Bohnenkraut-Aussaat
Mal wieder auch einige Bohnenkraut-Samen (Satureja hortensis) unter die Erde gebracht. Das braucht man natürlich als Kräuter-Beigabe zu den selbst geernteten Bohnen, und muss man jedes Jahr neu machen, weil (Sommer-)Bohnenkraut einjährig / nicht winterhart ist.
Zander-Info dazu: Sommer-Bohnenkraut = Satureja hortensis, nicht winterhart, Winter-Bohnenkraut= Satureja montana, winterhärter (ggf. mit Winterschutz). Beide sind – dabei ist Bohnenkraut doch irgendwie so ur-deutsch – nicht heimisch bei uns, sondern im Mittelmeerraum. Familie der Lippenblütler.
Die Samen sind unspektakuläre kleine dunkle Kügelchen:
Saat-Info Bohnenkraut
Aussaat im März/April drinnen, in einem größeren Topf, Samen nicht oder nur leicht mit Erde bedeckt. Lichtkeimer. Keimdauer gefühlte 10 Tage bis 2 Wochen. Pikieren und Hätscheln is nich. Später kommt der Bohnenkraut-Jungpflanzen-Topf-Inhalt entweder gleich am Stück oder in zwei-drei Teilen in den Garten-Boden, wo die Pflanzen dann als Tuff weiterwachsen. Beim Einpflanzen entspitze ich sie für bessere Verzweigung. Bohnenkraut soll Läuse von den Bohnen fernhalten, und eignet sich daher für Mischkultur mit Bohnen. Kann ganz gut vorübergehende Trockenheit ab, und gehört daher zu den Kräutern, die man nicht in zu schweren feuchten nassen Boden setzen sollte, sondern z.B. auch in eine Topf, eine Kräuterspirale oder so, wo das Erdreich einigermaßen gut abtrocknen kann.
Bohnenkraut konservieren
Ernte am besten vor der Blüte, weil das Aroma dann am intensivsten ist. Aufheben kann man das Bohnenkraut ganz gut in getrockneter Form. Kräutersträuße über Kopf hängen und trocknen, später gut trocken, kühl und dunkel aufbewahren.
Friert auch jemand ein? Bringts das? Hab ich noch nie probiert.
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8 Kommentare bisher
KommentierenBohnenkraut ist eines meiner liebsten Kräuter. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Winterbohnenkraut gemacht. Meins wohnt schon seit fünf Jahren in einem Kübel, zusammen mit einem Hibiskusstämmchen, einer Schlüsselblume und Oregano.
Es kommt jedes Jahr wieder, und wenn man es ordentlich zurückschneidet, bekommt es auch immer wieder zarte Triebe (wenn sie älter werden sind die Blattnadeln oft hart und pieken im Mund).
Die Nachzucht erspare ich mir bei dem Gewächs.
Liebe Grüße,
Bianca
Kann Biancas Erfahrungen nur bestätigen. Trotz harter Winter überlebt das Bohnenkraut bei mir ungeschützt im Gemüsegarten. Ich schneide es jedes Jahr eine Handbreit über dem Boden ab.
LG Carmen
Hm, interessant, das zu lesen, Ihr Zwei. Winterbohnenkraut hatte ich noch nie. Finde die Anzucht allerdings auch nicht weiter anstrengend. Wenn mir mal eins begegnet, kauf ich mir so ne Pflanze mal. :-)
Ich muss dazu sagen, dass ich für Selbstanzuchten nicht das glücklichste Händchen habe. Deshalb kaufe ich wo es geht winterharte Pflanzen.
Mir passiert es oft, dass die Keimlinge einfach umkippen und eingehen. Als hätten sie die Köpfe rausgestreckt, sich in der unordentlichen Wohnung umgeschaut und sich gedacht: “Nö, hier nicht.” Und wenn sie nicht von alleine umfallen, erwischen sie die gefräßigen Katzen…
Liebe Grüße,
Bianca
P.S.: Ich finde das winterharte Bohnenkraut aber auch geschmacklich sehr gut. Es hat also nicht nur pragmatische Gründe, dass es in unserem Hof wohnt.
Tja, Pflanzen sind Chaos-liebende kleine Biester, Bianca. :-))))
Wenn es so wäre, müssten sie sich mir ans Bein heften und würden ohne Wasser und Erde gedeihen.
Wenn ich eins kann, dann Chaos! (Zum Leidwesen meines ordnungsliebenden Mannes. Ich brauche mich nur dreimal um mich selbst zu drehen, und schon schon sieht ein aufgeräumtes Zimmer aus wie mittleres Erdbebengebiet…)
Aber ich versuche es tapfer weiter, etwas anzuziehen. Diesmal stehen alle Pflanzen noch. Aber das heißt nix… Ich gebe ihnen vorsichtshalber keine Namen, damit mir die Trauerarbeit leichter fällt.
Hoffnungsvolle Grüße,
Bianca
Ich lach mich kaputt, Bianca. :-)))
Drücke die Daumen für erfolgreiche Anzucht!
Hi!
Ich finde mein Bergbohnenkraut riecht völlig anders als das Sommerbohnenkraut. Ins Gemüse kam es noch nicht, aber es gedeiht super und da es kriecht und bewurzelt konnte ich es schon im 2ten Jahr vermehren.
Aber ich wollte fragen, ob jemand weiß wie ich dann vom blühenden einjährigen die Samen ernte. Ich sehe nämlich schon kaum die Blüten (1-2 mm?) aber die Samen sind ja winzig, bisher sind keine zu sehen.
Viele Grüße, Bärbel
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