Wühlmausbekämpfung, Ultraschall
Sharim hat ein Wühlmausbekämpfungs-Problem im Garten, und nix gefunden hier:
“Hallo Gärtnerin,
habe auf der ganzen Gärtnerblog-Seite leider (oder zum Glück für alle anderen Beteiligten?) Nichts über Wühlmäuse gefunden. Im restlichen Internet findet sich auch kein wirklich vielversprechender Hinweis zur Vertreibung. Am ehesten scheint es noch mit Ultraschall zu funktionieren, aber ehrlich gesagt habe ich da Bedenken, wie sich das auf andere Tiere, wie Katzen, Hunde, Vögel auswirkt. Könnten Sie die Frage mal weitergeben, ob jemand schon Erfahrung mit Wühlmäusen und/oder Ultraschallgeräten hat? In meinem kürzlich übernommenen Gartenhäuschen finden sich nämlich nur völlig brutal aussehende Zangenfallen, die ich auf gar keinen Fall einsetzen möchte.”
Tatsächlich gibt es keinen Wühlmaus-Beitrag hier, weil ich glücklicherweise keine im Garten habe. Habe aber andernorts schon ganze Bäume wegen Wühlmaus-Fraß an den Wurzeln umfallen sehen. Wühlmäuse sind ne ernste Sache, Bedrohung nicht nur für Blumenzwiebeln. Erfahrung mit Bekämpfung habe ich wie gesagt glücklicherweise keine, und kenne vom Hörensagen auch nur die Lösung, dass man Blumenzwiebeln und so in wühlmaus-sichere Pflanzkörbe setzt. Ob Ultraschall gegen Wühlmäuse hilft, und das dauerhaft? Da habe ich beschränkte Hoffnung, nachdem ich beim Maulwurf-Vertreiben-Beitrag die Kommentare mitgelesen habe…..
Wer also kann Wühlmaus-Bekämpfungs-Tipps in Form von Erfahrungen beitragen? Was ist da sinnvoll?
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21 Kommentare bisher
KommentierenAuch ich muss mich mit der Wühlmausplage auseinandersetzen. Deshalb vertreibe ich schon frühzeitig den Maulwurf, sobald ich seine Aktivität feststelle, obwohl der ja bei weitem nicht solche Schäden anrichtet. Aber die Wühlmäuse machen sich die Arbeit des Maulwurfs zunutze und nisten sich in dessen vorgegrabenen Gängen ein. Einen wirklich sichtbaren Schaden richten die Wühlmäuse bei mir vor allem in der Übergangszeit von Winter zum Frühjahr an, wenn ihr Tisch nicht so reich gedeckt ist. Bei mir hat das Ultraschallgerät keine Hilfe gebracht. Ich will s ab dem Herbst mal mit Kastenfallen versuchen. Eine sehr gute und informative Seite findet man unter: http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartenpraxis/pflanzenschutz/wuehlmaeuse-erfolgreich-bekaempfen-13513 . Ich habe vor, zwei Neudorff Fallen anzuschaffen, da deren Programm nach meiner Erfahrung auf den Tier- und Pflanzenschutz Rücksicht nimmt.
Man sollte auch bedenken, daß andauernde “Beultraschallung” über einen längeren Zeitraum krank machen kann! Kopfweh, Depressionen, Migräne sind nur einige Symptome. Sollte man also nur da einsetzen, wo nicht unmittelbar daneben gewohnt oder aufgehalten wird. Nur, weil wir Ultraschall nicht hören, heißt das nicht, daß er uns nicht beeinflußt ;-) Der gegenteilige Ton Infraschall (sehr tiefe Töne) kann in gewissen Frequenzen sogar Bewußtlosigkeit auslösen.
Mit Wühlmäusen hatte ich (toitoitoi) auch noch nie ein Problem – der Katze sei Dank ;o).
Bei uns hat der Einsatz von etlichen “Wühlmausschockern” geholfen. Das sind batteriebetriebene, ca. 25 cm lange, nagelförmige Apparate, die man an verschiedenen Stellen im Garten einfach in die Erde steckt. Diese Apparate senden akkustische Signale aus, die allerdings auch vom Menschen gehört werden. Also nicht gerade für das Beet neben der Terrasse geeignet ;-)
Der Erfolg stellt sich allerdings nicht von heute auf morgen ein. Ein bisschen Geduld ist schon erforderlich.
Königskerzen anpflanzen, Glasscherben rund um die zu schützende Pflanze vergraben (wäre mir zu riskant – Verletzungsgefahr) oder Schleiereulen oder Hermeline ansiedeln.
