Gärtnerin · 02. März 2009, 11:54

Steckholz-Vermehrung – Anleitung

Ich habe Ewigkeiten keine Pflanzen mehr per Steckholz vermehrt, obwohl das eine sehr schnelle und effiziente Vermehrungsart für winterharte, selbst gezogene Sträucher statt Stecklingsvermehrung ist, gerade wenn man große Mengen Ableger von einer Pflanze braucht, oder auch wenn man nur mal eine zusätzliche winterharte Kübelpflanze für den Balkon oder den Garten dazu haben will.

Jetzt ist das aber doch mal wieder fällig, weil nach der Gartenplanung für Garten 2 so einiges an Sträuchern für die Bepflanzung vorbereitet sein will, und natürlich viele Sträucher-Lieblinge und Rosen aus Garten 1 auch dort vertreten sein sollen. Im Zuge der Vermehrungs-Aktion kommen hier die Anleitung Steckholz-Vermehrung und die Bilder dazu. Zunächst ziemlich viel Grundsätzliches zum Steckholz, dann genauer und bebildert die Steckholz-Vermehrung Gärtnerin Art. ;-)

Was ist ein Steckholz?

Erstmal zur Definition und Abgrenzung vom Steckling: Im Unterschied zum Steckling (beblättertes, optimalerweise halb-verholztes Trieb-Stück, das man in der Vegetationszeit zwecks Vermehrung von z.B. einem Strauch schneidet und zur Bewurzelung in Erde steckt) ist ein Steckholz ein verholztes Triebstück ohne Blätter, das ab Herbst oder im Winter, also in der Vegetationsruhe geschnitten wird. Es wird ebenfalls in die Erde gesteckt, um durch vegetative Vermehrung neue identische Pflanzen von einer Mutterpflanze zu erhalten. Was macht der Vermehrungs-Willige, wenn im Winter nix wächst? Steckhölzer schneiden! ;-)

Wann Steckhölzer schneiden?

Steckhölzer schneidet man ab Herbst / im Winter, auf alle Fälle, wenn es frostfrei ist. Zum Beispiel auch beim Winterschnitt / Auslichten von Sträuchern, wenn man ja sowieso Äste und Triebe in die Hand kriegt, die zur Vermehrung geeignet sind. In der Literatur wird oft geschrieben, dass man die Steckhölzer im Herbst schneidet und entweder gleich im Garten in den Boden steckt oder zunächst für eine gewisse Zeit einschlägt und so ruhen lässt, bevor man sie dann später steckt. So machen das auch die Baumschulen bei der Gehölz-Vermehrung in großen Mengen, weil die Pflanzen dann im Frühjahr schon einen gewissen Vorsprung beim Anwachsen haben.

Ich habe das ehrlich gesagt noch nie im Herbst, sondern wenn, dann immer Steckholz-Vermehrung im Winter gemacht. Nämlich im späten Winter (Januar/Februar) bei frostfreiem Wetter geschnitten und gleich gesteckt. Und zwar in einem kühlen Raum im Haus in Töpfe, damit die Steckhölzer bald erwachen. Dann kann man sich im Winter drinnen auch über eigen vermehrte Pflanzen und den errungenen Erfolg freuen. ;-)

Optimale Steckhölzer

Optimalerweise schneidet man ein Steckholz von einem gesunden, kräftigen, möglichst dicken letztjährigen, gut verholzten Trieb der Pflanze. Nochmal langsam: Ein Ast, der letztes Jahr gewachsen ist, also kein ewig altes Holz, und davon ein kräftiges, verholztes Stück von 15-20 cm Länge oder länger, je nachdem, wie weit die Blattknoten voneinander entfernt sind. Schon wieder die Sache mit den Internodien. ;-) Denn das Steckholz sollte auf alle Fälle eine Reihe von Blattknoten haben, aus denen Wurzeln wachsen und neue oberirdische Triebe sich bilden können.

Bei Steckhölzern werden im Gegensatz zur Stecklingsvermehrung nicht die Triebspitzen verwendet, sondern lieber das schon stärkere Holz weiter unten.

Warum keine Triebspitzen?

Sie sind vom ganzen Ast am wenigsten verholzt und am schwächsten. Außerdem wäre da noch die Sache mit der Apikalknospe / Terminalknospe (zur Apikaldominanz war mal was ): Die Terminalknospe ist die oberste Knospe an der Triebspitze, die beim Wachstum der meisten Pflanzen sozusagen bevorzugt wird. Die Folge ist, dass der Haupttrieb oder Steckling bevorzugt erstmal ohne Verzweigung oben weiterwächst, wenn er Wurzeln hat. Für Steckhölzer bietet es sich daher an, Triebstücke zu nehmen, die oben und unten eine Schnittfläche haben. Wenn das Steckholz dann bewurzelt, bekommt es gleich eine Vielzahl von neuen Austrieben aus schlafenden Knospen entlang des oberirdischen Steckholz-Teils, und damit wird die Pflanze / der neue Strauch gleich von Anfang an verzweigt und später dann bei entsprechenden Schnitt-Maßnahmen buschig. ;-)

Wie Steckholz schneiden?

Gut. Das Steckholz hat also zwei Schnittstellen und keine Blätter … Das bedeutet, wenn Du es nicht richtig machst, steckst Du es potenziell falsch herum in die Erde, und dann funktionierts nicht. ;-)

Dafür gibt´s nen Tipp: Beim Schneiden von Steckhölzern peinlich darauf achten, die obere Schnittstelle gerade abzuschneiden, und die untere Schnittstelle schräg. Dann besteht hinterher keine Verwechslungsgefahr. An sich könnte man es vielleicht auch andersrum machen, wenn man hinterher noch weiß, wie rum man es gemacht hat, aber oben gerade schneiden ist schon sinnvoller, weil wenn die Schnittstelle oben möglichst klein ist, bietet sie weniger Angriffsfläche zum Vertrocknen als wenn sie größer ist!

Steckholz stecken

Steckhölzer werden in der Regel (Ausnahmen bei mir gleich.) tiefer gesteckt als Stecklinge, die mit ein, zwei Blattknoten unterhalb der Erde in der Vegetationszeit baldigst wurzeln und weiterwachsen. Steckhölzer ruhen ja unter Umständen ne ganze Weile, oder wachsen bei kühlen Temperaturen langsamer an, und werden in der Zwischenzeit nicht von Blättern versorgt. Sie müssen also unterirdisch genug Ressourcen haben, um das Anwachsen zu bewältigen. Deswegen steckt man sie tiefer, und hat damit mehr Blattknoten unter der Erde, die helfen können, damit´s sicherer ne neue Pflanze wird. Man liest verschiedene Tiefen, so etwa 2/3 unter der Erdoberfläche / 1/3 oberhalb der Erde, oder sogar ganz, ganz tief, so dass nur der oberste Blattknoten aus der Erde rausguckt.

Und wohin stecken? Entweder in den Gartenboden oder in einen Blumentopf mit Erde drin. Die Erde sollte leicht feucht sein und nicht völlig austrocknen, denn das ist des Steckholz´s Tod.

