Rehe im Garten
Die Not der Tiere ist groß, sodass sie inzwischen dem Haus immer näherrücken. Man sieht, dass sie im harschen Schnee Probleme mit dem Laufen haben, daher ist es nun wichtig sie nicht sehr zu beunruhigen.
Schnelle Fluchten würden jetzt zu Verletzungen an den Beinen führen. Jetzt ist auch die Zeit Hunde nicht unangeleint in der Feldmark zu führen, damit sie das Rehwild nicht erschrecken können. Im Garten wird es Zeit sich auf den “Schaden” einzustellen, den die Rehe machen, denn sie fressen zwar eher genäschig, aber doch mit gutem Appetit sämtliches Immergrüne an. Da wird bei einem solch langen Winter doch etliches stärker verbissen sein. Sei´s drum! Ich hab sie gern im Garten.
Denkt bitte daran, dass die Aufnahmen nur durch eine Fensterscheibe möglich waren…Qualität ist eben nicht sehr hoch deswegen.
eingewurzelt unter: Tiere im Garten
Vor einem Jahr
Schnee verzögert Gartensaison



17 Kommentare bisher
KommentierenWer seinen Garten retten und ein wenig mehr tun will, kann beim nächsten Bauern etwas Heu kaufen und aus dem Supermarkt Möhren mitnehmen. Witzigerweise mögen Rehe auch Haferflocken. Sogar aus der Blechschüssel. Allerdings nur ohne Zucker.
Egal ob man den Futterplatz im eigenen Garten oder im angrenzenden Wald aufbaut, sobald sich das Wetter ändert, muss er weg. Eine Gewöhnung der Rehe an Menschen ist für sie immer tödlich.
Oh, wie schön – für den Beobachter. Für die Tiere weniger. So etwas möchte ich auch einmal in meinem Garten sehen. Leider durch die Lage nicht möglich, aber dafür gibt es ja diese tollen Bilder.
Gott sei Dank hab ich ja den Fachmann für Wildfütterung im Hause. Mein Göttergatte ist Forstmann ;o))) Daher wird es uns gelingen die Rehe vorsichtig durch den Winter zu begleiten, ohne ihnen zu schaden. Den Supermarkt für Möhren würd ich nicht empfehlen (zu teuer!) Futtermöhren gibst im Landhandel viel billiger. Sogar wir essen sie! Bei uns gibt es alte Äpfel(in Maßen) und Heu satt. Und wenn sich die Tiere hier vertrauensvoll niedertun, dann sicher, weil wir versuchen jeden Stress von ihnen fern zu halten. Wir stören sie nicht und hoffen, dass die Fütterung nicht für allzulang bleiben muss. (Sprich wir hoffen auf Wetterbesserung) ;o)) LG Marion
Hm,
ich möchte jetzt keine Diskussion vom Zaun brechen, aber warum werden die Tiere zugefüttert wo sie doch im Frühjahr eh geschossen werden?
Hallo Gerald !
Du hast dir deine Frage ja selbst beantwortet.
Es sind in erster Linie “Jäger” die zufüttern,
damit sie in der Jagdsaison etwas zu schießen haben. Das hat mit Tierliebe, wie bei Marion, nichts zu tun.
Als Kind erhielt ich ein Rehkitz dessen Mutter bei einer Treibjagd erschossen wurde. Mit der
Flasche habe ich Peter aufgezogen und es wurde ein
stattlicher Bock. Eines Tages, in der Brunftzeit,
wilderte er sich selbst aus. Er war nicht in einem
Gatter eingesperrt und handzahm.
Noch Jahre danach kam er, als Single oder mit Frau, in die Nähe unseres Gehöftes.
Auch ich möchte eigentlich nicht diskutieren, aber man hat jetzt eine Gruppe Rehe aufgefunden, die nicht mehr in der Lage waren zu flüchten, so schwach waren sie schon. Man hat sie noch in eine Tierauffangstation gebracht, aber sie waren schon zu abgekommen, und haben es nicht mehr geschafft! Möchtest Du das??? Gerald? Ich jedenfalls gewähre jedem ob Mensch oder Tier Hilfe, wenn er oder es es braucht, egal, was jemand anders später macht… Liebe Grüße Marion
Man sollte auch bedenken, dass für Schnitzel und Steaks auch Tiere gefüttert werden, nur damit sie später geschlachtet werden können. Und bevor ich Fleisch von Tieren esse, die vielleicht niemals das Tageslicht gesehen haben, esse ich lieber einen Braten von Rehen, die der Jäger im Winter durchgefüttert hat.
Jedenfalls haben sich diese Rehe genau den richtigen Betreuer ausgesucht. :-)
Tja, da kann ich mich mich als Biologin einfach nicht zurückhalten. Rehe haben dank des Menschen keine natürlichen Feinde mehr. Der Bestand ist daher auch ohne Zufütterung schon zu groß und eine Gefahr für das Ökosystem Wald mit allen anderen Tieren, die darin leben. Es wäre nur gut, wenn ein harter Winter den Bestand dezimiert. Besser wäre natürlich, wir hätten wieder Wolf und Luchs, aber das ist wohl kaum realisierbar. Also muss der Jäger die Raubtiere ersetzen und es gibt ja auch welche, die das wirklich tun, also nicht füttern und vorzugsweise schwache und kranke Tiere schießen und nicht die mit den prächtigsten Geweihen.
