Salomonssiegel – Polygonatum
Gabi hat Blüten-Bilder zum Salomonssiegel (Polygonatum). spendiert, das hiermit auch ins Staudenlexikon eingearbeitet werden kann. Vielen Dank dafür.
Laut Zander gehört das Salomonssiegel zu den Convallariaceae, ist also u.a. mit den Maiglöckchen verwandt, und soll auch wie dieses giftig sein. Das Duftende/ Echte Salomonssiegel Polygonatum odoratum, anderer Name “Vielblütige Weißwurz” ist eine von Europa über Nordasien bis Japan heimische, winterharte Wildstaude, aber es gibt wohl auch viele Hybriden von der Pflanze. Die Höhe des Salomonssiegel wird recht unterschiedlich hoch (sehr flach bis 1 m) angegeben, aber das hängt dann wohl auch von der Sorte, vom Standort und der Wasserversorgung ab, denke ich.
Zum Standort: Salomonssiegel denkt man meistens, wenn man an schattige oder halbschattige, wald-ige, feuchte Garten-Partien denkt. Blütezeit: Ende Mai-Juni
Salomonssiegel vermehren
Vermehrung durch Teilung der Rhizome ist ziemlich einfach. Nach der Blüte setzt das Salomonssiegel Beeren an, die Samen enthalten, und Maiglöckchen-Samenständen nicht unähnlich sehen. Vermehrung durch Aussaat/Selbstaussaat im Garten aus diesen wahrscheinlich? Weiß ich nicht, weil ich keins habe. Jemand Erfahrung damit?
eingewurzelt unter: Stauden
Vor einem Jahr
Gartenmöbel und Gartensachen für Kinder, Buntblatt-Pelargonien-Sammlerin, Frangipani-Bilder, Drachenbaum-Wachstum unter Wasser




7 Kommentare bisher
KommentierenHallo Gärtnerin,
Ich werde beobachten, was sich in Bezug auf Samenentwicklung und Aussaat / Selbstaussaat tut und dann berichten.
Nur um’s auseinanderzuklamüsern, dasses da zwei sehr ähnliche Arten gibt:
Die vielblütige Weißwurz ist eigentlich <>, in krautreichen deutschen Wäldern deutlich häufiger, die riecht nicht, Stängel rund.
<>, die wohlriechende oder eben echte W., findet sich eher an trockenen Waldsäumen, auf felsigen, eher kalkigen Standorten, deutlich seltener in der Natur bei uns. Stängel ist hier scharfkantig.
Ausgesamt hat P. multiflorum im Garten meiner Eltern auch immer mal wieder… das geht also auch gut.
Noch eine Ergänzung, weil ich sie gerade letzte Woche noch in “Natura” bewundern durfte:
<>, die Quirl-Weißwurz. Eher was montanes, aus den Alpen z.B, aber auch hier in den Hochlagen des Hunsrücks :D
http://www.gerhard.nitter.de/Steckbriefe/Polygonatum-verticillatum.html
P.S.: die neueste Genetik stellt die Weißwurze und auch das Maiglöckchen mittlerweile zu den Mäusedorngewächsen (jau, namengeben das Zeug aus den Trockensträußen…).
Hübsche Verwandtschaft für schattige Standorte unter Bäumen ist auch noch das Zweiblättrig Schattenblümchen (sic!) … http://de.wikipedia.org/wiki/Zweibl%C3%A4ttrige_Schattenblume
Danke für die Ergänzung, Dennis. Habwasgelernt. ;-)
Selbstaussaat hab ich noch nicht beobachtet, aber das Zeug vermehrt sich glaub ich unterirdisch kriechend, denkbar pflegeleicht also.
4 Monate Beobachtung haben folgendes ergeben: es gibt keine Samen! Die Blüten vertrocken, fallen ab und die Stippel, die dann übrigbleiben, verkümmern.
Die Vermehrung erfolgt – wie Katharina schon geschrieben hat – unterirdisch. Aus den 3 Salomonssiegeln sind jetzt 5 geworden ;-)
Update!
Da die Salomonssiegel inzwischen im gegenüberliegenden Beet (15 m Entfernung!)auftauchen, gibt es wohl doch Samen. Diese scheinen allerdings sehr klein zu sein, da wirklich nicht zu sehen. Die älteren Pflanzen erreichen diesen Mai eine stolze Höhe von über 1 m und sind sehr schön anzusehen. Auf schwerem, lehmigem Boden im Schatten / Halbschatten fühlen sie sich ausgesprochen wohl und vermehren sich fleissig. Ich habe inzwischen einen kleinen Hügel angelegt und die Pflanzen dorthin versetzt, damit man die Blüten auch sehen kann. Wenn sie ebenerdig gepflanzt sind, sieht man eigentlich nur grüne Blatter von oben! Besonders schön finde ich, dass die Pflanzen nicht einziehen. Sie haben ein sehr schönes Blattwerk und man kann sie als prima als Alternative zu Farn einsetzen.
noch ein Update: die genaue Bezeichnung des Salomonssiegels in meinem Garten lautet: Polygonatum bifolium (commutatum). Es gibt noch einige andere Sorten, die aber kleiner sind und kleinere und weniger Blüten haben.
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