Schleierkraut-Samen und Sorten

23. März 2009 von Gärtnerin

Anzucht-Zeit again. Wir nähern uns mal wieder dem Schleierkraut / Gipskraut (Gypsophila). Ein Langzeit-Projekt ist das, bisher nie über die Planung rausgekommen.

Erster Versuch vor ein paar Jahren war Schleierkraut-Pflanzen (Gypsophila paniculata weiß) aus Rhizomen/Wurzeln zu erhalten, so ne Stauden-Packung halt:

schleierkraut aus der packung

So sahen die Wurzeln damals aus:

schleierkraut gypsophila paniculata aus der Packung

Nach dem Einpflanzen ist nichts draus geworden, deswegen hatte ich das auch nie gebloggt, soweit ich mich erinnern kann. Ich glaube auch, mich zu erinnern, irgendwo gelesen zu haben, dass Schleierkraut nicht gern verpflanzt wird. Was ich aufgrund der Pfahlwurzeln sofort nachvollziehen kann. Jedenfalls wollte ich diese Pflanze gern mal ausprobieren, weil die Sage geht, dass Schleierkraut was für eher magere Böden in sonniger Lage sein dürfte, die ich ja im Falle beider Gärten vorweisen kann …

Dann habe ich irgendwann mal Schleierkraut-Samen gekauft. Grabbel in der Samenkiste …

Na toll. Die ersten Schleierkraut-Samen (Gypsophila paniculata, rosa) sind keimfähig bis 2007, aber immer noch nicht ausgesät. :-( Die zweiten Schleierkraut-Samen (Gypsophila elegans, weiß) sind keimfähig ausgewiesen bis 2008, und auch immer noch nicht ausgesät. Samen werden alt, wenn man nix mit ihnen macht. Ich versuche mal, ob trotzdem im einen oder anderen Fall vielleicht hoffentlich noch welche keimen.

Außerdem habe ich beim Stauden-Kauf letzte Woche auch noch eine Schleierkraut-Staude erbeutet, nämlich Gypsophila repens:

schleierkraut gypsophila repens staude

Bei all dem Treiben und gleichzeitiger Reglosigkeit hatte ich bis eben gar nicht bemerkt, dass ich da drei verschiedene Arten zwischen die Finger gekriegt hatte. Vielleicht ist es dieses Desinteresse meinerseits, das Schleierkraut-Erfolg bisher unterdrückt hat. *fg*

Rekapituliere und schaue in den Zander: Zunächst mal gehören alle Gypsophila-Familienmitglieder zu den Nelkengewächsen. Soso.

Gypsophila repens:

Das ist das, was ich als fertige Staude letzte Woche gekauft habe.
Gypsophila repens =“Kriechendes Gipskraut” oder “Teppich-Schleierkraut” oder “Alpines Schleierkraut”, Staude, Blütezeit Mai bis Juni, heimisch in Süd- und Mitteleuropa. Die dort genannte Unterart Gypsophila x monstrosa ist wahrscheinlich ziemlich groß, nehme ich an. Meine Staude wird gem. Pflanzenetikett bodendecker-hafte 20 cm hoch, und kriegt einen tollen Sonnen-Standort im Staudenbeet zugewiesen.

Gypsophila paniculata:

= “Rispiges Gipskraut”, winterharte Stauden, Blütezeit Juni-August, heimisch auf der Nordhalbkugel (Europa bis China, N-Amerika)

Die Samen dazu sehen so aus und sind deutlich kleiner als die von G. elegans:

schleierkraut gypsophila paniculata samen

Aussaat-Info von der Samentüte:

Samen aussäen März bis Juni, breitwürfig ins Freiland, feucht halten, ggf. vereinzeln. Ich mach das trotzdem mal in Töpfe, die ich in mein Anzuchtregal draußen stelle. Im Staudenbeet ist immo noch zu viel Erdbewegung für ne Direktsaat. Angegebene Blütezeit Juni bis September.

Gpysophila elegans:

=“Sommer-Schleierkraut”, einjährige Gartenblumen, Blütezeit Juli, Heimat S-Russl-Kaukas.-Rumänien. Achso! Aha! Eselsbrückenbau: Kurz, aber elegant! G. elegans ist keine winterharte Staude, sondern Vergnügen für eine Gartensaison.

Die Samen zur Ansicht:

schleierkraut gypsophila elegans samen

Aussaat-Hinweise:

Aussaat März bis Juni in Intervallen sofort ins Freiland breitwürfig oder in Reihen. Mäßig feucht halten, später ggf. vereinzeln. Werde auch die in Töpfe und Schalen säen.

Wenn da mal überhaupt noch was kommt. Alte Samen.
Hat jemand schonmal Schleierkraut aus Samen gezogen? Welches genau? Erfahrungen? Keimdauer ist nämlich in beiden Fällen nicht angegeben, ebensowenig wie ne Keimtemperatur, und die Prognose ist bei alten Samen natürlich schlecht. Wie lange soll ich warten, bis ich den Anzucht-Versuch aufgeben kann?

eingewurzelt unter: Einjährige Sommerblumen, Stauden

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