Habe meine Wühlmausgänge leicht geöffnet,
dann den Gang entlang, Katzenstreu ausgestreut.
Hat prima geklappt.
In der nächsten Woche versuchten sie es noch einmal
an einer anderen Stelle.
Nochmal Katzenstreu, seitdem habe ich endlich Ruhe.
@all: Vielen, lieben Dank für die Hinweise.
@agathe: wirklich super informativ die Seite.
@johanna: die idee hatte ich heute morgen auch und nach deinem tipp direkt in die Tat umgesetzt.
Ich muss mal ganz doof fragen: Meint ihr mit Katzenstreu den Inhalt des Katzenklos, also mit … äh … Katzendreck?
Wenn ja, dann halte ich das sogar als Nicht-Wühlmaus-Besitzerin für erfolgversprechend. Habe nämlich mal gelesen, dass man gegen Marder ausgekämmte Hundehaare auf dem Dachboden positionieren soll. Leute, die das noch toppen wollten, haben angeblich im Zoo um Tiger- und Bärenhaare gebettelt. (!!!)
Mit Menschenhaaren funktioniert es nicht, obwohl der Mensch der größte Feind des Marders ist.
Dann hat es wohl auch wenig Sinn, “Menschenstreu” in die Wühlmauslöcher zu packen. Oder etwa doch? (:))
Unser Kater hat das Klo zuletzt vor ca. sechs Wochen benutzt als er nach dem Umzug Ausgangssperre hatte und natürlich war kein Katzendreck mehr drin. Aber da ich Klumpstreu benutze, das ja nur sozusagen ausgesiebt wird und Wühlmäuse einen überaus guten Geruchssinn haben sollen, hoffe ich doch sehr, dass das reicht. Hmmm, Klumpstreu, da werden die Gänge jezt sicher wie zubetoniert sein.
Für alle, die sich vielleicht wundern, warum unser Kater sich nicht persönlich um das Problem kümmert: Er ist schon etwas älter, so ca. 14 oder 15 Jahre alt und das Jagen ist nicht (mehr) sein größtes Hobby.
Jaja, da isses dann plötzlich wieder ok, wenn der Garten nach Katzenpipi riecht ;-)
Sorry, konnt ich mir nicht verkneifen.
Sharim, am Alter alleine dürfte das nicht liegen, wenn der Kater ansonsten fit ist. Eher an zu gut gemeinten Portionen im Napf. Meine 14-jährige Kätzin war tagein tagaus auf den Wiesen gesessen und hat fast täglich ne Wühlmaus heimgebracht. – Bis einmal ein Auto schneller und stärker war…
Hm, die Idee mit dem Katzenstreu war mir eigentlich geläufig, aber irgendwie total entfallen. Ist aber eigentlich sinnvoll, denn wenn alles nach Katze riecht (unterirdisch), sollten sich die Mäuse nicht mehr wohl fühlen.
womit wieder mal bewiesen wäre: Frauen arbeiten länger, ausdauernder und effektiver als Männer.;-)
Ganz ehrlich Sharim, ich hatte es auch gedacht und überlegt, ob ichs schreiben soll, hab mich aber dann anders entschieden ;-) So von wegen… naja.. is ja ein Kater, also ein Mann… und Männer… pfft. Warum jagen, wenn man sein Fresschen leichter kriegen kann.
Ich weiß schon, warum ich seit 20 Jahren ausschließlich Kätzinnen habe ^^
Das hatte ich natürlich vergessen, oder auch gedacht, es ist selbstverständlich, das es benutztes Katzenstreu sein muss.
Aber vielleicht bringt es ja auch etwas, wenn man frisches benutzt.
Na ich weiß nicht, sollte man mal ausprobieren.
So wird bei mir gleich das Katzenklo entsorgt, der Inhalt natürlich.
Viel Glück damit!
Das Problem haben wir mit frischem Katzenstreu gelöst. Da wir keine Katze haben, hatten wir keine andere Möglichkeit, aber so hat es auch geklappt, es dauert zwar etwas länger, na ja, Geduld ist auch hier angesagt.
Hey Sharim,
was machen Deine Wühlmäuse?
Hat das Katzenstreu auch bei Deinen Wühlmäusen gewirkt. Es würde mich wundern, wenn nicht. Bei uns in der ganzen Nachbarschaft haben wir sie so alle vertrieben.
Gruß von Johanna
hallo, liebe Wühlmausgeplagte, ich bin auch von allein auf die Idee mit dem Katzenkloinhalt gekommen, leider im Winter, jetzt Ende Februar kann ich endlich beobachten, ob die Methode etwas bringt. Klingt für mich sehr logisch, denn was riecht für eine Wühlmaus ekelhafter!