Steckholzvermehrung Gärtnerin Art

Meine Methode klappt bei allen gängigen winterharten Blütensträuchern wie Weigelie, Forsythie, Perlmuttstrauch, Sommerflieder, Falscher Jasmin etc und speziell auch bei Rosen. Und bei so manchen Heckenpflanzen. Bei allen geht auch Stecklingsvermehrung easy, aber dafür ist halt grad nicht die Jahreszeit. ;-)

Optimales Timing ist für mich Februar. Dann stehen die Steckhölzer nicht so ewig lange drinnen im Haus, und die Gefahr des Vergeilen der Jungpflanzen ist geringer, als wenn die den halben Winter drin sind. Ich habe also letzte Woche im Garten beim Winterschnitt einige Pflanzen ausgewählt, von denen ich Steckhölzer machen wollte. Ausgangsmaterial:

Steckholz zur Pflanzen-Vermehrung

Mit dabei und zu vermehren:

Liguster von der selbst gezogenen Ligusterhecke für ne neue Hecke in Garten 2, die Lieblings-Strauchrose, die mal durch Steckling gewonnen wurde, Weigelie, Kletterrose “New Dawn” und der rosa Duft-Schneeball vom Nachbarn.

Steckhölzer-Zurechtschneiden: Triebspitze ab, Triebteil aussuche, schneiden, z.B. Rose:

Steckhoelzer vermehren

Schräg schneiden unten war hier nicht nötig, da die Augen (siehe Rosenschnitt-Anleitung) schon Austrieb zeigten und so unmissverständlich oben und unten sichtbar waren.

Steckhölzer stecken: Platzsparend für die Fensterbank dicht an dicht in Blumentöpfe.

Steckhoelzer zum Sträucher-Vermehren

Da wir kurz vor Beginn der Vegetationszeit stehen und die Steckhölzer frostfrei am kühlen Fenster drinnen stehen, also quasi sofort erwachen, reicht es, eher flache Blumentöpfe zu nehmen, und die Steckhölzer nicht so tief wie regelmäßig angegeben zu stecken. Vereinzeln kann man sie später im Frühling, wenn sie ein paar Wurzeln haben. Kühler Standort im Haus ist wichtig, da die Steckhölzer sonst “durchdrehen” und u.U. ganz schnell so viel Blattmasse bilden, dass die Wurzelbildung nicht hinterherkommt.

Merkhilfe für mich: Hinten Strauchrose/Weigelie, Mitte Liguster, vorne Schneeball und New Dawn.

Steckholz-Sammlung nach 3 Tagen: Erster Austrieb ist bei Rosen und Liguster schon sichtbar, also werden sich auch bald Wurzeln bilden:

Steckholz-Vermehrung Bewurzelung

Steckholz Liguster vermehren

Steckholz-Vermehrung nach 6 Tagen: Auch Weigelie und Schneeball beginnen mit dem Austrieb.

Der Liguster ist auch schon weiter. Die Sträucher werden spätestens Ende Frühjahr schon schön kräftig sein, so dass ich sie vermutlich dann schon auspflanzen kann. So kann man echt super-schnell jede Menge Sträucher selbst ziehen! Sollte auch ein günstiger Tipp für Neubau-Gärtner sein. ;-)

mehr Tipps zur Pflanzen-Vermehrung

eingewurzelt unter: Gartenglossar,Gehölze

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
Garten und Pflanzen - Prospekte frisch gelesen, Pflanzschilder aus Ton



100 Kommentare bisher

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Merowinga, 03. März 2009, 20:12

Hallo Gärtnerin,
habe deine wie-immer-super-mit-bildern-für-garten-i-dötzchen-wie-mich-geschriebene Beschreibung gestern abend gelesen und heute in der Mittagspause schnell Duftschneeball-/ Bauernjasmin-/ Flieder-/ Scheinquitte-/ und (äh, ich glaube es ist) Schlehe-Steckhölzer in Töpfe gestopft. Hoffentlich glauben sie mir dass es immer noch Winter ist ;-)
“Kühle Fenster” habe ich eigentlich zwei Angebote: ca 5 Grad also etwas wärmer als draußen, und ca 15 Grad – welches würdest Du ihnen denn empfehlen?
Danke!

Merowinga
die noch eine blühende Hecke braucht…

Gärtnerin, 03. März 2009, 20:26

i-dötzchen? Soso! *lol*
Vielen Dank für das überaus positive Feedback zum Beitrag, und natürlich gutes Gelingen, Merowinga! Möge die Blütenhecke Gestalt annehmen.

An sich würde ich ein FEnster dazwischen (10 Grad) gut finden, aber wenn das nicht geht: Lass sie mal zwei, drei Tage bei 15 Grad, bis sie treiben, und verpflanz sie dann ans kühlere Fenster. ;-)

kerstin, 04. März 2009, 16:09

vielen lieben dank für diesen ausführlichen und sehr informativen artikel! ich werde mir alles ausdrucken und dann im frühling mal loslegen!!

lg kerstin

richard, 08. März 2009, 06:08

Wonderful tip …

Gärtnerin, 10. März 2009, 09:37

Thanks. :-)

jutta, 20. März 2009, 21:45, 20. März 2009, 21:42

super, für die tollen tipps.
morgen vor dem aufstehen lege ich gleich los.

habe schon einen ganzen korb voll gesammelt-

Betula, 20. März 2009, 23:11

Äh, Jutta, v o r dem Aufstehen???? ;-)

jutta, 20. März 2009, 21:45, 21. März 2009, 10:23

Ja, habe die ganze Nacht schon davon geträumt.
Bin mir aber noch nicht sicher ob mein Steckholz nicht doch zu jung ist. Vor 2 Jahren habe ich die Büsche erst eingepflanzt. Bitte um Hilfe, ob ich doch erst ausschlafen kann.

Gärtnerin, 21. März 2009, 11:02

Danke, und viel Erfolg. Steckhölzer liegend stecken ist mal was Neues. *fg*

Gärtnerin, 21. März 2009, 11:03

Wenn verholzt, dann nicht zu jung. ;-)

jutta, 20. März 2009, 21:45, 21. März 2009, 12:04

Schade, dann muss ich wohl doch noch warten. Ich dachte, nur so kann ich mich im Garten schon einmal austoben.

jutta, 20. März 2009, 21:45, 23. März 2009, 17:51

das war ja wohl ein kleiner tippfehler von mir.
ich meinte natürlich vor dem frühstück.
jetzt steht mein keller voller töpfe mit steckholz.
bald habe ich meine eigene baumschule.
vielleicht habe ich einen hellgrünen daumen.

Svenja Tenkes, 24. März 2009, 08:43

Eine Frage zum Vermehren über Steckhölzer: Funktioniert das auch mit Zimmer-Bäumen? Hab mal von meinen Ficus nach dem Auslichten einige Triebspitzen in Wasser getan, diese hatten alsbald helle Stellen an den Teilen die im Wasser waren, leider sind sie mir an einem Wochenende wo ich nicht zu Hause war, wegen Wasserverdunstung im Glas alle vertrocknet… mich würde interessieren, ob daraus vielleicht noch was geworden wäre, wenn ich sie eingetopft hätte, ohne auf die Wurzeln zu warten, also schon dann, als diese kleinen hellen Stellen am Stamm schon zu sehen waren… oder soll ich lieber weiter Abmoosen wie bisher???

Gärtnerin, 24. März 2009, 08:59

Die brauchen aber Licht, Jutta. Hoffentlich ist der Keller hell genug. Viel Erfolg!

