Salvia guaranitica “Blue Enigma”
Auch letztes Wochenende gesehen, aber noch nicht gekauft, weil jetzt grad keine Zeit zur Überlegung, wohin zwischen die Stauden. Obwohl ich dachte, dass die Pflanze wahrscheinlich DIE Alternative zum von mir heißgeliebten himmelblauen einjährigen Salbei Salvia patens ist!
Salvia guaranitica “Blue Enigma” (syn. Salvia caerulea) ist dem S. patens vom Habitus und der Blütengröße her sehr ähnlich, nur ein ganz bisschen dunkler blau. Kein Violett-Schimmer, sondern klares, kaltes Blau! Dafür soll sie laut Gärtnerei eine winterharte Staude sein. Die Vorstellung, alles im Garten mit ausdauernden Stauden in blaue Blüten zu hüllen, entzückte mich doch absolut. Weil wie damals bei S. patens erwähnt: Die jährliche Anzucht ist etwas mühselig und nicht immer von durchschlagendem Erfolg gekrönt. Spätestens wenn ich im Frühjahr das Staudenbeet überarbeite, wollte ich ne Menge Salvia guaranitica kaufen! Nur: Jetzt hab ich im Web gelesen, dass doch nur winterhart bis 0 Grad?! In meinem alten Zander steht er leider nicht. Dann müsste ich den als Kübelpflanze im Topf halten und drinnen überwintern? Hm. Zu früh gefreut? Hat jemand S. guaranitica draußen schonmal mit Winterschutz über den Winter gebracht? *zweifel*
eingewurzelt unter: Kübelpflanzen Balkonblumen,Stauden
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9 Kommentare bisher
KommentierenHallo Gärtnerin,
auf der Suche nach einer Bezugsquelle für Salvia guaranitica “Blue Enigma” bin ich auf diese Seite gestoßen. Kann mir jemand weiterhelfen?
Salvia patens ist übrigens nicht einjährig, wird aber oftmals zur Freude des pflanzenproduzierenden Gewerbes so, nämlich als Wegwerfware, gehalten. Sie bildet Knollen, die sich wie Dahlien frostfrei überwintern lassen. In Winterhärtezone 7b dürfte sie sich auch mit einer guten und gegen Verscharren gesicherten Mulchlage im Freiland über den Winter bringen lassen.
Herzliche Grüße
Hallo Klaus,
ich habe die Pflanze hier in einer niederländischen Gärtnerei stehen sehen. Wenn keiner einen Tipp hat, und Du in D nicht fündig wirst, suche ich Dir ggf. deren Adresse raus. Danke für den Hinweis zu Salvia patens!
Hallo Gärtnerin, es ist immer wieder schön, Fragen und auch Antworten auf so vieles hier zu finden. Mein Problem ist meine Hochstamm-Salvie. Diese ca. 1,50m hohe Pflanze habe ich im vergangenen Jahr geschenkt bekommen, vor dem ersten Frost mit allen anderen Pflanzen aus dem Garten (Dipladena,…)in den Keller gestellt und bin mir aber nicht sicher, wie lange ich sie dort stehen lassen soll. Ich hab die Blütenähren noch nicht abgeschnitten,sie steht noch in dem alten Topf und wird ab und zu mäßig gegossen. Ich habe vorher noch nie ein Hochstämmchen über den Winter gebracht und hoffe jedoch, es diesmal nicht falsch zu machen. Es sieht alles noch so trocken aus – im Gegensatz zu der Dipladena und anderen Pflanzen, welche langsam schon austreiben! Ist es noch zu früh auf Ansätze für Leben in diesem Stämmchen zu hoffen? Ab wann und wie weit kann ich die Blütenähren abschneiden. Sind die Pflanzen zu hell gestellt, wenn sie schon austreiben? Wo könnte ich erfahren, was es für eine Salvienart ist. So viele Fragen und die Hoffnung auf Ihre Antwort – vielen herzlichen Dank! Gundula Hegewald
Vielleicht sucht sich´s leichter, wenn Du das Ganze mal mit Salbei, Ziersalbei oder so probierst. Google Bildersuche.