Ich bin in der gücklichen Lage eine Vielzahl von Helfern bei der Wühlmausbekämpfung im Garten zu haben. Krähen, Dohlen, Katzen, Marder, Paula meine Ringelnatter und nicht zuletzt die Maulwürfe (sie fressen den Nachwuchs der Wühlmäuse). Aus dem Grunde bin ich von den Fallen abgekommen.
Durch Zufall bin ich auf eine Idee gekommen. Da ich einen hohen Anfall an Sägespänen von Fichten habe, mischte ich die Späne unter die Erde bei Neupflanzungen um diese lockerer zu halten. Als Schutz des Wurzelballens gebe ich auch noch auf die Baumscheibe eine Schicht Späne. Seitdem habe ich Ruhe. Die Wühlmäuse mögen den Duft von Koniferen nicht und werden durch deren Duft irritiert. Im Frühjahr streue ich die Späne auf den Rasen und beim Mähen werden diese mit aufgenommen und kommen auf den Kompost. Dadurch wird aus dem Gras keine Silage sondern Kompost. Außerdem werden die Späne umweltfreundlich entsorgt.
Hallo zusammen,
sorry bin neu hier und völlig verzweifelt. Jetzt wo der Schnee weg ist – sieht man bei uns das gesamte Ausmaß der Verwüstung. Ja ich kann schon kein anderes Wort mehr dafür finden. Der gesamte Rasen sowie alle Beete sind von Wühlmäusen verwüstet. Die Buchsbäume, der Lavendel, der Fenchel ganz zu Schweigen von meinen Rosen – teilweise alles “ausgebuddelt” und die Wurzeln abgefressen. Ich glaub im übertragenen Sinne kann es nach einem “Bombenangriff” auch nicht schlimmer aussehen. Wir haben unseren Garten in den vergangenen 2 Jahren mühsam angelegt (Neubau) – und jetzt können wir wieder von Vorne anfangen….
Allerdings müssen wir diese “Monster” erstmal loswerden. Frage ist bloß wie. Werde es jetzt mal mit Katzenstreu versuchen – aber es sind so viele Löcher/Gänge – hab’ keine Ahnung wo ich da anfangen soll….
Gibt es noch irgendwelche Tips, die ich evtl. beherzigen oder zusätzlich anwenden sollte?
Danke, Petra
Versuch es mit Katzenstreu, obwohl es auch nicht die optimale Lösung ist.
Unsere Beete sehen genauso aus, ich versuch jetzt Hundehaare in die tiefen Furchen zu legen.
Werde mir eine Tüte voll von einem Hundefriseur holen, wo auch unser Hund getrimmt wird.
Nach diesem Winter haben wir wohl alle Probleme mit Wühlmäusen,Kaninchen und was sonst noch so hungrig ist. Aber es ist ärgerlich, da ja soviel Arbeit darin steckt.
Ich wünsche Dir viel Erfolg
Hallo Petra !
Wenn du nichts gegen die chemische Keule hast, dann versuch es doch mal mit “frunax f+d” von
Delicia. Nur wenige Köder in die Löcher und es wird für deinen Garten reichen.Katzen gehen, zu deiner Beruhigung, nicht dran. Lies doch bitte mal meinen Beitrag vom 20.02.2010.
Vor zwei Wochen hatte ich auch das erste Mal Besuch von einer Wühlmaus in meinem Garten, seitdem wir hier wohnen (jetzt 3 Jahre). Ansonsten sind die Tierchen wohl immer im direkt angrenzenden Acker geblieben, aber diesmal war meine Petersilie zu verführerisch…
Mit folgender Methode bin ich die Wühlmäuse (zumindest vorläufig) losgeworden: Ausgehend vom letzten Hügel habe ich immer abwechselnd einen Hügel aufgegraben und 3 Zehen Knolauch (zerkleinert) in den Gang gelegt, in den nächsten mit Lampenpetroleum getränktes Klopapier und beim dritten Hügel den Gang auf ca. 30 cm freigelegt.
Nach zwei Tagen gab es bis heute keine neuen Hügel mehr, und eine tote Wühlmaus lag mitten auf dem Gartenweg. Keine Ahnung, wie das passiert ist…
Und die umgekippte Petersilie läßt sich mit den minimalen Restwurzeln noch im Wasserglas auf der Fensterbank retten. Gibt dann die nächte Zeit öfter mal Petersiliensouße ;-)
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