Gärtnerin · 01. September 2010, 11:26

Stauden-Kombination, planen

Miriam mit fettem Lob und einem bekannten Problem: Stauden planen / kombinieren.

“Hallo und einen wunderschönen, sonnigen Morgen.

Zuerst einmal, ich bin ein echter Fan von ihrer Gartenseite. Echt klasse. Trotzdem komme ich nicht weiter in meinem Garten, weil ich Angst habe was falsches zu kaufen. Ich habe jetzt sehr große Hoffnung, dass Sie mir vielleicht ein paar Tips geben können. Ich habe ein Blumenbeet, das ca. 7m lang und ca. 2m breit ist. Ich wünsche mir ein Beet, das recht leicht zu pflegen ist. Ich habe schon einige Stauden (zum Teil auch Gehölze) wie z.b. Phlox, Prachtkerze, Hortensie, und Montbretien. Auch eine Asternart, die ich aber ganz neu bekommen habe und noch nicht weiß wie groß sie mal wird. Bodendecker sind auch vorhanden. Mein Problem jetzt, ich bekomme keine schöne Ordnung ins Beet. Ich habe in einem Buch gelesen, dass man die großen nach ganz hinten, die mittleren davor und dann die ganz niedrigen. Das ist ja auch nicht schwer, aber ich kenne mich noch nicht wirklich gut mit Blumen aus. Ich habe Angst, dass ich zu wild pflanze, zu viele oder zu wenige Pflanzen setze. Wonach richte ich mich denn da? Oder welche Pflanzen sollten nicht neben einander gepflanzt werden? Wieviele in den Hintergrund? Wie viele in den Vordergrund. Mein Traum ist es ein dicht bewachsenes Beet zu haben, das aber echt nicht zu unruhig wirkt. Ich dachte gärtnern ist nicht so schwer, aber man kann doch enorm viel falsch machen. Da das Beet ja auch nicht gerade das breiteste ist, kann ich eh nicht so viel Aufbauen. Bis jetzt ist es noch ein Trauerbeet. Leider. Aber ich lese fleißig, trau mich aber doch nicht einfach an den Kauf. Vielleicht können sie mir ja ein paar Blumen (am liebsten Stauden) empfehlen, die von klein nach groß zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Fingerhut finde ich zum Bsp. sehr schön. Aber die Frage ist wieder, wie viel von was? Sollten Sie mir ein paar Tips geben können, würde ich mich sehr freuen. Ich werde jetzt erstmal wieder auf ihrer Seite weiter lesen gehen.”

Beim Staudenbeet-Anlegen hatte ich schon eine ganze Menge Tipps geschrieben. Diese Tipps reichen aber im Einzelfall natürlich auch nicht aus, eine Stauden-Pflanzung perfekt zu planen, insbesondere für Anfänger, die die einzelnen Pflanzen noch kaum kennen und gar nicht wissen, wonach sie suchen sollen, und auch nicht, wie die Stauden sich entwickeln. Stauden-Planung ist echt eins der Schwersten im Garten, weil im Grunde ein multidimensionales Entscheidungsproblem. Deswegen versuche ich mal ein Update und weitere Hilfestellungen, so gut ich kann, indem ich das früher Geschriebene erst nochmal zusammenfasse und ergänze:

