Obstbaum: Mirabellen, Pflaumen?
Dorothea mit einem Obstbaum, der dieser Tage am Straßenrand fruchtet:
“Hallo Gärtnerin,
sie stehen an Straßenrändern und biegen sich unter der Last – jetzt
sind sie wieder reif – ich weiß nur nicht wie sie heißen !? 2
türkische Bekannte meinten es sind türkische Pflaumen, von anderer
Seite hörte ich es sind englische Kirschen. Aber ich glaube eher,
dass es eine Art wilde Mirabellen sind. Im gelben Zustand sind sie
hart und sauer, im reifen Zustand sind sie bläulich-rot, süß und
haben eine mehlige Konsistenz. Jetzt weiß ich auch warum die Bäume
nicht abgeerntet werden – keiner will sie.”
Was isses denn nun genau? Sieht schon sehr nach Mirabellen aus von der Form her, aber nach Pflaumen von der Farbe her… Wasserlatschen? Weiß ich auch nicht. Wer lässt uns lernen?
zum Pflaumen-Baum
Mirabellen von Nachbars
andere Obstbäume
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Vor einem Jahr
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29 Kommentare bisher
KommentierenKönnten das evtl. Ringlotten sein?
Liebe Grüße aus Wien
Angela
Meinst du die, die hier unter
Reineclauden bzw. Renecloden
vor oder nach der Rechtschr.Reform) bekannt sind ?
Gestern hat man mir welche angeboten – sind noch nicht reif und sehen ungefähr aus wie Bild 1.
Mal sehen wie sie aussehen wenn ich sie holen kann. Marmelade davon soll gut sein…
Mal sehen.
LG Marion
Ja, genau die mein ich. Meine im Garten sind auch noch nicht reif. Aber wenns soweit ist, wird auch ein Großteil zu Marmelade verarbeitet, mjam mjam …
Liebe Grüße
Angela
Reine Claude kenn ich auch wie aus Bild eins. Aber reif werden sie bei uns nicht so rot, sondern nur so glasig gelb-grünlich und weich. Mehlig sind aber die, die ich kenne nicht, sondern eher wässrig und recht süß, bei uns beberlich (einfach nur eingeschmackig süß ohne Fruchtäure oder eine andere Geschmacksrichtung dabei, die der Süße Kontur gibt) genannt.
Wie groß sind sie denn? Mirabellen sind ja kaum größer als Kirchen, während Reine Claude schon größer als Zwetschgen, also ungefähr so groß wie die im Supermarkt verkauften Pflaumen sind, diese helleren, ebenfalls wässigeren.
Ich merk schon, dass das nicht ganz einfach ist mit den seltsamen Pflaumen, vor allem mit den ganzen lokalen Bezeichnungen, aber dieser Link hier scheint doch recht hilfreich:
http://www.foodnews.ch/x-plainmefood/20_lebensmittel/images/pflaumen.jpg
LG, Distel
Kirschen… schreibt sich das -.-
Na dann wäre ja “Prunus…” auf jeden Fall ein Treffer.
LG Marion
mir tun sie leid – keiner will sie haben. °^°
dabei gibt der Baum alles, wie man an der Menge sieht. hmpf.
naja, vielleicht auch besser, wer weiß, in welchen unsympathischen Bäuchen sie landen würden.
Hach, so einen Baum habe ich heute zufälligerweise auch am Straßenrand gesehen. Leider konnte ich keine Frucht probieren, da alle erreichbaren Früchte noch extrem unreif waren. So wie es aussieht, werden hier die Früchte gerne genommen. Leider weiß ich auch nicht, wie er heißt. Ich würde auf eine Mirabellen-Variante tippen, da gibt es auch rote.
Liebe Grüße, Sus (die gerne ein Körbchen-voll nehmen würde)
Nachtrag: Für Kuchen oder Marmelade sind doch auch mehlige Früchte geeignet. Warum die keiner möchte, verstehe ich nicht.
Die letzten Kommentaren von Sus haben mich beeinflusst und ich werde mir ein “Körbchen-voll” holen und versuchen Marmelade zu kochen und einen Hefekuchen zu backen, ich berichte später davon.
Es sind definitiv wilde Mirabellen, egal ob rot oder gelb. Die Marmelade daraus schmeckt supieeeeee.
Hallo, ich kann bestätigen, dass es sich um wilde Mirabellen handeln muss, ich selbst habe in Karlsruhe einige Bäume am Waldrand entdeckt, die Farben der Früchte reichen von gelb-gelb orange bis dunkelrot, sie schmecken wie die gekauften Mirabellen, aber ich glaube dass wissen die wenigsten, daher mein Glück. Ich mache auch hauptsächlich Marmelade davon, schmeckt suuuuuper lecker, auch die Früchte pur sind ein wahrer genuß. zudem sind die Früchte, wenn man sie kauft, gar nicht so günstig;-)
Hey cool! Mir scheint, das wäre dann auch mal ein Garten-Koch-Event wert, wenn da so viele drüber nachdenken, ob und wie man die Früchte verarbeitet.
