Gärtnerin · 18. Januar 2010, 09:18

Ficus mit Spinnmilben

ARGH. Es geht schon wieder los! Schädlinge an Zimmerpflanzen zu winterlicher Heizungszeit mit trockener Luft, nämlich Spinnmilben. Mein alter Ficus hat sich spontan und weitgehend entlaubt, …

ficus spinnmilben

der zweite, ebensogroße grüne Ficus an dem Fenster (ursprünglich Nicht-Meiner) (wegen der Symmetrie steht er auch da, jawoll! *g*) fängt auch gerade damit an.

ficus spinnmilben 2

(Der dritte große Ficus, der Not-Ficus, steht am entgegengesetzten Wohnungsende, und zeigt noch keinen Befall.)

Nach dem Umzug von draußen ins Zimmer und veränderten Lichtverhältnissen ist Blätter-Fallen nichts Ungewöhnliches, und hat mir daher auch keine Sorgen bereitet. Bis ich – sitzend – mal hochgeblickt habe, um bestvertraute, verräterische kleine Spinnennetze in den oberen Astgabeln zu erspähen. Damn! Der gesamte Zimmerpflanzen-Bestand steht in der unteren, gänzlich offenen Etage. Ansteckungsgefahr.

Erste Hilfe: zweimal Ficus kurz nach draußen gestellt (glücklicherweise gerade frostfrei) und gespritzt, zwei Vasen mit Wasser als Luftbefeuchter auf die Heizung gestellt, sämtliche andere Zimmerpflanzen einer Überprüfung unterzogen (bisher keine weiteren kranken Pflanzen), dabei altes Laub und kranke Pflanzenteile entfernt, zum Großteil abgeduscht, einige neu getopft, alle sorgfältig gegossen. Saftlose Labber-Blätter sind nämlich für Spinnmilben leckerer. :-(

War eigentlich zu erwarten, so was. In den letzten Monaten konnte ich mich aufgrund des Umzugs nicht wie gewohnt um die Zimmerpflanzen kümmern. Einige der schwachen sind deswegen auch nicht mehr da. Das letzte überlebende Alpenveilchen vom letzten Winter, das zaghaft immerhin zwei Blätter und eine sich nicht öffnen wollende Blüte ausgetrieben hatte, ist der Verwahrlosungsphase leider ebenso zum Opfer gefallen wie das zweijährige Litschi-Bäumchen, das im Sommer wegen Gieß-Vergessen die meisten Blätter hergab, und die Dracaena warneckii wegen Erwinia oder Fusarium, sowie einige andere Pflanzen. :-(

Die verbliebenen Zimmerpflanzen sind jetzt aufgrund wochenendlicher Streicheleinheiten aber wieder bestens in Schuss, und holen aus der Vernachlässigung, die schädlings-anfällig macht, hoffentlich zügig auf. Mein Gewissen ist damit auch befriedet. Zufrieden so weit, wenn die Spinnmilben jetzt nicht weiter vormarschieren.

Im Winterquartier, in dem die neue Gewächshausheizung zur vollsten Zufriedenheit arbeitet, kämpfe ich dagegen schon wieder mit grünen Blattläusen, die sich wie fast jeden Winter zuerst meiner Geranien bemächtigen. Bisher nur durch Abschneiden und Entfernen, um die Schädlingsdichte zu reduzieren.

Winterzeit = Schädlings-Zeit. Passt auf Eure Pflanzen auf!

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6 Kommentare bisher

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Keisha, 20. Januar 2010, 18:42

Also, meinem “Frost-Ficus” gehts direkt vor der Heizung richtig gut. Vielleicht mal ab nach draußen mit dem guten, daß er Wärme schätzen lernt *g*
Spaß beiseite. Meine Ficusse bleiben ganzjährig da stehen wo sie immer stehen und kommen Sommers nicht raus. Hätt auf dem kleinen Balkon ja auch gar keinen Platz dafür. Daher reagieren sie auf die “Witterungsumschwünge” und die Platzwechsel halt auch nicht, weil sie so gesehen nicht statt finden.
Der Frostficus bemüht sich übrigens sehr, wieder halbwegs nach einer Pflanze auszusehen :-)

Paul, 20. Januar 2010, 18:05

Der ewige Kampf mit den Schädlingen. Die Schlacht ist gewonnen, jedoch nicht der Krieg :) eine Alternative zu diesem Krieg könnte ein künstlicher Ficus Baum sein. Weiterhin viel Erfolg.

Gärtnerin, 21. Januar 2010, 09:19

Ja, das sollte man vielleicht auch so machen, Keisha, wenn man Blätterfall vermeiden will. Das Gedeihen im Sommer draußen ist aber sowas von genial, dass ich darauf bei den Ficussen nicht verzichten will, selbst wenn sie im Winter büßen. :-)
Den Frostficus hätte man ja gerne mal gesehen…

Keisha, 21. Januar 2010, 12:05

Ich komm bestimmt mal dazu, den Frosti zu knipsen und einzustellen :-) Ist ja nun ein Jahr her, daß ich ihn gezeigt hatte

geka, 21. Februar 2010, 22:36

Ich habe (glaube ich) Probleme mit einem Ficus Benjamini. Der Ficus hat weiße paraffinartige Knubbel an den Stängelansätzen der Blätter aber nur ausschließlich dort. Er bekommt gelbe/braune Blätter und wirft welche ab. Außerdem gibt es verräterische Spinnweben.

Ich habe es zunächst nicht bemerkt, weil Blattverlust im Winter ja häufiger passiert und es auch nicht wirklich viele Blätter sind, die er verliert.

Nun habe ich ein bisschen gesucht (hier und auch sonst) und bin mir nicht sicher, was für Schädlinge das sind. Spinnmilben kämen wegen der Spinnweben in Frage (die aber auch von mangelndem Entstauben kommen könnten *duck*) aber es finden sich keine von den Saugpunkten, von denen ihr bei Spinnmilben berichtet.

Könnten das stattdessen Schildläuse sein, da habe ich was von Vergleichen mit Wachs gelesen. Wenn man die weißen paraffinartigen Punkte abzupft, bleibt eine braune Stelle zurück und etwas glänzendes (Saft?).

Ich schicke drei Bilder des Phänomens der Gärtnerin per E-Mail.

Was könnte das sein oder ist das vielleicht sogar normal (wie gesagt, der Ficus sieht eigentlich noch ganz gut aus)?

Trackback Gärtner-Blog, 23. Februar 2010, 09:51

Ficus – weiße Knötchen…

Geka hatte beim Ficus benjamini-Spinnmilben-Befall-Beitrag gefragt, ob / was das für Schädlinge sind am Ficus, wenn weiße Knötchen / Knubbel am Blattansatz erscheinen:
“Ich habe (glaube ich) Probleme mit einem Ficus Benjamini. Der Ficus hat weiß…

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