Madagaskarpalme – Pachypodium
Update, s.u.
ntonia hat beim Christusdorn kommentiert, dass sie nix zu ihrer Madagaskarpalme findet. Kann passieren, weil diese sukkulente Pflanze bisher auf dem Gartenblog nicht zu finden war. Jetzt aber. :-)
Die Madagaskarpalme und der Christusdorn sind außerdem trotz Ähnlichkeiten in der dornig-stämmigen Erscheinung nicht verwandt, soweit ich weiß. Madagaskarpalme heißt botanisch Pachypodium und gehört zu den Hundsgiftgewächsen, Christusdorn heißt Euphorbia und gehört zu den Wolfsmilchgewächsen.
Da ich vor der großen Wolläuse-Epidemie von 1980 auch mal eine Madagaskarpalme besessen habe, haben mich die breiten, rundlichen Blätter von Antonias Madagaskarpalme erstaunt:
Meine hatte schmale, spitze, eher stehende Blätter mit weißlichem Mittelstrich. Mein Kakteen- und Sukkulenten-Buch sagt, dass es drei Pachypodium-Arten gibt, die als “Madagaskarpalme” oder “Stern der Steppe” bezeichnet werden, nämlich Pachypodium geayi, Pachypodium lamerei und Pachypodium rutenbergianum. Pachypodium lamerei und Pachypodium geayi sind wohl als Zimmerpflanzen am häufigsten zu kaufen. Ich vermute, dass es zwischen den Arten einige Verwechslungen gibt, denn Bilder im Web für diese oder jene zeigen mal rundere, mal schmalere, mal spitzere Blätter, was sicher teilweise auch von den jeweiligen Lichtverhältnissen beim Wachsen abhängt. Aber vielleicht haben wir ja einen Experten hier, der das mal genau erklären kann.
Die eigentliche Frage von Antonia zur Madagaskarpalme war:
“wollte nämlich mal Fragen ob es normal ist das eine M.unten noch mal ausschlägt?Schicke mal ein Bild von meiner wie ich meine Rarität.”
Auch hier kann ich mich nur wie ein Laie benehmen, dessen Madagaskarpalme leider nie über die 40 cm Höhe hinauskam: Ich meine, Austriebe am Stamm schon in verschiedenen botanischen Gärten gesehen zu haben, also dass das nicht unbedingt besonders ist?! Auf jeden Fall hat Deine Madagaskarpalme eine beachtliche Größe, finde ich.
Madagaskarpalme-Tipps
Als Sukkulente kommt die Madagaskarpalme mit wenig Wasser über die Runden, und braucht natürlich möglichst knall-sonnigen Standort und viel Wärme. Die Pflanze heißt so, weil sie tatsächlich auf Madagaskar vorkommt, ist aber keine Palme. Die größte Angst um die Madagaskarpalme setzt ein, wenn die Blätter abfallen. Blätter fallen aus drei Gründen ab, sagt mein Buch:
1. Beim Wachstum werden oben neue Blätter gebildet, unten fallen sie dann vereinzelt ab, so dass der kahle Stamm entsteht (=normal)
2. Wachstumsruhe, die Blätter fallen ab, wenn die Pflanze gerade in Ruhezeit ist (Dann nicht gießen), es erscheinen neue Blätter, sobald die Ruhe beendet wird, und das Wachstum wieder einsetzt (=normal).
Die Ruhezeit liegt in der Natur auf der Südhalbkugel quasi in unserem Sommer, allerdings passen sich die Pflanzen auf unsere Verhältnisse an, und ruhen dann wohl im Winter für einige Zeit.
3. Blätter fallen massig ab, werden schwarz ->zu viel gegossen
Zur Vermehrung steht dort, dass man die Madagaskarpalme, die erst im Alter (mehrere Meter hoch) weiß blühen soll, NUR durch Samen-Aussaat vermehren könne. (Günter Andersohn, Kakteen und andere Sukkulenten, Bertelsmann, o.J, geschätzt 1979) Ob Stecklinge bewurzeln geht (Warum eigentlich nicht?), müsste man wohl probieren.
Wer mehr weiß: Immer her damit. ;-)
Ulrike schickt Info und Fotos ihrer Pracht-Madagaskarpalme:
“Ich pflege auch ein ganz nettes Exemplar. Der Ursprung war eine ganz kleine Pflanze für die Fensterbank aus dem Baumarkt oder so. Ein Geschenk einer Freundin vor ca. 10 Jahren. Nach mehrfachem Umtopfen, im Sommer draußen stehend (wird gegossen wenn alle anderen Kübel auch gegossen werden, so alle 2-3 Tage), im Winter in
einem kalten Flur, ist sie der Fensterbank entwachsen. Die Stämme außen sind Kinder die ich habe wachsen lassen. Die kleinen Töpfe sind die Kinder der letzten Jahre. Habe ich im Juni abgemacht, antrocknen lassen und dann eingepflanzt. Die gehen ganz bestimmt an. Geblüht hat mein Exemplar noch nicht.”
Danke für die Info, Ulrike. Da sieht man mal, was auch aus einer günstigen Pflanze bei entsprechender Pflege so werden kann. Beneidenswert! :-)
eingewurzelt unter: Zimmerpflanzen
Vor einem Jahr
Reduzierte Gartenmöbel
zur Gartenblog-Startseite







4 Kommentare bisher
KommentierenEine meiner Madagaskarpalmen (erst ca 30 cm hoch) treibt auch seitlich aus, verzweigt sich quasi. Also denke ich, daß das normal sein dürfte.
Keisha, 26. Juli 2010, 18:46Interessanterweise, Steffi, sind meine “Pälmchen” absolut resistent gegen Wollläuse, wie es aussieht, denn ich habe ja schon einige Wellen dieser Epidemie durch.
Sie dürfen dieses Jahr zum ersten Mal den Sommer auf dem Südbalkon probieren, und bislang scheints ihnen ganz gut zu gefallen.
Hallo Keisha
antonia, 26. Juli 2010, 22:19Es sind keine Verzweigungen sondern nur Blätter die aus dem Stamm kommen,jetzt noch an 3Stellen, sieht bestimmt mal ganz lustig aus.
Unten hat sie kleine knübbelchen,habe mal eins in
abgemacht und in Erde gepflanzt,ist aber nichts geworden.
Klasse, die Ulrike-Palme!
Uta, 28. Juli 2010, 09:41Ich hab gestern auf einer Pachypodiumseite gelesen, zu vermehren ist die Madagaskarpalme durch Samen und durch Stecklinge. Ich denke also, Ulrikes Kindergarten wird sich ganz gut machen :)
Keisha, 28. Juli 2010, 11:22Meine verzweigt sich übrigens am Schopf oben, nicht unten oder irgendwo mittendrin.
Kommentar hinterlassen