Schaust Du hier:
Garten-Koch-Event ‘Pflaume & Co.’
Liebe Grüße, Sus
Och ja, stimmt ja…
Habe die selben Früchte im Garten meiner Mietswohnung, habe sie auch schon probiert. zur verwechselungen mit einer giftigen Sorte habe ich beim googlen nichts gefunden, heute werde ich damit ein Kuchen backen.
Die rote Sorten ist ein Vorfahr der “Lothringer Mirabelle” und nichts anderes als ein Wildform, die noch Stacheln hat. Die Stacheln wurden den “modernen” Formen weggezüchtet. Sie ist wie alle anderen Mirabellen auch einsetzbar. Was hier bisher vergessen wurde zu erwähnen ist, daß man sie auch bestens vergären lassen kann ;-)
Diese Früchte sind in meiner Heimat Sachsen auch als Spillinge bekannt. Sie sind etwas größer wie Süßkirschen, entsprechend sind ihre Kerne etwas größer. Die Erntezeit beginnt Ende Juli / Anfang August. Verwenden kann man die Früchte für Kompott oder Konfitüre. Das Kompott sollte nicht zu süß gemacht werden, damit man die leichte Säure der Früchte noch herausschmeckt. Aber am besten schmecken sie, wenn sie direkt vom Baum in den Mund wandern ! Guten Appetit, Jürgen.
@diot-isca:
habe am Wochenende kiloweise am Main solche herrlich roten Mirabellen geerntet – wobei mich schon irritiert hatte, dass es da Stacheln gab – danke für den Hinweis! Die sind jetzt in Zuckerlösung als ganzes eingemacht. Gestern gabs Pfannkuchen mit diesen Mirabellen – zuu lecker!
Wie funktioniert das mit dem vergären?
Auf einem verwilderten (und verlassenen) Grundstück in einer Streuobstwiese haben wir außerdem kleine orange-dunkelrote Früchte gefunden, die ein spitzes Ende haben, kleiner sind als Kirschen und wie eine Mischung aus Pflaume und Mirabelle aussehen und schmecken. Keine Ahnung, was das nun wieder ist (jemand eine Idee??), auf diesem Grundstück war wohl früher ein Liebhaber von verschiedenen Mirabellen/Renekloden zugange, jedenfalls gab es dort verschiedene Sorten Renekloden, Zwetschgen und Mirabellen… zwischen einem Urwald aus Brennesseln. Aus den kleinen roten habe ich ein Mus gekocht, erst 40 Minuten köcheln lassen mit Stein und Orangenschale und Saft, dann durchpassiert und mit Gelierzucker aufgekocht – ein Sommertraum von Geschmack und Farbe…
Beste Grüße
Sylvia
Vielen Dank, diot-isca!
Ich habe ein paar verwilderte Bäume auf einem Waldstück, formerly known as “Streuobstwiese”, stehen.
Danke für den Hinweis mit den Stacheln, einer meiner Bäumchen hat nämlich welche, und ich war gerade am Verzweifeln, weil ich surfend herauszufinden versuche, was das für ein Ding ist… Das Rätsel wäre ja nun gelöst.
Hier rümpfen alle die Nase, für die Mirabellen gelb sein müssen, aber ich mag die braunen auch.
Ich habe sie wie “Essigzwetschen” mit Zimt und Nelken in Rotwein eingekocht, so sind sie lecker.
Das mit dem Vergähren kann ich bestätigen…:-)
Hallo Sylvia: Suche nach “Mirabellenschnaps”. Wenn sie entkernt sind und nicht gekocht geht das ganz von selbst…)
Liebe Grüße an alle Mirabellenfans
Susanne
Hallo,
wer haben solche Bäume auf unserer Wiese und nennen sie “türkische Kirschen”. Sobald sie so dunkel wie Pflaumen sind (es gibt gelbe, rote und richtig dunkelrote – wir haben die dunkelroten – die besten!) ernten wir, entkernen mit einem Messer die schwer löslichen Steine und kochen die Kirschen mit ganz wenig Wasser (nur soviel, dass die Kirschen nicht anbrennen) auf, dann wird mit dem Zauberstab gemixt und 1100 ml mit einem Päckchen Gelierzucker 2:1 zu Marmelade verarbeitet. Schmeckt nur guuuut!
Ich hab dieses Jahr über 80 Gläser gekocht und schon jede Menge Bekannte gefunden, die mir die Kirschen aus der Hand reißen, um Marmelade zu machen. Wir experimentieren mit Mischungen, wie 1/2 Brombeer, 1/2 türkische Kirsche – oder mit Mix aus verschiedenen Früchten. Nur lecker! Im Kuchen oder als Kompott schmecken die Dinger einfach zu sauer –
Liebe Grüße als der Pfalz
Gabi
servus ihr quetsche!
