Rosmarin – Stämmchen schneiden

09. März 2009 von Gärtnerin

Ach übrigens, eine Rosmarin-Bastelidee, die ich gestern beim Kräuter-Ausgraben umgesetzt habe:

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
, eins meiner liebsten Küchenkräuter, hat die dumme Eigenschaft, manchmal plöd straff-aufrecht-verkahlt zu wachsen. Rosmarin verholzt schnell, wird von unten kahl, und sieht unansehnlich aus, wenn man ihn nicht durch regelmäßigen beherzten Pflegeschnitt und Ernte *fg* in Form hält. So auch zwei der vier Rosmarin, die ich gestern ausgegraben habe. Beide hatten je drei lange holzige Äste mit oben bisschen Kraut dran. Aus solchen Pflanzen kann man bestens-schnell schöne und günstige Rosmarin-Hochstämmchen machen. :-)

Hier einer der Pflanzen-Kandidaten nach dem Ausgraben. Zwei holzige Äste habe ich schon abgeschnitten, einer darf als künftiges Rosmarin-Stämmchen stehen bleiben:

kräuter kräuterbeet ausgraben

Dann in einen passenden Terrakottatopf am Terrassenrand einpflanzen und die “Krone” noch gefällig stutzen. Alle Triebe ca. um die Hälfte eingekürzt. Im Hintergrund die gesammelten Thymian-Bestände. Noch bisschen hutzelig, der Pracht-Hochstamm, erstmal, aber das wird dann schon:

rosmarin hochstämmchen schneiden

Wenn die Pflanze weiterwächst, verzweigt sie, und bildet mit der Zeit ein Krönchen. Aus alte Pflanze mach neue Pflanze via Formschnitt. ;-) Die neuen Triebe dann regelmäßig entspitzen und alle Jahre mal einige alte Äste rausnehmen, und dann klappts auch mit dem Rosmarin-Hochstamm… Rosmarin ins alte kahle Holz komplett runterschneiden ist übrigens nicht immer erfolgreich. Manchmal tut er sich schwer, wieder auszutreiben, wenn er oben gar nix Grünes mehr hat, besonders, wenn er gerade witterungsbedingt kaum wächst. Radikalschnitt würde ich deswegen nicht grundsätzlich empfehlen, vor allem nicht im Herbst/Winter/frühen Frühjahr.

Rosmarin vermehren

Rosmarin kann man super-leicht durch ca. 5-10 cm lange Triebspitzen-Stecklinge vermehren. Nadeln untere Hälfte abmachen, in einen Erde-Topf stecken, bissi halbschattig rücken. Bewurzeln geht quasi von selbst. Pflanzen bald nach dem Loswachsen stutzen, damit sie sich gescheit verzweigen und nicht so doofe Holz-Äste wie siehe oben bilden.

PS: Als Rosmarin-Liebhaberin fänd ich ein Garten-Koch-Event dazu super. Zum Beispiel neue Kartoffeln, in Rosmarinbutter gebacken, gehören einfach fest zum Grillen, find ich. Insgesamt wäre eine breitere Basis von Rosmarin-Rezepten für mich aber klasse. Ein Kräuter-Event speziell zu einem bestimmten Kraut hatten wir noch nie, oder?!

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3 Kommentare bisher

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Zwei Dumme, ein Gedanke :-) Gerade gestern kam ich auf die selbe Idee, aber eher mit klassischen Gartenkräutern. Ist gebongt und wird auf die Liste gesetzt.

Liebe Grüße, Sus

Sus, 10. März 2009, 09:26

Ach ja, bezgl. Rosmarinstämmchen: Ich habe es mal genau andersherum gemacht: ein gekauftes Stämmchen (klein, nicht sonderlich hübsch) so tief in die Erde gesetzt, daß es jetzt wie ein Busch wächst.

Sus, 10. März 2009, 09:31

Prima, dann sehe ich potenziell eintrudelnden Rezepten hoffnungsfroh entgegen. Anti-Rosmarinstämmchen-tiefer-Pflanzen ist ja auch cool! Auf die Idee wäre ich wiederum nicht gekommen. ;-)

Gärtnerin, 10. März 2009, 10:03

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