Eberesche mit Löchern im Stamm
Sorgen macht mir in diesem Frühjahr auch der ca. 10 Jahre alte Vogelbeerbaum mit seinem krank aussehenden Stamm:
Er hat diese Macke schon eine Weile, aber nun wird es zusehends schlimmer.
Ich denke nicht, dass der Baum demnächst stirbt, auch kann er niemanden gefährden, wenn er bricht oder kippt. Aber ich sehe solche Krankheiten einfach nicht gern an… Gibt’s nen Rat? Nee, oder?
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Vor einem Jahr
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14 Kommentare bisher
KommentierenHallo Uta, das sieht nicht so gut aus, wird wohl Baumkrebs sein. Die Ursache ist entweder Pilzbefall oder schlimmer noch eine Bakterieninfektion. In ersterem Fall kann man die Wunde bis ins gesunde Holz ausschneiden und mit Baumwachs verschließen, wenn die Sache noch nicht weit fortgeschritten ist stehen die Heilungs-chancen recht gut. Bakterienbefall allerdings ist meines Wissens nach nicht heilbar. In beiden Fällen gilt Schnittgut, befallene Teile etc. wegen der Infektionsgefahr nicht kompastieren oder hächseln sondern via Müll entsorgen oder (wenn möglich) verbrennen. Für die genaue Diagnose wirst Du wohl einen Fachmann zu Rate ziehen müssen, die Schadbilder gleichen sich zu sehr für eine Ferndiagnose.
Sabine Z.
Hallo Uta !
Ausschneiden der Wunde und das geschädigte Gut verbrennen ist richtig,wie Sabine schon schreibt.
Das Ausfüllen der Wunde mit Lehm ist auf jeden Fall kostengünstiger denn nach den Fotos zu urteilen sind es einige befallene Stellen. Außerdem wirkt Lehm antibakteriell.
Die methode mit Lehm kannte ich noch nicht, danke Klaus.
Danke, Klaus und Sabine, ich dachte mir das schon beinahe, ehe ich mit meinem Baum hier virtuell zum Arzt gegangen bin… Aber ich glaube, mit dem Ausschneiden wird das nix mehr, es sind zu viele Stellen. Die OP wird den Baum nicht heilen. Ich lass ihn einfach noch ne Weile stehen. Ansteckend ist er nicht, oder? Es sind auch keine anderen Bäume drum herum, nur Büsche.
Zumindest übertragbar über Schneidwerkzeuge und durchaus auch auf manche Sträucher. Scheren, Sägen, Messer etc. deshalb nach jeder Schnittmaßnahme an kranken Gehölzen gründlich desinfizieren (Desinfektionsmittel, Alkohol, Spiritus, Reinigungbenzin, kochendes Wasser). Dies gilt ganz besonders auch für Deine mit den Rotpusteln befallene Hecke! Diese sind besonders infektiös!
Mein ca 15 Jahre alter Ahorn sieht auch so aus. Er hat an zwei Stellen etwa handtellergroße Schäden in der Rinde und das Holz scheint beschädigt zu sein. Unter der Rinde suppt es schwarz. Ich habe versucht, mich über den Schaden schlau zu machen, aber bisher nichts gefunden. Daher danke für das Thema.
Interessant ist, dass der Schaden recht plötzlich aufgetaucht ist. Letzten Sommer sah er noch gesund aus, es wäre mir auch aufgefallen, denn ich suche nun wirklich schon lange einen Grund, dieses Monstrum zu beseitigen. Wir sind keine Freunde, er war mitgekauft. Ich denke, unsere kurze Beziehung wird dieser Belastungsprobe nicht standhalten, und auch mein baumfreundlicher Mann wird mir beipflichten müssen. *beilwetz*
Hallo Bettina !
Der Schaden an deinem Ahorn ist kein Krebs sondern
etwas anderes. Vieleicht ein Virus. Ich stelle mal eine Ferndiagnose. Die Rinde ist dünn und
eingerissen. Das Kambium ist nur noch schwarzer
Matsch. Das gleiche Problem habe ich mit einer
jungen Nashi-Birne. Außerdem leidet sie noch unter Birnengitterrost oder zwischen beiden besteht ein Zusammenhang. Die Nashi habe ich bereits infiziert gekauft. Konnte es jedoch nicht erkennen da der Baum noch nicht belaubt war.
Ein späterer Besuch des Blumenhauses zeigte mir das alle Nashi befallen waren. Als Profi-Gärtner würde ich mich schämen sowas zu verkaufen.
Da ich diese Frucht unbedingt im Garten haben will werde ich noch weiter experimentieren.
Dir würde ich empfehlen, da dir der Ahorn nicht ans Herz gewachsen ist, raus damit. Die betroffenen Stellen auf jeden Fall verbrennen.