Hab so einen Baum im Garten(Türkische Pflaumen).Ist ein überbleisel des Opa`s meiner Frau.Blüht Jetzt Anfang April weiss (und riecht ganz toll).Gabi hat glaub ich auch so einen Baum(nicht alles auf einmal ernten!!)Nasti78 liegt zumindest bei Bild2 falsch.Mirabellen sind IMMER gelb.Kultivierte Pflanzen sind ohne,Wildwüchse evetl.mit Stacheln versehen.Türkische Pflaumen waren (oder sind) sehr beliebt,weil diese Frucht am Baum erst nacheinander reif wird.Nacheinander abernten und weiterverarbeiten(Marmelade o.SCHNAPS).Erntezeit von Mitte August-Ende September.Diese Pflanze kam glaub ich aus Asien zu uns.Hab vorheriges Jahr zum 2.mal Schnaps brennen lassen. Hoffe,konnte euch weiterhelfen.Lasst es euch schmecken!!mfg maddin aus de palz.
Ihr habts gut!
Mirabellen ohne Ende, für Marmelade, Schnaps und und und.
Meine Mirakose (Kreuzung zwischen Mirabelle und
Aprikose) hat im vergangenen Jahr eine einzige
Frucht gebracht. Der Baum steht jetzt erst das
dritte Jahr. Die Frucht habe ich natürlich mit
meiner Frau geteilt. Einfach köstlich im Geschmack.
In diesem Jahr gibt es viele Blüten aber Regen
in die Blüte ist nicht optimal. Da die Hummeln
schon sehr aktiv waren, bin ich trotzdem sehr
optimistisch.
Da ich nicht, wie Martin, in der glücklichen
Lage bin eine Destillerie in der Nähe zu haben,
lege ich die Früchte, wie beim Rumtopf, ein.
Gestern habe ich erstmalig die eingelegten Kumoi probiert. Exzellent aber hinterhältig.
Tach auch,
Mirabellen gibt es in rot und gelb, anfangs sind beide säuerlich, die gelben werden eher mehlig als die roten. Aber sie sind zur gleichen Zeit reif wie viele andere Früchte und müssen nicht hängen gelassen werden. Dazu sind sie viel zu schade. Einfach ernten und zu Saft verarbeiten, zusammen mit sehr süßen Äpfeln oder Birnen oder Süßkirschen oder irgendwas süßlichem was man noch so an Obst findet. Idealerweise in einem Dampfensafter. Superlecker, in Flaschen abgefüllt und verschraubt hält sich der Saft und kann im Winter heiß anstelle von Tees getrunken werden. Einfach mutig sein und mal wild kombinieren. Vielleicht auch mal mit Schlehe und Apfel, Weißdorn geht und Berberitze auch und noch sooo viel mehr!
Gruß, Ive
Müsste ne Kirschpflaume sein (Prunus cerasifera) oder auch Myrobalane oder Türkenpflaume genannt… Die Kerne lösen sich unheimlich schwer vom Fleisch, stimmt’s? Es soll zumindest bei Kirschen einen Trick geben: Kurz ins Gefrierfach. Man müsste mal ausprobieren, ob das auch bei den Kirschpflaumen funktioniert…
ich wohne in der gegend von reutlingen wir haben ein eigenes grundstück.dort haben wir diese wilden mirabellen,in gelb,in rot,und in dunkelblau.wir nennen die kleinen früchtchen
zibarden.zudem haben wir eine pflaumenform,die der mirabelle sehr änlich sieht,diese nennen wir paradisapfel.so schmecken sie auch.
gruß edwin
mann kann aus allen schnaps brennen.
Endlich habe ich einen möglichen Namen für die Früchte gefunden, die ich etwa alle 3 Jahre von meinem Baum ernten darf…. leider nicht häufiger… und dieses Jahr fast ncihts! Wenn der Baum gut trägt, sind es locker 50 kg, dieses Jahr hat es nur für 3 Gläser wunderbare Marmelade gereicht; toll, die Früchte werden beim kochen kräftig rot!
Ich nenne sie jetzt aosk Kirschpflaume oder Türkenpflaume!!!
Bärbel
Hallo, bin zufällig hier gelandet. Den Bildern nach hadelt es sich um Kriecheln. So nennt man diese leicht säuerlich schmeckenden aber trotzdem aromatischen und mit äußerst kurzem Erntefenster behafteten Früchte. Als Kinder haben wir Miraquetschen dazu gesagt;).
hallo
es sind keine mirabellen, es sind ausgeschlagene “unterlagen”, heißt, die wurzel und ein teil des stammes auf den die sorte veredelt ist. wird der baum gepflegt, dann entfernt man diese wurzelschosser, bzw wilden austriebe am stamm. oft sind es starkwachsende “myrabolane” die dann wild wachsen und auch früchte bekommen, die allerdings eher ungenießbar bitter schmecken.
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