Gärtnerin · 08. April 2009, 09:53

Scharbockskraut

Weil hier angesprochen: Das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) oder Frühlings-Scharbockskraut ist eine Wildblume aus kleinen Zwiebeln/ Knöllchen, die ich sehr hübsch finde, und die schon im Februar / März blüht. In meinem früheren Garten wuchs es im Rasen wie verrückt, weil es feuchten Boden mag.

scharbockskraut

Unter den ganzen gelb-blühenden Wildblumen aus der Hahnenfuß-Familie ist es am leichtesten durch seine flach am Boden wachsenden rundlichen Blätter zu erkennen, finde ich, denn die sind typisch.

scharbockskraut 2

Manche Leute mögen es seiner Ausbreitung als natürlicher Quasi-Bodendecker wegen nicht („Unkraut!“), besonders nicht im Zierrasen, aber ich finds ehrlich gesagt kein Problem, da die Pflanzen im Vor-Frühling schön üppig gelb blühen und Ende Mai / zu Beginn des Sommers wie der Bärlauch schon wieder komplett eingezogen und verschwunden sind. Ggf. ist es leichter, sich damit zu arrangieren, dass es da ist, und einen Naturgarten-Ansatz zu fahren. Ausstechen der Pflanzen hilft meiner damaligen Erfahrung nach nur bedingt, wegen der diversen unterirdischen Tochterknollen / Brutzwiebeln, die dann im nächsten Jahr doch wieder nachtreiben. ;-)

Das Scharbockskraut gehört zu den Hahnenfußgewächsen, wie der Name schon andeutet. Ist auch zu bestimmten Zeiten gesund und vitamine-haltig essbar, aber ich weiß nicht mehr genau, ob vor oder nach der Blüte. Zu anderen Zeiten ist es giftig. Also Vorsicht!

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8 Kommentare bisher

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Sus, 08. April 2009, 11:42

Angeblich immer leicht giftig, aber nach der Blüte stärker.

Irgendwo stand, daß der Name „Scharbock“ von Skorbut abgeleitet ist, weil eben viel Vitamin C enthalten ist.

Liebe Grüße, Sus

jey-Key, 08. April 2009, 11:43

Hallo,

vor der Blüte, im Frühjahr soll das eßbar sein, manche schwören drauf, wegen dem hohen Vitamin C Gehalt.
Jedoch enthält Scharbockskraut Protoanemonin, dessen Gehhalt vor der Blüte am geringsten sein soll, aber manche Menschen reagieren auch dann sehr empfindlich darauf.
Ich habe letzte Woche darüber geschrieben .
http://dracaena-drachenbaum.de/2009/04/02/scharbockskraut-ranunculus-ficaria/

Liebe Grüße
jK

Betula, 08. April 2009, 11:55

Ich kann Scharbockskraut nicht als Unkraut sehen, dafür ist es viel zu hübsch! Es wächst auch in meinem Garten und vertägt sich toll mit Stauden, die erst später austreiben. Vor der Blüte ist es essbar, probiert habe ich es allerdings noch nicht. Früher diente es den Menschen als erster Vitamlieferant nach dem Winter. Und in Notzeiten wurde aus den Knöllchen Mehl zum Brotbacken gemahlen. Wenn man sich die kleinen Dingelchen ansieht, ahnt man, was das für eine Mühsal gewesen sein muss, bis man da satt war! Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen soviel Arbeit für Nahrung zu investieren, im Vergleich dazu leben wir im Schlaraffenland.

Gärtnerin, 12. April 2009, 00:29

In meiner neuen Blumenzwiebel-Enzyklopädie gibts sogar Zuchtsorten des Scharbockskraut!

Spinnfloh, 04. Mai 2009, 14:12

Oh, jetzt weiß ich, was da im Gras bei uns so nett geblüht hat :) Danke für die Info. Hoffentlich breitet es sich genug aus, dass es sich lohnt mein Wildkräuterkochbuch rauszuholen!

[…] ein “unkraut”, über dessen erscheinen im garten ich mir durchaus freuen würde, ist das scharbockskraut (ranunculus ficaria). bis auf die form der blüten, sieht es aus wie die kleine schwester der sumpfdotterblume (caltha palustris), mit der es auch entfernt verwandt ist. da es einen feuchten boden bevorzugt, hätte es in unserem sonnigen und eher trockenen garten wohl wenig freude. weitere infos gibts bei der gärtnerin. […]

Gabi, 05. April 2010, 00:15

Tja.. hätte ich mal früher hier reingesehen… seit 3 Wochen bin ich stolze Gartenbesitzerin und habe in stundenlanger Arbeit das „Unkraut“ aus zig-m²-Beeten ausgegraben, weil diese völlig überwuchert waren. Pflanz jetzt Stauden und nächstes Jahre – oder vielleicht auch schon in 2 Wochen – kann das hübsche Kraut wiederkommen und bleiben.

Gärtnerin, 07. April 2010, 09:21

:-) Du wirst es jedenfalls nicht gänzlich wegbekommen haben, Gabi.

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