Es tut mir leid für alle empfindsamen Seelen hier, aber beim Natur- und Tierschutz geht Mitleid nur allzu oft nach hinten los und ist daher nicht angebracht … Viele Grüße
Hallo, da fällt mir ein Sprüchlein ein: “Jedem Tierchen sein Plaisierchen”
Übrigens ein Tipp vom Fachmann: Ein Reh hat kein Geweih sondern ein Gehörn, sollte man als Biologe eigentlich wissen ;o))) Ich hoffe, dass die Biologen bald wieder in Höhlen leben und vom Wolf gefressen werden ;o))))
LG Marion
Hallo Wühlmaus !
Die vordringlichste Aufgabe eines Jägers ist die
Hege und Pflege des Wildes und dazu gehört auch
das ausmertzen kranken Wildes, um den Bestand gesund zu erhalten. Es ist nicht im Interesse des
biologischen Gleichgewichtes wenn gesunde Tiere
verhungern.
Meines Erachtens brichst du eine Lanze für die
Schießer, die sich für wenige Tage eine Jagd pachten und alles was kreucht und fleucht einfach aus Mordlust abknallen.
Nach deiner moralischen Auffassung sind Erdbeben und Tsunamie ein glückliches Ereignis, da ja die Erde überbevölkert ist. Ich helfe trotzdem allen Bedürftigen der Erde, gleich ob Mensch oder Tier.
Übrigens gibt es in Deutschland wieder Wolf und Luchs.
Hallo Ihrs, bitte mal die Kirche im Dorf lassen und sachlich bleiben. Wir fangen jetzt hier nicht an, wie die Blöden in irgendeinem Gartenforum aufeinander rumzuhacken, weil wir verschiedener Meinung sind. Wie üblich behalte ich mir vor, Polemiker auszuschließen und persönliche Angriffe zu löschen.
Danke Gärtnerin !!!
Hallo
Die Tiere habens in diesem Winter wirklich schwer: hier in der Altmark rotten sich nicht nur die Rehe zusammen – 12-14 sind ja normal – aber 76? wir haben in zwei Wochen 4 Wildunfälle auf 2km gehabt. Keine Kraft mehr zum Flüchten – ichmuss meinen Labrador online halten.
Auch finden sich viele Wildtauben und Ringeltauben zusammen. Man könnte schon auf den Gedanken kommen, zuzufüttern.
Andererseits: wenn sie jetzt dadurch überleben – bei den 21 Milliarden Tonnen Schnee auf Deutschland – ich sehe das nächste Hochwasser der Elbe schon kommen. 2002 sind viele Rehe jämmerlich abgesoffen.
Leider schießen die Jäger immer wieder auch vereinzelt Wölfe, die versuchen, durchzulaufen oder auch sich in den Truppenschießplätzen wieder anzusiedeln.
Nicht nur die Tiere habens satt -alles jault über einen normale Winter.
Der Lichtblick: hier tauts! Und ich habe, seit ich diesen Blog entdeckt habe, viel Freude an den sachlichen und fachlich hochwertigen Gesprächen.
Ein bißchen Sentiment darf dabei sein. Auch wenns um Rehe geht.
Viele Grüße, besonders an die taffe Gärtnerin.
Da ich direkt am Wald wohne, verirren sich öfter mal Rehe in meinen Garten. Ich freue mich immer über den herrlichen Anblick der Tiere. Die bittere Erkenntnis kommt dann, wenn Sie mir meine Pflanzen zerfressen haben. Es wird mir dann wieder bewusst, wie viel Geld und Arbeit ich investiert habe. Mein Mann sagt immer entweder einen schönen Garten, oder schöne Rehe sehen. Wenn man morgens beim Frühstücken sitzt und die Rehe sich ansieht, fühlt man sich gleich wohl. Man weiß dann erst, wie ruhig man wohnt.
In diesem Jahr habe ich mich intensiver um den
Schutz meiner Bäume und Sträucher im Garten
bemüht.
Die jungen Pflanzen wurden mit Wildschutzzaun
gegen Verbiss geschützt und die Baumscheiben erhielten eine Deckschicht aus Nadelholzspänen
zum Schutz vor Wühl- oder Schermäusen.
Diese mögen den Geruch von Nadelholz garnicht.
So kann ich meinen Garten schützen und mich
gleichzeitig über die Vielfalt der Wildtiere
freuen.
Diese suchen sich dann ihr Futter an anderen
Stellen.
Heute war ich auf Spurensuche im Garten und habe
so nebenbei meine fleissigen Helfer, die Meisen,
gefüttert. Der Nachteil dabei ist, daß sich auch
ein Eichhörnchen an den Sonnenblumenkernen laben
wollte und auch hat.
Dabei hat es das Futterhäusschen zerlegt.
Also wurde eines aus der Reserve angebracht.
Die Futterknödel waren einschließlich der
Befestigung verschwunden und ich werde sie dann
in der Lärche wiederfinden.
Dank der Maschendrahtgestelle wurden die jungen
Bäume von den Hasen verschont und es gab auch
nur alte Spuren.
Und dann kam der Hammer.
Der Gartenteich ist trotz Schnee nur noch halb
gefüllt. Vermutlich haben die Wühlmäuse wieder
mal ein Loch reingefressen.
Es ist nicht das erste Mal.
Bei der Wassermenge sind sie sicher ersoffen, aber
ich habe trotzdem den Schaden, den ich erst im
Frühjahr ausbessern kann.
Die Überlebenden werde ich dann mit Chili
vertreiben. Dafür habe ich schon gesammelt.
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