Gärtnerin, 24. März 2009, 09:07

Schwer zu sagen, Svenja. Steckholzvermehrung, also ohne Blätter, beim Ficus hab ich noch nicht probiert, und denke auch, dass das eher schwierig ist, weil die Ficus-Pflanzen recht lange brauchen, bis sie Wurzeln gezogen haben. Wenn in der Zwischenzeit keine Blätter dran sind, hat die Pflanze keinen Stoffwechsel. Ausschließen würde ich den Erfolg aber nicht kategorisch. Abmoosen oder im Sommer, wenns richtig warm ist, nochmal Stecklinge probieren, würde ich sagen.

jutta, 20. März 2009, 21:45, 30. März 2009, 10:52

Juhuuu! Mein Steckholz lebt. Ich habe es nicht für möglich gehalten. Würde jetzt gerne mal bohren, ob sich auch Wurzeln bilden. Habe sie ans helle Fenster gestellt und spreche jeden morgen ein paar nette Worte mit meinen “Stöckern”. Danke war ein toller Tipp.

Gärtnerin, 30. März 2009, 11:15

Nicht bohren, Jutta, Geduld! Weitersprechen! Ich freu mich mit Dir! ;-)

jutta,, 24. April 2009, 20:12

Ich muss doch schnell meinen neusten Stand von meinem Steckholz schreiben.
Nach gut 3Wochen haben alle “Stöcker” kleine Blätter. Bin super stolz, warten hat sich gelohnt.
Am besten sieht meine “geklaute” Kletterrose aus, sie sieht schon aus, als würde sie mal eine Rose werden. Alles hat den Keller verlassen und steht jetzt am sonnigen Fenster. Oder wird es den Pflänzchen zu warm?

Selena, 24. April 2009, 21:11

Ich finde das total interessant. Das, was ich gemacht habe, ist wohl ein Mittelding zwischen Stecklingsvermehrung und Steckholz.
Hatte letztes Jahr Ligusterheckenspitzen so 70 cm bis 1 m lang bekommen. Die hatte ich erst in einem Eimer und hab sie dann in die Erde gesteckt teils. Was mir zu viel war, hab ich im Komposthaufen eingesteckt erstmal.
Bisher sah es so aus, als ob da gar nix wird. Weder bei denen im Komposthaufen noch bei den eingesteckten. Da es dieser tage so schön warm war, hab ich gedacht, ich kürz die mal. Hab sie etwa mittig geschnitten und die abgeschnittenen Stücken einfach noch mit rein gesteckt. die im Kompost steckenden Triebspitzen hab ch gleich geteilt und eingesetzt. Das ist jetzt etwa 2 Wochen her. Und heute hab ich schon gesehen, dass ettliche der Teile Blattknospen ansetzen. Und da sahen einige aus, nach dem Winter, als seinen sie komplett verholzt schon. Nix mehr grünes zu sehen gewesen an den Schnittstellen. Aber ich geb ja nicht so schnell auf. Hatte aber wirklich nicht gedacht, dass da noch was kommt. Nun freu ich mich, denn dann hab ich sicher bald eine gute Hecke.

Liebe Grüße
Selena

Karin, 12. Juni 2009, 16:02

Hallo Gärtnerin!
Funktioniert das auch mit Hortensien-Sträuchern?? Meine Katzen schaffen es von Zeit zu Zeit einen schönen Ast abzuknicken, der mir dann immer zu schade ist um ihn wegzuwerfen. Bis jetzt hab ich ihn aus “Trauer” immer einfach mit in die Erde gesteckt, was natürlich nicht angewachsen ist…
Vielen lieben Dank,
Karin

Gärtnerin, 14. Juni 2009, 12:51

Mit Steckholz-Vermehrung bei Hortensien habe ich keine Erfahrung, Karin, wohl aber mit Stecklingen, also beblätterten Triebstücken. Der oberste Link im Beitrag zu Stecklingsvermehrung bringt Dich weiter. Gut gehts, wenn man die Blätter halbiert und den dort beschriebenen Tüten-Tipp nutzt. Die Bewurzelung dauert aber etwas.

Jutta, 17. Juni 2009, 18:07

Bei der Hälfte, von meinem Steckholz, wuchern jetzt die Wurzeln durch den Blumentopf.
Meine Geduld zu warten hat sich gelohnt.
Werde jetzt die ersten “Stöcker” in den Garten pflanzen.
Am besten hat es mit der Weigelie geklappt, sie steht im Topf zwischen verschiedenen Zweigen und blüht schon wunderschön.
Auf jeden Fall werde ich es wieder versuchen.

Gärtnerin, 19. Juni 2009, 10:45

Hey klasse, Jutta. Meine Weigelie blüht übrigens noch nicht. :-)

Annette, 10. März 2010, 15:34

Hallo Gärtnerin,
danke für die guten Erklärungen !! Da probiere ich doch gleich mal Haselnuss-Steckholz aus. (In der Nachbarschaft wurde gerade ein Hauptast bodennah abgeschnitten. (Leider besteht der Strauch nur aus drei Hauptästen)

Sempre, 16. April 2010, 09:32

hallo gärtnerin,

zitat: “In der Literatur wird oft geschrieben, dass man die Steckhölzer im Herbst schneidet und entweder gleich im Garten in den Boden steckt oder zunächst für eine gewisse Zeit einschlägt und so ruhen lässt, bevor man sie dann später steckt.”

was ist mit einschlagen gemeint?

danke & lg
mario

Gretel im Busch, 17. April 2010, 00:51

Hallo Mario,

mit einschlagen ist hier gemeint, dass man die Hölzer bis zur Weiterverwendung konserviert – also in ihrem Zustand erhält. Es geht um Schutz vor Frost und Austrocknung. Dazu werden sie entweder in einer Folie eingewickelt ablegt – bei mehreren quasi schneckenförmig eingerollt, so dass sie sich nicht berühren. Oder aber in feuchten Sand einschlagen. So weit ich weiß immer waagrecht und im Schatten, um starke Temperaturschwankungen zu vermeiden. Es geht dabei nicht nur um Zeitüberbrückung: Die Rinde bildet so vorbereitet nämlich eine Schicht, die das spätere Bewurzeln erleichtert.

Übrigens schlägt man jenseits der Supermarktwelten auch Gemüse in Sand oder feuchte Tücher ein, um es zu konservieren. Bei Topinambur zum Beispiel geht es anders gar nicht, wenn man sie einmal ausgegraben hat, und länger aufbewahren will.

Wenn man bei ausgegrabenen Pflanzen mit Wurzeln vom einschlagen spricht, ist meist gemeint, sie in ein provisorisches Loch mit Erde zu packen. Nur bei Rosen ist ein Lehmbad über Nacht oder ein paar Tage noch besser – und auch Weiden würde ich grundsätzlich in Wasser stellen. Auch im Winter bewurzeln die dann schon so, dass man später Vorsprung hat.

Übrigens: Ich habe die inspirierende Anleitung hier bereits seit langem für den Februar in meinem Kalender vermerkt – und dann auch fast beherzigt. Nur halt direkt draußen die Rosenstecklinge im Blumentopf abgestellt. Natürlich gibt es Ausfälle, aber für alle wäre ohnedies kein Platz gewesen – und ein paar Knospen versprechen, dass meine Beute zur Freude wird. Wenn das so weiter geht, fange ich noch an, Rosen zu sammeln.

Nicole, 20. Mai 2010, 09:09

Hallo Gärtnerin,

Deine Anleitung zu den Stecklingen ist hervorragend. Ich hätte aber noch eine Frage dazu:
Ich habe gestern unsere Ligusterhecke ziemlich radikal geschnitten, weil sie von unten verkahlt. Ich habe dann von den langen frischen Spitzen die Mitte herausgeschnitten und zwischen die schon bestehenden Ligusterpflanzen gestellt. Allerdings sind diese Stecklinge nicht kahl, sondern haben schon Blätter.
Funktioniert die Vermehrung auch mit diesen Stecklingen, oder muss ich sie wieder rausrupfen?