Hallo Bettina,
ich glaube nicht das es ein Virus ist, die schwarze Masse lässt eher auf eine Bakterieninfektion schließen. Viruserkrankungen sind sehr selten und machen sich durch helle runde Flecke auf den Blättern und, bei Obstgehölzen, durch runde eingetrocknete Stellen auf den Früchten bemerkbar. Aber egal was von beiden es ist, Du solltest den Baum auf jeden Fall entfernen – beides ist nicht heilbar.
Hallo Klaus,
gegen den Birnengitterrost gibt es inzwischen recht gute Präparate. In einem guten Gartencenter wirst Du da sicher ordentlich beraten, aber beeil Dich, diese Mittel müssen meist schon zum Austreibsbeginn das erste mal gespritzt werden, dabei den Zwischenwirt (Wacholder) nicht vergessen.
Sollte deine Nashi allerdings tatsächlich von einem Virus befallen sein (ich vermute auch hier eher einen Bakterienbefall), dann solltest Du auf keinen Fall lange experimentieren! Viren werden nämlich vor allem durch saugende und beißende Insekten z.B.Blattläuse übertragen. Also, Deiner Umgebung zuliebe – raus damit.
Danke Sabine Z. !
Ich habe Tränen in den Augen, denn ich gebe nicht so schnell auf. Aber es gibt Situationen da hilft
auch kein grüner Daumen mehr. Ich werde mit Bettina um die Wette heulen aber den Baum entfernen.
Danke Sabine und Klaus, der Ahorn kommt also fort. Klaus, das mit dem Heulen wird nichts, jedenfalls bei mir, denn ich freue mich schon auf den freien Platz im Garten, Sonne auf den Beeten, kein Wurzeldickicht mehr an der Oberfläche…
Aber jetzt muss ich doch noch mal nachfragen, denn jeden Tag mach ich das ja nicht: Ich wollte mir einen dieser Baumfäller kommen lassen, die damit werben, dass sie die Wurzel auch “rausfräsen”. Ich stelle mir das so vor, dass in einem Gewaltakt von der Wurzel rausgeholt wird was geht und der Rest bleibt in der Erde zum Verrotten. Wenn der Ahorn aber doch eine Infektion hat, dann wird die wohl dadurch erst recht verteilt. Schade ich damit meinem Rest-Garten? Und dem Nachfolge-Mirabelle? Wäre schön, wenn da jemand was weiss.
Eine Baumstubbenfräse funktioniert im Prinzip wie ein Schredder, nur halt das diese auf den Stubben aufgesetzt wird und sich nach unten arbeitet (ca.50-60cm tief, obs auch tiefer geht weiß ich leider nicht). Der Rest der Wurzel bleibt und verrottet mit der Zeit. Die Späne müssten gründlich entfernt werden, wegen der Infektion, genau wie das gesamte Holz! Aufpassen! Die meisten dieser Firmen füllen die Späne in das entstandene Loch! Besser ist Du lässt die Wurzel roden. Dazu wird der Stubben mit den Hauptwurzeln großräumig freigegraben und dann mit Hilfe von Technik (Bagger, Seilwinde…) ausgehoben. Dabei werden wesentlich mehr Wurzeln entfernt und es fallen keine Späne an (außer wenn gesägt werden muß). Mit einer Neupflanzung wär’s wohl besser ein/zwei Jahre zu warten. Und schau ob Du ne resistente Sorte bekommst. Bodenaustausch wär dann auch angebracht, auf jeden Fall wenn Du mit der Pflanzung nicht so lange warten willst.
Na dann, frohes schaffen, ist viel Arbeit! :-)
Hallo Bettina !
Mach doch einfach von dem Schadbild einen Ausdruck
und damit gehst du in eine Baumschule. Dort wird man dir sagen worin die Krankheit besteht. Dann
kannst du dich immer noch entscheiden wie du das
Ärgernis beseitigst. Seriöse Baumpfleger nehmen
angefangen von den Spänen bis zum Holz alles mit.
Das Roden, wie Sabine Z. vorschlägt,ist vielleicht die beste und kostengünstigste Variante.
Bei der Neupflanzung kannst du mal die Mirabellen-
Aprikose in Betracht ziehen. Sehr fein im Geschmack.
Hallo Bettina !
Ich muß noch etwas ergänzen.
Nachdem ich nochmals in der Fachliteratur nach-
gesehen habe bin ich jetzt mit der Gärtnerin einer
Meinung das es sich um Krebs handelt.
Der Krebs wird von einem Pilz ausgelöst der seine
Ursache in einem Wasserüberschuß des Bodens hat.
Die Bäume leiden dann an Luftarmut und Bodenkälte. Nicht alle Bäume und Sträucher werden
davon befallen.
Übertragbar ist der Pilz nicht, da er durch den
Bodenzustand bedingt ist. Sollte sich die Diagnose bestätigen, dann kannst du aufatmen.
Besonders anfällig sind Äpfel u.a. Kernobst.
Danke Klaus und Sabine. Die Mirabellen-Aprikose könnte genau nach meinem Geschmack sein. Hört sich vielversprechend an.
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