Stauden-Planung ist nicht endgültig

Grundsätzlich gilt – jedenfalls kann ich es der Erfahrung nach nur so – dass ein Staudenbeet niemals vorab endgültig planbar ist. Neben der Kombination der Stauden nach Höhe, Farbe, Blütezeit, Menge der einzelnen Stauden-Arten kommen “Unbekannte” hinzu, die spätere Anpassungen erfordern. Z.B. Standort-Vorlieben. Man kann sich noch so sehr bemühen, Standort-Bedürfnisse zu erfüllen – an sonnigen, schattigen, halbschattigen Standorten nur entsprechend passende Gewächse zu pflanzen, was schon sehr viel hilft, wenn bestimmte Stauden dann später aufgrund moderierender Bodenverhältnisse (Feuchtigkeit, Nährstoffgehalt, Humusgehalt, Durchlässigkeit, Kalkgehalt, saurer Boden, Bodenzusammensetzung, Wasserhaltefähigkeit (->Bodenanalyse für den Hausgebrauch vorab)…) dann doch nicht wie gewünscht gedeihen, und tiefgreifende Bodenverbesserung Jahre in Anspruch nimmt. Insofern ist das Anlegen eines Staudenbeets immer ein schrittweiser Prozess bei mir, der bis zum vorläufigen Endstand 2-3-4 Jahre dauern kann. Nach der Erst-Anlage entdeckt man zu bestimmten Monaten Blüh-Lücken und korrigiert, andere Stauden mickern und fliegen wieder raus, bzw. werden durch solche ersetzt, die es dort besser machen, oder neue Sorten ausprobiert und so weiter…

Stauden-Pflanzregeln/Orientierungshilfe zur Mischung

Staffelung und Menge nach Stauden-Höhe, Proportionen

- Solitärstauden/hohe Stauden einzeln oder in kleinen Gruppen, und tendenziell nach hinten
- Niedrigere bis ganz niedrige Stauden in größeren Gruppen und tendenziell nach vorne

Die Höhe-Staffelung also: niedrig vorne – mittel Mitte – hoch hinten im Beet
Die Mengen-Staffelung: je kleiner, desto mehr Pflanzen, je größer, desto weniger ( so ungefähr)

Von Stauden-Arten wenigstens drei Pflanzen, um eine nette Stauden-Gruppierung zu erreichen, es sei denn, das Beet ist sehr klein oder sehr groß, dann sollten die Pflanzen-Flecken-Größen entsprechend angepasst werden.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Zum Beispiel habe ich bei meinem aktuell neu entstehenden Staudenbeet / Planung Anf. 2009 jetzt im September zu überarbeiten. Mit der Stauden-Pracht ging es gleich gut los im Sommer 2009, aber das Beet ist einfach nicht tief genug für eine vollständige Staffelung bis zum Bodendecker. Der Rand an der Terrasse wird nun “erhöht”. Die Bodendecker-Stauden fliegen raus, mittelhohe bis hohe Stauden auch dort. Außerdem weist das Beet noch nen Sonderfall auf: Es soll von zwei Seiten attraktiv sein, also auch vom Rasen aus. Insofern nutzt die einseitige Höhenstaffelungs-Idee hier, anders als bei einer Stauden-Planung am Garten-Rand nicht viel.

Eine weitere Ausnahme wäre ein sehr großes, sehr tiefes Beet, wie von Miriam angegeben. Mit drei Pflanzen-Flecken kann das schnell zu viel-sortig und zu durcheinander werden. Die einzelnen Staudentuffs müssten dann größer ausfallen, um eine vernüftige Proportion zur Beetgröße zu erreichen. Ich denke, ich würde da auf 5 Stauden oder so gehen.

Und noch eine Ausnahme: Manche Stauden sind von Natur aus sehr “breit”, wie z.B. Pfingstrosen, die nicht gern verpflanzt werden, und riesige Blätter kriegen. Von denen vielleicht eher nur eine Staude, es sei denn, das Beet ist sehr groß, und mehr Platz zum Nachbarn lassen.

