Uta · 05. Juli 2010, 11:04

Hitzeschäden im Garten, Point of no Return

Die anhaltende Trockenheit setzt so einige Kontrollmechanismen außer Kraft. Ich trage Baumwoll-Fummel, kombiniert mit den ältesten Sandalen, die ich habe. Gieße excessiv ohne Blick auf die Kosten… Trotzdem geben etliche Gartenbewohner den Geist auf.
Astilben:

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(Früher wurden sie von einer Straßen-Kastanie beschattet, die gerade eingeht. Die volle Sonne jetzt ist ihr Tod)

Knöterich:

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(Er ist gegossen, aber er brauchte eigentlich viel mehr, würde sich gern richtig vollsaugen)

Farn:

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(Die vertrockneten Blätter knistern wie Bonbonpapier. Erstaunlich zäh ist dagegen der benachbarte Efeu.)

Silberkerze: (?)

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(Die Pflanze “opfert” offenbar einzelne Blätter)

Sogar das unverwüstliche Geranium macht schlapp:

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Viele Pflanzen lassen dieser Tage die Ohren hängen. Das Problem ist: Ich weiß nicht genau, wann es wie ernst ist. Manchmal hilft eine Kanne Wasser noch. Manchmal kommt es zu spät. Wenn ein gewisser Punkt überschritten ist, geht gar nichts mehr. Der Point of no return eben… Gibts ja im Leben auch, solche Points, wo man nichts mehr kitten kann. Ich spar mir jetzt mal Beispiele, dazu fällt jedem selbst genug ein… Allerdings – das Gärtnern lehrt, dass es auch Wunder gibt. Die Glockenprimel, von mir zu unpassender Zeit – erst vor kurzem statt im Frühling – geteilt,

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die schon bei ein weniger Trockenheit aussieht wie überlagerter Pflücksalat, richtet sich immer wieder auf. Buchstäblich über Nacht.

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(Nach mehreren Nahtoderlebnissen nicht unterzukriegen!)

So manches geht ein wie ne Primel, nur nicht die Primel.

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Vor einem Jahr
Gartenpflanzen, Gartenmöbel ab 6.7., Blumen-Cafe :-(, Sitzplatz am Hang, Salix fargesii pendula?



3 Kommentare bisher

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grünvital, 08. Juli 2010, 22:36

Solche Schäden sind leider nicht immer zu vermeiden, außer man hat große Bäume, welche die meiste Hitze abfangen. Ärgerlich, aber leider unvermeidlich.

Uta, 08. Juli 2010, 23:58

Es ist zum Heulen… Die Astilben habe ich schon aufgegeben und gieße sie nicht mehr. Natürlich werden sie nächstes Jahr wiederkommen… Andere Pflanzen wird man verlieren, wenn man gar nicht mehr gießt. Man muss wohl Prioritäten setzen, wenn man sich nicht um alles kümmern kann. Es ist wie bei einem Schiffsunglück: Boot geht unter, Plätze im Rettungsboot reichen nicht. … Pff. Ja, stimmt, der Vergleich hinkt irgendwie. Ich sollte einen finden ohne Wasser

Sonnenblume, 09. Juli 2010, 06:29

Mir geht es ähnlich, Uta. Alles kann man nicht gießen, also muss man Prioritäten setzen: Salat, Zucchini, Kürbis, Tomaten, Blumen in Kübeln, Punkt!
Alle anderen Gemüsesorten, sowie die Stauden müssen zusehen wie sie alleine überleben… Ich überleg mir schon, ob ich in den nächsten Jahren Ananas und Bananen anbauen soll… und ein ganzes Lavendelfeld :-))

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