Gruß
nicole

Gärtnerin, 21. Mai 2010, 08:44

Sollte funktionieren, Nicole, vorausgesetzt, sie verdorren nicht gleich in der Ecke. Ggf. nochmal die Stecklings-Anleitung lesen, der Beitrag oben dreht sich um Steckhölzer. Merke den Unterschied! :-)

Gartenschere, 23. Mai 2010, 22:24

Hallo!
Super Erklärung Steckhölzer und auch Stecklinge! Danke!
Ich habe Anfang März nach dem Strauch-Schnitt Kolkwitzien-Steckhölzer gemacht. Habe auch schöne Triebe bekommen, teilw ca 4-5 cm lang. Leider derzeit nur obenrum, da meine Katzen den Topf mal umgeschmissen hatten und darauf die jeweils unteren Triebe vertrocknet sind. Kommen aber wieder neue nach.
1. Frage: warum trocknen jetzt immer wieder Triebe ein, wenn sie so 3-4 cm lang sind? halte Erde doch feucht!
2. Frage: an einigen Trieben sind kleine Blütenknospen zu sehen! soll ich die abzwicken? Kosten doch bestimmt auch zuviel Kraft, oder?
3.: ab welcher Trieb-Länge sollte man entspitzen?
4.: waren die Steckhölzer evtl zu lang? Sie sind 30 cm, davon 12cm in der Erde.
Vielen Dank!
Liebe Grüße
Gartenschere

Gärtnerin, 24. Mai 2010, 13:43

zu 1: Weil die Wasserversorgung nicht stimmt, oder ungleichmäßig ist (zu feucht, Wurzeln verfaulen, zu trocken, Wurzeln vertrocknen) oder wg. runtergeschmissen, das Wurzelwachstum damit evtl. auch, also nicht-linear vonstatten geht und die neuen Triebe von unten nicht dauerhaft alle ernährt werden können
zu 2: Ja, würde ich machen, solange die Stecklings-Jungpflanze nicht stabil ist.
3. Kommt drauf an, wie man die Pflanze später haben will, und wo die Verzweigung gewünscht ist. Tief unten – buschig von unten, weiter oben, Verzweigung weiter oben, gar nicht, später dann vielleicht Hochstamm.
4. kann sein, dass das mit der Bewurzelung deswegen nicht so schnell und gut vonstatten geht. Aber das sollte sich irgendwann beruhigen.

Gartenschere, 24. Mai 2010, 21:46

Hallo Gärtnerin!
Vielen Dank für die schnellen Antworten!!!
Dieser Blog ist echt super!
Meinst du, ich sollte die Steckhölzer evtl paar cm kappen?
Ja, mit dem Gießen hab ich wohl das richtige Maß irgendwie noch nicht gefunden… Aber, Übung macht den Meister.
Hab vorhin noch paar Stecklinge von meinem immergrünen Schneeball Viburnum Pragense gemacht. Hab zwar hier gelesen, dass es beim Kissenschneeball nicht geklappt hat, aber ich wills versuchen und werde Blätter besprühen u ab und zu Tüte drüber. Mal sehen…
Vielen Dank!
Gartenschere

Gärtnerin, 25. Mai 2010, 17:08

Versuch macht kluch. ;-)

Scarlett, 17. Juni 2010, 05:41

Hallo Gärtnerin, habe gestern schöne Zweige vom Bauernjasmin , Weigelie und einer Forstiti geschnitten.(unten schräg, oben gerade)
Hab sie gleich in größere Blumentöpfe mit Blumenerde gesteckt, und gut angegossen. Problem: die Blühen alle schon und haben schöne Blätter. Denkst du, es Funktioniert trotzdem? Wenn ja, kann ich sie dann auch noch Heuer in den Garten pflanzen?
Liebe Grüße, SCARLETT

Gärtnerin, 17. Juni 2010, 09:48

Klar, Scarlett. Hauptsache die Blüten sind ab. Ggf. nochmal Tipps bei Stecklingsvermehrung lesen. Spätestens im September kannste auspflanzen, denke ich. ;-)

Scarlett, 17. Juni 2010, 10:11

Hallo Gärtnerin, vielen lieben Dank für Deinen Rat! Dann werd ich jetzt mal gleich nach draußen gehn und die Blüten abzupfen.

Liebe Grüße, Scarlett

Scarlett, 17. Juni 2010, 12:17

Hallo Gärtnerin, bei mir ist im Garten direkt unter ein paar Sträuchern eine Eichel (10cm) aufgegangen.
Soll ich sie lieber in einen Topf setzen und erst nächstes Frühjahr in den Garten pflanzen od. gleich? Würde sie gerne behalten.

Liebe Grüße, Scarlett

Gerhard, 17. Juni 2010, 13:11

Hallo,
ich habe leider ein großes Problem. Bedingt durch starken Sturm und Regen ist gestern bei einer wunderschönen Hochstammrose knapp unter der Krone der Stamm abgebrochen. Gibt es eine Möglichkeit, Stecklinge o.ä. auf den noch vorhandenen Stamm zu verpflanzen?

Liebe Grüße, Gerhard

Gärtnerin, 17. Juni 2010, 14:07

Sowohl als auch, Scarlett. Hab übrigens gestern auch ne Eiche eingetopft. Wenn Du sie in den Garten setzt, denk dran, wie große Eichenbäume werden!

Gärtnerin, 17. Juni 2010, 14:08

In den Fall nennt man das Reiser, Veredeln, Okulieren. Schau Dich unter den Begriffen mal um, und/oder frag einen Baumschul-Gärtner, der sich mit so was auskennt.

Scarlett, 17. Juni 2010, 14:55

Hallo Gärtnerin, danke für deine schnelle Antwort.
Ich setze die Eichel also erstmal in den Topf, und wenn sie dann nächstes Jahr etwas größer ist, setz ich sie in den Garten. Dann kann sie mir auch mein Mann nicht mehr so leicht mit dem Rasenmäher umfahren.
Liebe Grüße, Scarlett

PS: sollte sie doch mal zu übermütig wachsen, dann schneide ich sie einfach zurück

Scarlett, 24. Juni 2010, 08:29

Hallo Gärtnerin, habe vor ca. 1 1/2 Wochen Steckhölzer von Bauernjasmin, Weigelie und Forstitie geschnitten. Wie besprochen hab ich alle Blüten abgezupft und alle gleich in Blumentöpfen in Erde gesteckt und regelmäßig gegossen. Jetzt lassen alle meine Steckhölzer die Blätter hängen und die Blätter verdorren auch schon. Was mach ich falsch? Soll ich vielleicht noch etwas warten, oder soll ich es nochmal von vorne versuchen? Bitte hilf mir! Sag mal Gärtnerin, darf ich Dich fragen wie Du eigentlich wirklich heißt? Ganz liebe Grüße, Scarlett

Gärtnerin, 24. Juni 2010, 11:43

Lies die Stecklingsvermehrung-Anleitung und probier einfach Scarlett. Manchmal gehts halt auch mal schief.

Scarlett, 24. Juni 2010, 16:04

Hallo Gärtnerin, habe gerade ein paar neue Steckhölzer gesetzt. Meine Frage,: muß man diese ab und zu mal einen Dünger geben?
Liebe Grüße, Scarlett

Gärtnerin, 24. Juni 2010, 16:17

Scarlett, lies bitte die Anleitung Stecklingsvermehrung! Zur Zeit wird nicht durch Steckhölzer vermehrt.