Unde noch eine Ausnahme: Manche Stauden werden nach der Blüte schnell so unattraktiv, dass man von ihnen keinen ganzen Tuff will, der dann flächig blöd aussieht. Die setzt man besser nicht so flächig, sondern einzeln oder streut sie dazwischen. Zum Beispiel: Akelei, Mohn, Fingerhut

Stauden – Pflanzabstand

A propos Platz zum Nachbarn: Optimaler Pflanzabstand für Stauden ist ne nachdem auch so eine Sache, je nachdem wie schnell die Stauden in die Breite wachsen (s.unten: Wucherer). Es gibt dafür keine feste “richtige” Größe. Über kurz oder lang wird ein Beet immer zuwachsen, fragt sich nur wie schnell. Ich empfehle, nicht zu dicht zu pflanzen. Klar will man möglichst schnell alles dicht haben, aber dann kommt auch der Zeitpunkt früher, an dem man zu viel gewachsene Stauden, die sich gegenseitig bedrängen, abstechen und weggeben oder wegwerfen muss. Außerdem ist das Kaufen von einer größeren Menge Stauden teurer als von einer kleineren, sparsamer gepflanzten Menge, die sich im Lauf der Zeit dann sowieso selbst vermehrt. Mein Tipp, gerade für Stauden-Anfänger: Lasst mal ruhig Platz dazwischen (20-30 cm), und sät z.B. Bienenfreund als einjährigen, sehr attraktiven Zwischenblüher dazwischen, wie ich es oben (Link “Stauden-Pracht”) bei meinem Beet gemacht habe. Dann kann man auch sehr gut beobachten, wie sich die einzelnen, noch unbekannten Pflanzen in den ersten ein bis zwei Jahren entwickeln, und wer auf dem vorhandene Boden wie gut oder rasch in die Breite wächst, und wer eben nicht. So hat man Lehrjahre, die zu der Erfahrung mit der einzelnen Staude führen, die jetzt noch fehlt. Dichter pflanzen wo nötig kann man dann beim Vermehren der Stauden zwei Jahre später, wenn man weiß, welche wie gedeiht.

Stauden nach Blütezeit, Blütenfarbe

Es bringt nix, wenn man Wunsch-Stauden zusammenpflanzt, die einem gefallen, aber zu völlig unterschiedlichen Zeiten blühen, so dass sich der gewünschte Kombinations-Effekt niemals einstellen kann. Im Unterschied zu vielen einjährigen Sommerblumen, die die ganze Gartensaison blühen, haben alle Stauden ihre vergleichsweise kurze Zeit (, oft nur 14 Tage oder so, dafür sind sie winterhart). Langblühende Stauden, auch nach der Blüte blatt-attraktive Stauden oder remontierende Stauden (zweimalblühend) kann man einplanen und dazwischen mischen, natürlich. Passende Blütezeit ist ein wichtiger Grund, warum man sich damit beschäftigen muss, was zusammen blüht. Bei kleinen Beeten empfiehlt sich auf jeden Fall, dem Beet eine gewisse Blüh-Saison zuzuordnen. Besser alles oder vieles blüht auf einmal, aber richtig prächtig, als das ganze Garten-Jahr auf ein-zwei magere Blüten zu starren.

Stauden mit relativ langer Blütezeit

Storchschnabel, wenn Verblühtes laufend abgeschnitten wird
Sonnenhut
Leinkraut/Linaria purpurea blüht nun schon Monate, und ist meine aktuelle Lieblingsstaude
Veronica spicata
Schaumblüte
Scheinmohn
Schleierkraut
Vexiernelke ist eine anspruchslose, langblühende Pflanze, wenn sie laufend ausgeputzt wird.

Blatt-attraktive Stauden:

Frauenmantel
Hosta
Heuchera
Günsel
( letztere drei sind v.a. Halbschatten- und Schattenstauden, einzelne Sorten gedeihen bei mir aber auch in der Sonne gut. Das kann man also ausprobieren, wenn Boden nicht zu trocken.

zweimal blühende Stauden/remontierende Stauden

(blühen nochmal, wenn man Verblühtes vor der Samenreife entfernt) Campanula portenschlagiana
Phlox
Frauenmantel
Rittersporn
Katzenminze
Spornblume

Stauden nach Stärke

Weitere Dimension: Einige Stauden sind standortabhängig wahre Wucherer und gehen durch unterirdisches Rhizom-Wachstum schnellstens in die Breite, um ihre Nachbarn zu bedrängen, oder breiten sich durch Versamen sehr schnell aus. Mit ihnen hat man schnell den Garten üppig blühend, aber auch immer wieder Arbeit mit Abstechen des “Zu viel”. Schwächlichere Nachbar-Stauden können verdrängt werden, wenn das Beet nicht rechtzeitig gepflegt wird.

