Leinkraut – Linaria purpurea Canon J. Went
Italienisches Leinkraut / Purpurrotes / Purpur-Leinkraut (Linaria purpurea, Sorte “Canon J. Went“), nicht LeiMkraut, ist auch eine der im Frühjahr neu gekauften Stauden, die jetzt im Juni Blütezeit haben. Mit Leinkraut habe ich bisher noch keine Erfahrung sammeln können, finde die als Wildform purpurn, in Gartensorten weiß / violett-blau / bis rosa blühende Staude aber aufgrund ihrer Filigranität genial. “Canon J. Went” ist eine in zartestem Rosa blühende Variante. Ich denke, ich werde aber anders-farblich bei Gelegenheit ebenfalls aufstocken. :-)
Das Leinkraut, als völlig flache/grundständig locker Grasblätter-artige Staude im Container gekauft, bildet zarte Blütenstiele, ebenfalls locker beblättert (Der Minier-Fraß zeigt auf dem Bild wenigstens an, wo die Blätter sind *fg*)…
(und davon eine Menge, bis jetzt wachsen kontinuierlich welche nach), an deren Spitze sich die zarten, kerzenförmigen Blütenstände in rosa befinden.
Die Einzelblüte sieht aus wie ein Mini-Löwenmäulchen, bzw. typisch Lippenblütler-haft:
Und Lippenblütler stimmt laut meinem Zander auch, denn da wird das Leinkraut den Scropulariaceae (Braunwurzgewächse) zugeordnet, die eine Unterfamilie der Lippenblütler sind. Wikipedia steckt die Leinkräuter hingegen zu den Wegerichgewächsen /Ehrenpreisgewächsen, die zu den Bedecktsamern gehören. Nach der Blütenform finde ich Zander deutlich einleuchtender, aber wer weiß, was die Nomenklaturisten da gerade wieder ausklamüsern….
Die erste Blüte ist in Wuchshöhe 40 cm vor annähernd zwei Wochen aufgegangen, und noch immer schön anzusehen!
Foto-Versuch im Abendlicht:
Insgesamt eine ganz zarte Erscheinung, wie man hier nur schwer erkennen kann. Das Beet ist mit Phacelia grüngedüngt, so dass das filigrane Laub leider zur Zeit etwas untergeht:
Die Pflanze, die sich durch Samen / Selbstaussaat verbreiten soll, gedeiht super anspruchslos im Halbschatten auf nicht immer feuchtem, sondern manchmal auch trockenem, noch recht nährstoffarmem Boden (von Startdüngung bei Pflanzung mit Hornspänen mal abgesehen). Kann mir noch nicht vorstellen, dass so was Zartes lästig werden könnte. Sie hat jedenfalls das Gärtnerinnen-Herz erobert, und wird eine festen Stellenwert – festen Platz kann man vielleicht nicht sagen, wenn sie sich versamt wohin sie will ;-) – im Garten bekommen! ;-)
Leinkraut – Herkunft, Blütezeit, Vermehrung
Zander weist für Linaria purpurea als Wildstaude das Herkunftsgebiet Italien/Sizilien aus. Deswegen wird es wohl auch Italienisches Leinkraut genannt, und ist eine echt mediterrane Pflanze, bei der ich mal davon ausgehe, dass sie milde niederländische Winter verkraftet (Jemand Erfahrung mit der Winterhärte?). Blütezeit eigentlich angegeben ab Juli bis Oktober. Meins ist wohl dann früh dran. Neben ihrer Schönheit also auch eine Staude mit vergleichsweise endloser Blütendauer. Ich gehe davon aus, dass das wie bei allen vermehrungswilligen Pflanzen nur dann der Fall ist, wenn Verblühtes frühzeitig ausgeputzt wird, um den Samen-Ansatz zu verhindern. Jedenfalls werde ich die alten Blüten mal sicherheitshalber abschneiden, wenn es so weit ist. Was natürlich die Vermehrung erst mal zurück wirft, aber ich mag noch länger diese Blüten sehen. ;-)
PS: Es gibt auch noch ein heimisches Leinkraut Linaria vulgaris (Gemeines Leinkraut, Frauenflachs). Das blüht gelb, und ich meine es bei Spaziergängen schon erblickt zu haben.
Update zum Purpur-Leinkraut
eingewurzelt unter: Stauden
Vor einem Jahr
Gartenkissen-Sprühfarbe-Desaster






1 Kommentar bisher
KommentierenFrauenflachs – Echtes Leinkraut…
Ein Beitrag von Gretel im Busch als Ergänzung zum Linaria purpurea-Beitrag: Erfahrungen und Illustration zu Linaria vulgaris (Echtes Leinkraut, Gemeines Leinkraut, Frauenflachs):
Dein Leinkraut mit Phacelia gefällt mir gut. Bei mir würde…
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