nicht! :-))))

Ralf aus Dreieich, 23. März 2009, 09:17

Hallo zusammen,
na also das ist ja mal ein Thema. Gerade für mich, der ich irgendwann beschlossen habe, auf Grund schlechter Erfahrungen, daß ich Katzen nicht ausstehen kann. Mir fallen zahlreiche Möglichkeiten ein HIHI nur sind die dann doch nicht “Greenpeace-tauglich”. Ersatzweise stelle ich mal meinen Hund zur Verfügung. Denn wie heißt es bei uns in Hessen:
“Wie der Herr-So es Gescherr”
will heissen, mein Hund kann auch keine Katzen ausstehen. Der hätte einen Heidenspaß den Garten Katzensch—frei zu halten.
Also denn ein paar Tigerfreie Grüße
vom Ralf

Ulli, 23. März 2009, 09:27

*möp*

Keisha, 23. März 2009, 13:09

Sehr geistreich, Ulli. Auf genau so einen Kommentar wie Deinen habe ich insgeheim schon gewartet. War klar, daß irgendwer diesen geistigen Senf tatsächlich auch noch abschickt. Ich wünsche dir einen Garten voller Rosen und 20 Nachbarskatzen…. mal sehen, was im Sommer, bei 28 Grad besser riecht: Die Rosen oder der “Dünger”. Falls die Rosen die Bomben auf Dauer überleben…
Jeglicher Dung sollte mindestens ein, besser zwei Jahre gelagert werden, bevor er als Dünger überhaupt taugt. Davor ist er viel zu scharf und macht mehr kaputt als er hilft.

Gärtnerin, 23. März 2009, 13:29

Blödsinn lässt sich halt leider nicht fernhalten in der Öffentlichkeit. Wobei ich mich schon frage, warum ausgerechnet das Thema Katzen jedesmal so dazu animiert. Egal. Weiter im Stoff. ;-)

Keisha, 23. März 2009, 14:50

Katzen polarisieren halt stark. Man kann Katzen, glaube ich, nicht irgendwie nur “nett” finden. Entweder man liebt sie oder man haßt sie. Oder sie sind einem egal. Vielleicht ist das das “nett finden”.
Ich mag zB Hunde auch, aber wie neulich bei Rinski im Blog schon geschrieben steh ich auch nicht grade auf die derzeitig kaninchengroßen Tretminen vorm Haus, die ein einziger großer weißer Hund da dreimal täglich hinterläßt. Und die Halterin… naja, reden wir nicht drüber.

Vielleicht animiert das Thema Katze auch deshalb dazu, weil wir Katzenhalter oft genug millitanten Anti-Katz-Gärtnern gegenüber stehen. Wer schützt bitte unsere artgerecht gehaltenen Tiger vor Menschen, die bewußt Rattengift in Katzenfutter mischen, oder Glassplitter, oder mit Luftgewehren schießen oder, wie bei meiner Bella letzten Sommer, mit Besenstielen auf die Katze einprügeln? (Naja, ok, einzuprügeln versuchen. Um Bella zu treffen, muß der alte Sack schon früher aufstehen…) Da ist so ein Anti-Katz-Zaun wie bei dir doch wirklich eine harmlose, humane Möglichkeit. Und wenns hilft, dann dreimal.

Ulli, 23. März 2009, 16:24

Oh mann, Keisha… kennst Du egtl. das Wort aus 4 Buchstaben, beginnt mit S und hört mit ß auf? Übrigens, ich habe 2 Kätzkes. Grüße!

Sus, 23. März 2009, 19:24

Stuß? :-)

SCNR & liebe Grüße, Sus
(reiche noch ein p und ein a nach…)

A. Stein, 23. März 2009, 21:56

Genau dasselbe Problem habe ich auch, aber durch meinen Beruf bleibt leider so wenig Zeit für meinen Garten, was mein Herz zum bluten bringt. Lange habe ich schon überlegt was ich machen könnte. Der Zaun sieht nicht so überragend aus, aber wie Betula schon meinte, mit etwas emporwachsendes ist es wirklich eine sehr gute Idee – Dank euch ;)

Gärtnerin, 24. März 2009, 08:46

Erfolg so weit. Lustige Skizze siehe oben. ;-)

Jutta, 29. Juli 2009, 21:25

Weiß jemand die Katzenplage wirklich zu beheben?
Wir mögen die kleinen Kätzchen sehr gern.
Aber unsere Nachbarskatzen kommen immer dann, wenn alles schläft.
Morgens liegen bis zu vier Geschäfte “auf” dem Rasen. Eigentlich buddelt sie doch ihr Geschäft ein und macht es in den Blumenbeeten und legen die Blumenzwiebel frei. Sind diese Katzen gestört?
Ein nettes Gespräch mit den Nachbarn endet nur mit einem Lächeln und -meine Katzen sind das nicht-. Was kann ich machen, es stinkt wiederlich.
Zumal man es kaum wegnehmen kann, da es schon weich und schmierig ist. Pfui und bäh.

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