Mit Salvia guaranitica “Blue Enigma” habe ich noch keine eigenen Erfahrungen gemacht, sie soll aber tatsächlich winterhart sein, auf jeden Fall ist sie die härteste aller derzeit bekannten Guaranitica-Sorten. Gute Erfahrungen bezüglich Winterhärte habe ich im Weinbauklima (Zone 7b) mit S. guaranitica ‘Black and Blue’ gemacht. Sie hat in unserem Garten den harten und langen Winter 2009/10, lediglich mit einer Tortenhaube aus Acryl abgedeckt, gut überstanden und anschließend kräftigen Zuwachs an den Tag gelegt. Dabei brachte sie es im zweiten Jahr auf eine Höhe von 1,80 m. Auf Dauer wird man viel Platz, sowohl in der Höhe als auch der Breite, für sie veranschlagen müssen, wenn man sie nicht lieber durch Teilung knapphalten möchte. Auch sie bildet, wie Salvia patens, Knollen, die sich in kälteren Lagen leicht ausgraben und im Keller, ähnlich wie Dahlien, kühl und trocken überwintern lassen. Bei ausgepflanzten Exemplaren darf man übrigens nicht die Geduld verlieren, denn sie treiben nach Freilandüberwinterung nicht gerade früh aus. Wir haben zwei Exemplare im Garten, und als im vergangenen Frühjahr eines davon austrieb, ließ das zweite lange auf sich warten. Nach vierzehn Tagen nahmen wir an,die Pflanze habe nicht überlebt, und gruben unbedachterweise die Knolle aus, die wir ohne nähere Untersuchung dem Erdwolf übergaben. An die freigewordene Stelle setzen wir eine Dahlie. Erst im Spätsommer bemerkten wir hinter deren kräftigem Blätterbusch den Austrieb eines offenbar im Boden verbliebenen Teilstückes von ‘Black and Blue’. Es befindet sich derzeit, getopft, im leider nicht allzu kühlen, dafür beleuchteten Keller und treibt bereits munter aus. Die Knollen sind übrigens sehr viel holziger als die von Dahlien. Teilung mit dem Spaten dürfte bei eingewachsenen Pflanzen kein Problem sein, aber auch die Vermehrung über Stecklinge ist wie bei fast allen Salvien kinderleicht. Da ich noch immer keine für mich erreichbare Quelle von Salvia guaranitica ‘Blue Enigma’ gefunden habe, wäre ich an ein paar Stecklingen interessiert, ggf. im Tausch mit ‘Black and Blue’. Eine Abbildung der letzteren findet sich auf unserer Website unter: http://www.wöllsteiner-staudengarten.de/galerien/spaetherbst.html?page=4
In unserem Keller wachsen derzeit einige Stecklinge der tatsächlich bei uns NICHT winterharten Salvia guaranitica ‘Indigo Spires’ heran, die man als Einjährige kultivieren kann. Man sieht: wenn man über die Winterhärte von Salvia guaranitica spricht, sollte man immer die sortenspezifischen Eigenschaften mitbedenken.
Ich hoffe, das liest jemand, der sie hat. Die Gärtnerei, in der ich die Fotos gemacht habe, hat inzwischen ihre Pforten für immer geschlossen. :-(
Hallo Herr Menzel, ich bin, nachdem ich Ihre Nachricht gelesen habe auf Ihren Link gegangen und war sehr überrascht. Ein großes Kompliment für diese Blütenpracht und Vielfalt. Leider war meine Salvie unter der großen Auswahl nicht dabei. Ich kann aber mitteilen, dass mein Exemplar inzwischen sich unter die Lebenden gemischt hat und am Fuß des Stämmchens austreibt. Bin richtig glücklich drüber. Bin jedoch immer noch auf der Namenssuche und melde mich, solbald ich nähers darüber weiß. Allen eine traumhafte Gartenzeit und vielen Dank für die Antworten! Gundula aus Dresden
Hallo liebe Gärtnerin, wo kann ich Deine E-Mail Adresse finden, um Dir von meiner Salvie zur Pflanzenbestimmung ein paar Bilder senden zu können? Gundula
Oben rechts unter Fragen Gastbeiträge Bilder schicken gucken. :-)
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