Scarlett, 26. Juni 2010, 03:37

Meine liebe Gärtnerin, jetzt da ich weiß wie Stecklingsvermehrung richtig geht, hab ich es jetzt mal mit nem chinesischen Rotahorn probiert. Meinst du es klappt? Hast du da schon Erfahrung gemacht? Ich lass es Dich jedenfalls wissen, ob`s was geworden ist.

Liebe Grüße,
Scarlett

seppel, 27. Juli 2010, 14:27

heey,
wie sah den dein Erfolg mit den Steckhölzern aus? Sind bei dir alle angegangen (bis auf den Schneeball) oder hat auch was wieder zum Rückzug geblasen??

Marco, 03. November 2010, 20:19

Hallo Gärtnerin.
Ich will Rosen über Steckhölzer vermehren… Muss ich dafür eine bestimmt Erde benutzen wenn ich sie im Topf stecke? Anzuchterde, Blumenerder oder Gartenerde? Sind Edelrosen denn leicht über Steckhölzer zu vermehren?

LG Marco

julius, 27. November 2010, 19:58

Hallo, habe mit Interesse alle Tipps, Fragen und Antworten gelesen.
Klappt das auch in gleicher Weise mit Steckholz von Laubbäumen, z.B. Eiche, Buche, Ahorn???
MfG
julius

Christian, 28. Februar 2011, 08:40

Hallöchen! Vielen lieben Dank erstmal für deine vielen wertvollen Tipps! Spitzenmäßig!!!

Zu den Steckhölzern eine Frage:
Da ich kein “kühles Fenster” zur Verfügung habe, soll ich dann eher auf frostfreies Frühlingswetter warten und die Steckhölzer dann im Freien in Töpfe setzen? Oder doch lieber im kühlsten verfügbaren Zimmer (+15 °C?) in der Wohnung?

Liebe Frühlingsgrüße von unseren ersten Krokussen! :-)

Gärtnerin, 28. Februar 2011, 09:55

Beides geht. Da es nicht mehr lang ist, bis Du die Steckhölzer rausstellen kannst, würde ich es jetzt bei 15 Grad tun.

Christian, 28. Februar 2011, 11:47

Danke für die so rasche Antwort!
LG CK

Christian, 22. März 2011, 08:12

Hallöchen! Noch eine Frage… “Müssen” die Steckhölzer in die Gartenerde? Oder geht das auch in 20 cm hohen Planztöpfen (Containern) – im Freien? Sonst haben sie irgendwie einen natürlichen Feind – den gemeinen Labrador Retriever, dem jedes Steckchen zu gehören scheint (dieser Meinung ist zumindest er)…

Gärtnerin, 22. März 2011, 08:25

Klar geht das, wenn das “Schädlinge” abhält. *fg* Viel Erfolg!

Lou Grant, 29. März 2011, 09:44

Hallo zusammen,

vielen Dank liebe Gärtnerin für die genaue Anleitung für Steckhölzer. Habe nun im Februar also nach Deiner Anleitung einige Rosensteckhölzer in Töpfe auf eine helle, kühle Fensterbank gestellt und es sprießt und grünt, dass es eine helle Freude ist. So weit so gut.

Zwei (die ältesten) haben viele kleine grüne Blättchen, die neuerdings etwas schlapp und gelb werden. Ich glaube, ich habe es mit dem Wasser zu gut gemeint. Ich pflege einfach etwas weniger nass weiter und vertrau mal aufs Beste.

Wann können die gut getriebenen Stecklinge denn raus, z.B. auf den Balkon? Dann möglicherweise ein Mini-Gewächshaus inform einer durchlöcherten Plastiktüte drauf? Und nicht zu sonnig und warm?

Was meint Ihr?

LG und vielen Dank im Voraus! =)

[...] die später eine gemischte Blütenhecke zur Grundstückseinfriedung bilden sollen, bereits aus Steckhölzern vorgezogen. Bis zum Herbst werden diese hoffentlich schon groß genug sein, den nächsten Winter im [...]

[...] 10 Goldliguster habe ich neulich günstig online ‘geschossen’. Bei ihnen ist mir die Steckholzvermehrung leider nicht gelungen. Sie waren mir aber wichtig, weil sie durch ihr leuchtendes Laub die Hecke [...]

Steinhäuser-Dolgun, 07. Oktober 2011, 15:00

Kann mir jemand Auskunft geben? Wenn ich jetzt Stecklingshölzer ins Wasser stelle und dann erst im Frühjahr stecke im Garten, geht das und ist das sinnvoll? Ist es vielleicht besser sie jetzt im Oktober noch zu stecken? Können sie denn jetzt im Herbst noch anwurzeln oder doch besser ins Wasser stellen? Danke für eine Antwort. Gruß Traudel

schreberin, 31. Oktober 2011, 00:42

hallo gärtnerin!
ich habe einen bauernjasmin vor dem gartentor den ich gerne so wie er ist reinholen würde um ihn auf die grundstücksgrenze zu setzen;-)
da das leider nicht geht habe ich nun an stecklinge gedacht, ich würde aber gerne wissen wie lange es dauert bis der jasmin eine angenehme höhe als raumbegrenzer,bzw. irgendwann als sichtschutz hat.

kannst du mir was über die wuchsfreude sagen?
hast du ggf noch eine idee für weitere büsche in einer solchen hecke?

der garten soll eher romantisch werden…

danke schon mal!

schreberin

Klaus, 31. Oktober 2011, 08:29

Hallo Traudel!
Wenn du die Stecklinge oder Steckhölzer bis zum Frühjahr ins Wasser stellst, dann sind sie verfault wenn du sie brauchst. Besser ist es sie in Erde einzuschlagen oder einfach in die Erde stecken.
Hallo Schreberin!
Ohne der Gärtnerin vorzugreifen nur soviel! Jasmin wächst sehr schnell, aber ohne Rückschnitt verkahlt er sehr schnell. Um einen baldigen Sichtschutz zu erreichen empfehle ich dir zusätzlich schnellwachsende ein- oder mehrjährige Pflanzen wie z.B. Sommerzypressen, Tabak oder auch die Jap. Weinbeere. Diese kannst du dann, wenn der Jasmin groß genug ist, leicht entfernen. Zu diesen Pflanzen findest du im Gärtner-Blog ausreichend Infos.

Gärtnerin, 01. November 2011, 10:29

Hallo Schreberin, vergleichsweise wuchsfreudiger Strauch, aber keinesfalls so schnell wie z.B. Sommerflieder. Die Schnelligkeit hängt sehr von der Nahrhaftigkeit des Bodens ab, ich würde aber meinen, dass schon mindestens drei bis fünf Jahre ins Land gehen, bis aus einem Bauernjasmin-Steckholz ein großer Strauch geworden ist.

Miro99, 10. November 2011, 13:51

Hallo Schreberin!

Gefallen dir (als Übergang?) Forsythien? Blühen hübsch gelb, wenn man sie nicht als strenge Hecke schneidet sehen sie auch ganz nett aus, und eine Forsythie wächst ja recht schnell – im Vergleich…

Marie, 14. März 2012, 15:40

Hallo,

meine Steckhölzer haben alle schon süße Triebe – ich freu mich riesig, da ich bisher nur Balkonerfahrung hatte und das mein erstes Gartenexperiment ist! Jetzt wollte ich nur fragen, wann ich sie denn aus der engen Steckung in dem einen Topf nehme und ich meine aus den Antworten verstanden zu haben, dass ich mit dem Auspflanzen in den Garten dann auch noch ein bisschen länger warten muss?!
Vielen Dank für die tolle Anleitung und hoffentlich auf baldige Antwort.