Wucherer

Gelenkblume
Chamaleonpflanze
Frauenmantel
Sonnenhut (etwas weniger)
Herbstastern
Lampionblume
Hornkraut

Stauden nach Blütezeit

Schwierig aus dem Kopf, weil sich die Blütezeiten überlappen, und z.T. sortenabhängig sind (wie auch die Höhe), und je nach Witterung auch bissi nach vorn oder hinten verschieben. Auf die Schnelle, was mir einfällt: zusammen/zumindest überlappend blühen, v.a. meine eigene blau-weiß-rosa-Kombination im Garten natürlich, sowie andere Stauden, von denen ich die Blütezeit weiß – Angabe in zwei Monaten bedeutet nicht unbedingt, dass sie zwei Monate lang blühen, sondern dass sich die Blütezeit oft über die Monatsgrenze erstreckt, Standort-Vorlieben beachten:

Stauden Blütezeit Februar:

Christrose, Winterling

Stauden Blütezeit März:

Strahlenanemone, Tulpen, Narzissen, Traubenhyazinthen

Stauden Blütezeit April:

Bergenien, Blaukissen, Felsen-Steinkraut, Gänsekresse, Gemswurz, Küchenschelle, Lungenkraut, Schleifenblume, Tränendes Herz

Stauden Blütezeit Mai:

Zierlauch (Blumenzwiebeln), Akelei, Campanula portenschlagiana, Iris barbata (je höher, desto später die Blütezeit), Türkenmohn, Gemswurz, Pfirsichblättrige Glockenblume, Pfingstrosen, frühe Storchschnabel-Arten, Bergflockenblume, Katzenminze, Schleifenblume, Vergissmeinnicht, Pfingstrosen, Grasnelken, Günsel, Helmkraut, Hornkraut, Immergrün/Vinca minor, Islandmohn, Jakobsleiter, Maiglöckchen, Purpurglöckchen, Sandkraut, Scheinmohn, Tränendes Herz

Staudenkombination, bilden bei mir zusammen Schwerpunkte im Sonnen-Staudenbeet Mai:

- Iris barbata, Türkenmohn, Pfingstrosen, Zierlauch (hoch),
- Storchschnabel, Bergflockenblume, (mittel
- Akelei vereinzelt (mittelhoch)
- Hornkraut, Grasnelken (niedrig)

Stauden Blütezeit Juni

Vexiernelke, spätere Storchschnabel-Arten, Rittersporn, Leinkraut, Lupine, Strauchrosen, gesäter Bienenfreund, Mutterkraut, Spornblume, viele Glockenblumen-Arten, Agastache, Grasnelken, Veronica spicata, Hauswurz, Diptam, Fingerhut, Betonica officinalis, Monarda, Islandmohn, Lavendel, Margeriten, Nelkenwurz, Scheinmohn, Schleierkraut, Sterndolde, Wollziest, Bergminze

Staudenkombination-Schwerpunkte im sonnigen Juni-Beet:

- Vexiernelke, Rittersporn, Lupine, Strauchrosen, Spornblume, Monarda, Margeriten (hoch)
- Storchschnabel, Bienenfreund, Knäuel-Glockenblume, Mutterkraut, Veronica spicata, Lavendel, Schleierkraut, Sterndolde (mittel)

Stauden Blütezeit Juli:

Vexiernelke, Taglilien, Gelenkblume, Phlox, Spornblume, Monarda, Sonnenhut, Malve Malva alcea, Veronica spicata, Agastache, Hosta-Arten, Lampionblume, Mädchenauge, Palmlilie, Schafgarbe, Scheinmohn, Schleierkraut, Schneefelberich, Ysop

