Insekten-Nistkasten, neuer
Bei den heftigen Schädlingsproblemen im jetzigen Garten letzten Sommer hatte ich hier mein selbst gebautes Insektenhotel schmerzlich vermisst. Es ist im alten Garten geblieben, aber hier muss auch so eins her, damit mehr Nützlinge mithelfen, die Blattläuse und andere Viecher in Schach zu halten, das stand fest!
Erst wollte ich ja einen roten Nistkasten kaufen und wie gewohnt umbauen, hatte es dann aber vergessen, ihn zu kaufen. :-(
Und jetzt falle ich doch über ein optimales, bereits fertiges Exemplar im Laden für 15 Euro! Das scheint mir eine gute Lösung für die Nützlinge zu sein.
Der dekorative, neue Insekten-Nistkasten verfügt über einen eingebauten Florfliegenkasten mit roter Klappe (Florfliegen stehen auf rot) mit den typischen Schlitzen drin (zu öffnen, muss man selber noch mit Holzwolle o.Ä. füllen), sowie drei Sorten anderer Nistmöglichkeiten für Wildbienen, Marienkäfer und Ohrenkneifer (sagt das Etikett, man wird sehen, wer sich dort einnistet.), weiterhin ein wettertaugliches Dach aus Stahlblech, das den hiesigen Regenverhältnissen standhalten kann:
Und wenn das kleine Insektenquartier überfüllt sein sollte, kaufe ich noch ein-zwei von den Dingern. Gut gefallen hat mir die Anleitung dabei, die mehr als üblich über die Nützlinge verrät, wer was als Nistmöglichkeiten bevorzugt, und z.B. auch die gängigsten Wildbienen-Arten nennt, wie Mauerbiene, Maskenbiene und Solitärbienen, und dem Gartenfreund dabei gleich auch nochmal vor Augen führt, dass die Nützlinge natürliche Schädlingsbekämpfer sind, dass entsprechende Nahrungspflanzen wie Wildblumen und entsprechende Sträucher bei der Bevölkerung der Nistmöglichkeit helfen pipapo. Klasse, da hat sich jemand über Verkaufsgeschwätz hinaus Gedanken gemacht, und das ist offensichtlich auch nötig. Wenn eine Lehrerin, die den hiesigen Schulgarten (beim Tauschgarten) betreut, sagt, sie hat keinen B… das (große) Insektenhotel mit den Kindern zu bauen, weil sie keine Wespen mag, dann liegt da einiges im Argen. Das war mal was, was mich tierisch geärgert hat. So viel Ignoranz! Woher sollen unsere Kinder lernen, dass Pestizide nicht der Weisheit letzter Schluss und Wespen in einen Insekten-Nistkasten nichtmal reinpassen?!
Seit gestern hängt der Nistkasten an der Wand. Remember: Insektenhotel zur Sonnenseite ausrichten, das wollen mindestens die Wildbienen. Da es hier viel regnet und Wind ein Problem sein kann, außerdem einigermaßen geschützt am Zaun in der Sonne halb hinter dem Gartenhaus-Dach:
Mögen die Nützlinge zahlreich anrollen, hoffentlich zügig. ;-)
Es handelt sich hierbei um ein niederländisches Produkt von “esschertdesign”, und es gibt von dieser Firma noch eine Reihe weiterer, m.E. ebenfalls schöner, günstiger Nistkasten-Arten für andere Tiere, soweit ich mich erinnere, bis zur Igelhöhle. Da die Beschreibung aber auch auf D auf dem Etikett steht, gehe ich davon aus, dass Interessierte so was auch in D im Laden finden. Bezugsquelle für D habe ich leider keine gefunden.
PS: Hier in NL habe ich noch keinen einzigen Asiatischen – das sind die mit der Marienkäfer-Plage – gesehen. Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, erfreut aber doch.
eingewurzelt unter: Tiere im Garten
Vor einem Jahr
Keukenhof Tulpenblüte 2, Kupfer-Felsenbirne - Amelanchier lamarckii




6 Kommentare bisher
KommentierenDanke Gärtnerin !
Du hattest wieder mal hellseherische Fähigkeiten
oder wie konntest du sonst wissen, daß ich mir jetzt 2 Insektenhotels für den Garten bauen will.
Ich will jedoch nur Eigenbau denn es macht mehr
Freude. Alle Nützlinge sind ausreichend versorgt.
Auch die Fledermäuse sind in großer Anzahl auf
unserer alten Burg heimisch.
Nur für die Wildbienen habe ich noch keine Zuflucht gefunden. Die Hummeln sind für manche
Blüten zu schwer, sodaß ich die Wildbienen brauche. Ich habe noch einige Stämme von Birke
liegen. Gehen diese auch oder muß es Esche sein.
Wegen der Gefahr des Quellens und erdrücken der
Brut.
Wichtig finde ich noch das Anbringen von grobem
Maschendraht vor dem Hotel zur Abwehr von Spechten. Einem Gartenfreund haben die Spechte
die gesamte Brut aufgefressen.
Ha, den habe ich mir auch gerade zugelegt. Bin gespannt, wie Deine Erfahrungen sein werden – ich kann meinen ja wegen der Sanierung leider erst in der kommenden Saison aufstellen.
:-)
Heute muß es werden. Die Bohrmaschine und die
Holzbohrer liegen bereit. Zur Sicherheit werde ich
Fichte, Esche und Birke verwenden. Dann wird sich ja zeigen was am besten angenommen wird.
Auf jeden Fall in Richtung Südost ausrichten.
Der Aufstellungsort wird vor einer Efeuwand sein.
Wenn der Efeu blüht, dann dröhnt die ganze Wand.
Es treffen sich Wespen, Honigbienen, Wildbienen
und Massen von Schwebfliegen.
Wenn die Blüte vorbei ist, dann sind leider auch
die Wildbienen verschwunden. Schade aber ich werde dies ändern.
Das Werk ist getan !
Das Insektenhotel ist fertig. Ich habe in einen
Stammabschnitt aus Esche ca. 100 Löcher im
Durchmesser von 6 – 10 mm gebohrt. Tiefe etwa
8 cm. Längere Bohrer hatte ich nicht.
Jetzt können die fleisigen Bienen kommen und auch
bleiben.
Magst du Bilder machen? Ich überlege auch gerade hin und her, wie ich meins baue!
Sind schon im Netz !
Klick mal oben bei berankte Bäume.Aber vorher bei Suche den Begriff eingeben.
Kommentar hinterlassen