Klaus, 14. März 2012, 16:19

Hallo Marie !
Erst umsetzen wenn die Wurzeln aus dem Topfboden herauswachsen. Bei vielen Steckhölzern kommen die Triebe vor den Wurzeln, denn sie nehmen den Saft über die Rinde auf bevor sich Wurzeln bilden.

Marie, 17. März 2012, 16:48

Hallo Klaus!
Na das ging ja super schnell mit der Antwort.Dann gedulde ich mich einmal.
Vielen Dank

Klaus, 18. März 2012, 07:20

Gern geschehen!

Marco, 08. April 2012, 22:39

Hallo!
Ich habe vor 2 Wochen ein Felsenbirnen-Steckholz in ein Glas mit Regenwasser gestellt. Dieses hatte ich letztes Jahr von einer Mutterpflanze bekommen und es hat den Winter über im Garten in der Erde verbracht (Gesamtlänge ca. 30cm, in der Erde 10cm). Nun konnte ich es kaum glauben: Bis heute sind an 5 stellen Triebe gekommen, an zwei davon bereits richtig kleine Blätterchen zu erkennen :-)

Nun meine Fragen:
1) Wann kann man mit Wurzelbildung rechnen? (Ungeduld…)
2) Bilden sich die Wurzeln nur am unteren Schnittpunkt oder kommen die auch seitlich aus der “Rinde”?
3) Es ist an einigen Stellen so eine Art weisser Fussel zu erkennen – was ist das? Ist das Grund zur Besorgnis?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten!

Klaus, 09. April 2012, 09:50

Hallo Marco !
Bei dem Steckholz entwickelt sich auch Austrieb ohne Wurzelbildung. Das Wasser wird dann über die Rinde aufgenommen. Dein Steckholz steht eindeutig zu nass und dadurch auch die Schimmelbildung (weisser Fussel). Es wäre besser gewesen du hättest das Holz in der Erde gelassen.Noch ist es nicht zu spät. Die Felsenbirne bewurzelt an sich sehr gut und ich habe ein Ergebnis von etwa 90% bei der Naturform und auch bei der “Prince William”. Ich drück dir die Daumen ! Das Holz wieder in die Erde und ein Glas drüber. Alle 2-3 Tage mal für ein paar Stunden lüften so wie es die Gärtnerin beschrieben hat.

Gärtnerin, 09. April 2012, 13:13

Hallo Marco,

zu 1: Geduld!
zu 2: Oft auch aus der Rinde
zu 3: Wenn der weiße Fussel so eine ARt Wucherung an Rinde oder Schnittstelle zu sehen ist, handelt es sich um Kallus-Gewebe. Das ist Wachstumsgewebe und bildet sich vor den Wurzeln. An Stellen mit Kallusgewebe wachsen dann die Wurzeln heraus.

Marco, 09. April 2012, 21:00

Hallo, Gärtnerin!

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen, ebenso an Klaus!

Ich habe jedoch noch einen “Nachtrag zu Frage 3″:
Im Bereich, welcher im Wasser steht haben sich ein paar kleine, weisse Punkte gebildet, die etwa so aussehen wie kleine Pickel. Es handelt sich dabei um ca. 5-6 Stück (gestern erstmalig bemerkt). Davon aber keines direkt an der unteren Schnittstelle.
Das ist warscheinlich das Kallus-Gewebe, korrekt?
Dann hat sich aber unten an der Schnittstelle und auch an einem unterhalb des Wasserspiegels befindlichen “alten Astlochs” (verzeiht meine unfachliche Ausdrucksweise) ein weisses Fusselzeuch gebildet, welches sich beim Bewegen des Glases (wie Algen) hin- und herbewegt. Ist das auch Bestandteil des Wachstumsprozesses oder – wie Klaus vermutet – Schimmel?

Eine Frage noch:
Wir fahren nächste Woche für 14 Tage in Urlaub. Kann ich bedenkenlos die Felsenbirne im Wassrglas lassen oder sollte ich sie vorher einpflanzen? (Es ist jemand da, der bewässern kann)

Viele Grüße,
Marco

Gärtnerin, 10. April 2012, 12:09

Ja, weiße Punkte = Kallus. Weißes Fusselzeugs ist fürs Wachstum nicht nötig. Das kannst Du beim Wasser-Austauschen wegkriegen. Solange das Steckholz nicht vertrocknet, ist alles egal, wenn Du länger weg bist.

HG, 22. Mai 2012, 13:33

Dass die Steckhölzer austreiben, bedeutet noch lange nicht, dass sie auch Wurzeln bilden. Da sollte man nicht zu grosse Hoffnungen wecken.

Um das mal vorauszuschicken, ich habe schon viele Pflanzen mit Steckhölzern erfolgreich vermehrt, etliche Rosen, Hortensien, Buddleia, Lavatera usw.
Ich habe das Verfahren ausprobiert und meine Skepsis bestätigt gefunden, denn von ca. 100 Steckhölzern sind noch 2 ein wenig am Leben, der Rest nicht. Und auch für diese beiden würde ich nicht garantieren.
Das entspricht auch meiner Erfahrung aus früheren Versuchen.
Beim Versuch (Temperatur und alles andere optimal) wurden auch Steckhölzer von Rosensorten verwendet, die leicht zu vermehren sind nach meiner Erfahrung, nämlich James Galway und Brother Cadfael. Beim Stecken neben die Mutterpflanze hatte ich schon Anwachsraten von 70 Prozent, aber bei der hier vorgestellten Methode eben nicht.
Ich habe auch keine Erfolgsmeldungen gelesen. Aber vielleicht kommen die noch?
Mit freundlichem Gärtnergruß
HG

Gärtnerin, 22. Mai 2012, 14:38

Interessant zu lesen, HG. Fast alle meine selbst vermehrten Sträucher sind so entstanden (wenn nicht aus Stecklingen), darunter die oben genannte, etliche Ligusterhecken (dokumentiert z.B. hier)und ich weiß nicht was sonst noch in den letzten 15 Jahren. Eine so niedrige Erfolgsquote kann ich mir kaum vorstellen, wenn sonst alles optimal war. Aber dann mach´s doch einfach so, wie Du Erfolg hast. ;-)

HG, 22. Mai 2012, 23:02

Mag sein, daß die Erfolgsquote bei Liguster so ist. Bei (Rispen-) Hortensien glaube ich das sofort, die wurzeln bei mir immer. Bei Rosen habe ich weiterhin Zweifel, und nur die habe ich gesteckt.
Ich finde es einfach zur Vermeidung von Enttäuschungen wichtig, Unerfahrene darauf hinzuweisen, daß Austreiben in keiner Weise gleichbedeutend ist mit Wurzelbildung, und das ist mir in der Beschreibung nicht deutlich genug geworden.
Aber wenn das bei Dir klappt, weiterhin viel Erfolg…
Mit freundlichem Gärtnergruß
HG

Susanne B, 23. Mai 2012, 09:52

Echt, die Rispenhortensien wurzeln bei Dir immer? Dann sollte ich es vielleicht auch noch mal versuchen. Bei meinem Versuch vor zwei Jahren habe ich nämlich mit meiner Pinky Winky die Erfahrung gemacht, dass Austreiben in der Tat nichts über Wurzelbildung aussagt.

HG, 23. Mai 2012, 21:54

Liebe Susanne, den Namen meiner Hortensie weiß ich nicht, aber die Steckhölzer (ca. 30 cm) sind in der Tat alle angegangen und haben teilweise im zweiten Jahr schon geblüht. Daraufhin habe ich dieses Frühjahr nicht mehr gesteckt. Im Garten gesteckt, nicht im Topf, im Frühling oder im Herbst beim Rückschnitt. Ich habe Lehm, Rheinland.

Susanne B, 24. Mai 2012, 08:22

Moin HG,
danke für die Tipps, probier es auf jeden Fall noch mal mit längeren Steckhölzern, meine waren eher um die 15 bis 20 cm lang. Wie tief steckst Du sie? (Mit Garten wird das leider nix, ich bin Balkongärtnerin – deswegen will ich mir auch ein kleineres Exemplar nachziehen, bevor mich mein gegenwärtig im üppig werdendes den Zugang zum Balkon ganz verwehrt.)

Gärtnerin, 24. Mai 2012, 09:17

Bei Rispenhortensie bin ich auch gespannt, die habe ich dieses Jahr erstmals gesteckt, und zwar in den Boden.

HG, 24. Mai 2012, 19:18

Die müssen fast ganz in den Boden, nur 2-4 Zugaugen lasse ich rausgucken. Die Rinde leicht verletzen im unteren Teil, unten knapp unter einem Knoten schneiden.
Das Problem ist auf dem Balkon häufig die Wasserversorgung, und das habe ich im lehmigen Boden kaum.
Viel Erfolg!
P.S.
Nicht so zufrieden bin ich mit der Wuchsleistung der neuen Hortensien, aber das wird schon noch, denke ich.
Am besten vermehrt sich bei mir die Rose James Galway, wirklich erstaunlich. Bei anderen kann ich machen, was ich will…

Fee, 09. August 2012, 11:29

Hallo Gärtnerin,
mit Hingabe habe ich deinen interessanten Beitrag gelesen.
Im Moment habe ich das Problem, dass ich drei Wochen auf Achse bin. Leider habe ich mich in einen gelben Schmetterlingsstrauch verguckt ;-)
Was könnte ich unternehmen um mir davon einige Büsche heran zu ziehen? Was empfiehlst Du? Einschlagen und drei Wochen herumtragen? Wäre nett von dir zu hören!
Gruß Fee

Gärtnerin, 09. August 2012, 11:59

Wie bei Anleitung Stecklingsvermehrung beschrieben, Tüte drüber, ab in den Schatten, und für eine Weile vergessen. :-)

Viola, 26. September 2012, 20:24

Hallo Gärtnerin,

da ich zum ersten mal eine Vermehrung über Steckholz versuche (Jostabeere und Schneeball) meine Frage dazu:
Ich habe gelesen, dass die Steckhölzer jetzt im Herbst in feuchten Sand überwintert werden sollen. Hier lese ich nun von feuchter Erde. Soll ich den Sand mit Erde mischen oder die Hölzer lieber gleich in Erde umsetzen. Für einen schnellen Rat wäre ich dankbar, da die Jostabeere mir wichtig ist.

Grüße Viola

Klaus, 24. Januar 2013, 15:42

Die Temperaturen sind derzeitig relativ günstig für die Vermehrung mittels Steckholz. Durch den Temperaturschock werden der Austrieb und die Wurzelbildung angeregt. Ich habe nochmal Steckhölzer von Kiwi und Vierbeere nachgesteckt. Bisher sieht es ganz gut aus. In der kommenden Woche soll es ja wieder etwas wärmer werden und dann sind auch wieder die Pfirsiche mit spritzen dran. Siehe auch “Patient Pfirsich”.
Mir wird es im Garten nie langweilig.

haselmausdd, 24. Januar 2013, 15:58

Hallo Gärtnerin, mit großem Interesse habe ich die Beiträge gelesen und muß sagen – Hut ab vor den vielen tollen Erfolgen der anderen ;-)! Hab fast regelmäßig versucht, meine Rosen über Steckhölzer zu vermehren – ebenso regelmäßig mit 0-Erfolg;-(((! Keine Ahnung was ich falsch mach. Im Wasserglas, gleich in Erde, mit und ohne Austrieb-alles ausprobiert. Hab im Garten eine sehr schöne gelbe, stark duftende und großblütige alte Rose stehen und möchte diese zu gern vermehren. Hat es mit der Jahreszeit oder bestimmten Monaten zu tun, ist diese Rose evtl. zu alt, wenn man die Hölzer schneidet oder steckt? Bitte gib mir Deinen Rat!

haselmausdd, 24. Januar 2013, 16:10

Da fällt mir doch gleich noch eine Frage ein: In den Blumenläden gibt es oft Edelrosen, welche bereits ausgetrieben haben. Ob Kurz- oder Langstielig – hab es auch mit solchen Exemplaren versucht! Kein Erfolg.
Hatte einen Rosenstrauß zwischen 2 Computern stehen – dieser ging trotz guter Pflege nach ein paar Tagen ein! Wie bereits vorher ein Jasmin und auch ein Teil von einem Zimmerhibiskus. Kann es sein, dass der Computerlüfter (oder Elektrosmog?) diesen Pflanzen schadet? (Oder mag mein Chef meine Kultur am Arbeitsplatz vielleicht nicht???) Den Rest von dem Hibiskus hab ich jetzt ans Fenster gestellt und er treibt langsam wieder aus!Ist wirklich komisch, dass die Pflanzen eingegangen sind. LG

Klaus, 24. Januar 2013, 19:19

Hallo Haselmausdd !
Nicht umsonst habe ich den Kommentar zum jetzigen Zeitpunkt geschrieben.Der Temperaturschock wirkt sich positiv auf den Austrieb der Steckhölzer aus. Unterstützen kannst du das noch durch Stecklingsbewurzelungspulver aus dem Gartencenter. Tröste dich damit,dass auch bei den “Anderen” nicht alles gelingt und mit Vorliebe nicht über Mißerfolge, sondern über Erfolge berichtet wird.
Mit deiner Vermutung über die Ursache für das Pflanzensterben durch den Elektrosmog kannst du richtig liegen. Nimm doch einfach die Pflanzen aus der direkten Linie zwischen den beiden Elektrogeräten.

Gärtnerin, 25. Januar 2013, 09:57

Großblütige/alte Sorten/Edelrosen sind oft schwierig und zimperlich, Haselmaus. Ich habe viele alte, großblütige Rosensorten ge-steckholzt in der Vergangenheit, und sie sind alle nichts geworden. Auch bei Stecklingen gabs Probleme. Solche Rosen sind selbst oft schwachwüchsig (+ wurzelfaul) und brauchen wirklich die Veredelungsunterlage, um gut zu gedeihen.

haselmausdd, 25. Januar 2013, 11:17

Vielen lieben Dank für eure Antworten! Die Pflanzen hab ich aus der Schußlinie genommen-Hibiskus treibt aus dem einzig verbliebenen Sproß wieder aus (und meine täglichen Kopfschmerzen sind tatsächlich auch nicht mehr so schlimm-Tatsache!!)! Freu mich sehr drüber. Der Computer des Kollegen hat eine andere Stellung bekommen! Scheint wirklich was dran zu sein!
Mit meinen Versuchen bei der Gartenrose werd ich sicher noch weitermachen, sie ist einfach zu schön und auch wenn es tolle Rosen von meinem Schatz gibt. Kann es einfach nicht lassen. Habt ihr in eurem Blog eine Seite über das Veredeln der Rosen? Hab da noch nicht nachgesehen!

Bin schon recht lange Gast auf diesen Seiten und möchte allen, welche hier hilfreiche Komentare und Tips abgeben, ein dickes Lob aussprechen!Find auch die Tips für Bastler immer wieder schön und anregend – Winterarbeiten für Keller-Bastelarbeiten!

Gärtnerin, 25. Januar 2013, 11:23

Soweit ich mich erinnere nur das hier. Ansonsten mal suchen nach “(Rosen) okulieren”, oder jemand fragen, der das kann – vielleicht in Steinfurth oder so.

tauricon, 02. Februar 2013, 09:01

Hallo Gärtnerin, Dein Blog gefällt mir sehr und hat mich dazu inspiriert, mitten im Januar ein Kletterrosen-Steckholz in einen Topf mit Anzuchterde zu packen. Angegossen habe ich mit Vitanal Wachstumsstarter. Jetzt, nach 3 Wochen, ist der Austrieb 10 cm lang, und sprengt bald die Abdeckung, juhu! Meine Frage: Wann und wie beginne ich zu düngen? Darüber habe ich im Netz nicht finden können.

Gärtnerin, 03. Februar 2013, 12:40

Boah! Toll! Düngen nach Händchen, würde ich sagen. Erstmal länger nicht oder jedenfalls kaum, das bringt die Wurzeln dazu, sich auf der Suche nach Nahrung gut zu entwickeln. Wenn es wirklich nötig wird, sollte sich das Wachstum obenrum deutlich verlangsamen /vermickrigen.

Schlimmesmaedi, 06. März 2013, 00:44

Hallo Gärtnerin.

Erstmal ein riesengroßes Lob für den tollen Blog. Da kommt selbst eine gartenunlustiges Etwas wie ich in die Verlegenheit, plötzlich Sträucher und Co. selber ziehen zu wollen.
Nun habe ich mir nach Anleitung mehrere Steckhölzer geschnitten und in erdgefüllte Töpfe getan.
Nach recht kurzer Zeit haben sich schöne lange Austriebe gebildet.
Heißt das automatisch, dass sich auch Wurzeln gebildet haben? Oder eher noch nicht? Woran merk ich Wurzelbildung? Ich trau mich nämlich nicht, mal vorsichtig nachzugraben ^^

Fragende Grüße
Maedi

Gärtnerin, 06. März 2013, 08:52

Die Wurzelbildung geht meist etwas langsamer als die Triebe bei dieser Art Steckholz-Vermehrung, also Geduld (bis April/Mai, würde ich schätzen)! :-)
Möglichst nicht so warm stellen jetzt und bald geschützt raus, sonst schießen die Triebe und werden schwächlich. Freut mich, dass hiermit gartenunlustige Etwasse infiziert werden können. :-))))

Bäumchenfee, 06. März 2013, 16:16

Liebe Gärtnerin, ich versuche seit Jahren den Franzosen- oder Felsenahorn (A.monspessulanum) zu vermehren. Deine Kenntnisse geben mir neuen Mut, bisher hatte ich keinen Erfolg. )-8
Habs allerdings mit jungen, verholzten Trieben im Juni versucht, wie meine Bücher mir empfohlen hatten (: . Kann ich Deine Methode mit Steckhölzern auf meine Laubbäumchen-Liebe übertragen? Gerade bricht der Frühling aus – isses schon zu spät?? Sonnige Grüße

Gärtnerin, 07. März 2013, 09:25

Manchmal ja, manchmal nein je nach Art. Mit Ahorn habe ich noch nie Erfolg gehabt. Zeitpunkt: Probieren geht immer, auch spät.

Bäumchenfee, 07. März 2013, 13:45

Danke dir – ich geh dann mal auf Steckhölzer – Fang, es gibt nur vereinzelt solche Bäume. Wenns ein Erfolg wird, melde ich mich mit Details. Wunder gibt es ja immer wieder: über diesen Winter ist mir in der Glasvase am Südfenster eine Crysanteme bewurzelt, jetzt blüht sie!!! Allerdings steckt sie immernoch im Wasser. ich hoffe, nach dem Eintopfen lebt sie weiter…
Bis später!

haselmausdd, 16. Januar 2014, 14:33

Hallo Gärtnerin, ich konnte es nicht lassen und hab es noch einmal mit einer Rose als “Steckholz” versucht. In einer Limonadenflasche. Entsprechend lang (ca. 25 cm) war der Steckling und hat doch tatsächlich ausgetrieben! Nun würde ich gern wissen, ob ich den Steckling in Anzuchterde umsetzen sollte, damit er nicht verfault. So lang lassen und in eine Tüte mit Erde? So hohe Töpfe hab ich gar nicht.
Verflixt, ich weiß schon nicht mehr wie die Rose ausgesehen hat, aber sie muß schön gewesen sein – sonst hätte ich es nicht versucht. Und ein Versuch mit evtl. Happyend wäre super! Vielen Dank für eine evtl. Antwort und liebe Grüße!

Gärtnerin, 16. Januar 2014, 17:47

Das würde ich eher als Wasserglas-Bewurzeln bezeichnen als als Steckholz-Vermehrung. Falls Du keinen tiefen Topf hast, würde ich den unteren Teil des Stängels einkürzen, halt so dass ordentlich Wurzeln dran bleiben, wenn das möglich ist.

haselmausdd, 20. Januar 2014, 14:28

Hallo Gärtnerin, vielen Dank für den Tipp. Die Flasche ist zwar durchsichtig, jedoch Wurzeln kann ich leider noch keine erkennen. Es sind aber bereits aus den Seitenaugen Triebe geschoben. Wenn man es so ausdrücken kann. Könnte evtl. Bewurzlungspulver helfen? Eine Tüte stell ich mir recht praktisch vor, da Rosen doch auch manchmal so verschickt werden. Tüte mit Erde füllen – flach drücken – etwas Bewurzlungspulver drüber – Rosenstengel rein – angießen und leicht zusammenrollen und zubinden!?! So kann ich dieses Paket auch in einen etwas höheren Übertopf stellen und beobachten. Im Wasser wird es früher oder später verfaulen – wie so mancher versuchter Ansatz davor. Ich probiere es einfach mal und werde berichten. Liebe Grüße aus Dresden
P.S. Kennt jemand evtl. Pflanzenbörsen in der Nähe von Dresden? Von den Events der alten BL wird viel geschrieben, aber hier bei uns hab ich (außer auf dem Trödelmarkt!) noch nichts davon gehört! Tipp wäre nett!

[…] Ein Beitrag aus dem Gärnerblog […]

haselmausdd, 14. Februar 2014, 13:56

Bericht über den Wasserglasstecklingsversuch! – Leider ist der obere Teil des Stecklings schwarz und dürr geworden und die Austriebe, welche schon recht weit waren, haben sich in ein trauriges Braun verwandelt! Auch mich macht es ganz traurig. Hab zwar noch Hoffnung, dass im unteren Teil in der Erde evtl. noch was treibt und nur noch nicht zu sehen ist, aber wenn nicht, dann — auf zu einem neuen Versuch!! Danke Pingback für den Link, hab reingesehen und freu mich auf die neuen Versuche. Auch missglückte Erfahrungen sind neue Erfahrungen.
Und heute ist Valentinstag = RosenvomSchatzTag!!! LG Gundula

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