Staudenkombination Juli in meinem Sonnen-Beet:

- Vexiernelke, Gelenkblume, Phlox, Spornblume, Monarda, Sonnenhut, Ysop (hoch)
- Veronica spicata, Agastache, Hosta, Schleierkraut (mittel)

Stauden Blütezeit August

Sonnenhut, Malva alcea, Rittersporn, Ballonblume, Kugeldistel, Fetthenne, Kokardenblume, Mädchenauge, Phlox ggf., Prachtkerze, Schleierkraut, Ysop

Staudenkombination im August-Sonnenbeet:

- rosa Sonnenhut, Rittersporn remontiert, Kugeldistel, Phlox remontiert, Ysop (Hoch)
- Fetthenne, Prachtkerze, Schleierkraut (mittel)

Stauden mit Blütezeit September:

Agastache, Fetthenne, Herbstastern, Herbstanemone, Gräser-Monat: Lampenputzergras, andere Ziergräser, Liriope, Astilbe

Staudenkombination im sonnigen September-Beet:

- Agastache, Fetthenne, niedrige Herbstastern, Lampenputzergras (mittel)

Staudenkombination im Schattenbeet mit September-Höhepunkt:
-Herbstanemone (hoch)
-Astilbe (mittel)
-Hosta (ohne Blüte den ganzen Sommer attraktiv)
- Heuchere (ohne Blüte den ganzen Sommer attraktiv)

Alle von mir genannten Stauden findet Ihr über die Suchfunktion oben rechts oder das Stauden-Lexikon. Die genannten Beispiele sind natürlich alle aus den Erfahrungen mit den Stauden in meinem Garten, zu anderen, insbesondere auch anderen Blütenfarben-Kompositionen fehlen sie mir. Ich denke, die Stauden-Anfänger wären dankbar, wenn Ihr lieben Mitleser Lust hättet, aus Eurem Erfahrungsschatz zu ergänzen, wenn Ihr könnt, ungefähr so:

schnell unattraktive Stauden, vereinzelte Zwischenstreuer sind:
langblühende Stauden sind:
remontierende Stauden sind:
Wucherer sind:
erfolgreiche Stauden-Kombinationen nach Blütezeit – bei mir im Garten blüht zusammen/ bilden im Monat x Schwerpunkte: (hoch/mittelhoch/niedrig)

Eure Infos würde ich dann hier oben der Übersichtlichkeit halber ergänzen?! Achjeee-tje, Übersichtlichkeit. :-(
Das ist ja jetzt schon eigentlich … na ja… Ich habe mich bemüht, im Rahmen meiner Möglichkeiten…

Noch ne Idee für das große 7×2 m-Beet. Ich würde versuchen, die Kombinationen auf der Länge 2-3x zu wiederholen, und so zu planen, dass jeweils Häufungen gleichzeit blühender Pflanzen miteinander wiederholt Blütengipfel bilden.

eingewurzelt unter: Stauden

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
Herbstanemonen - Herbstblüher-Lieblinge!, Garten-Koch-Event "Bohnen" - Roundup



3 Kommentare bisher

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Miriam, 01. September 2010, 13:48

Hallo,
vielen Dank für diese tollen Infos. Das hat mir wirklich sehr geholfen. Ich werde mein Beet jetzt erstmal vorläufig planen und im nächsten Jahr beobachten. Es wäre ja auch schade, wenn man nie wieder was zu planen oder was zu verändern hätte. Macht ja auch Spaß. Auf jeden Fall helfen mir die Blumen/Staudenangaben sehr gut weiter. So kann ich Schritt für Schritt aufbauen. Zudem wollen wir das Beet evtl. etwas kleiner machen. In der Länge soll es bleiben, aber in der Breite werden wir vielleicht 50 cm nehmen. Ich kann mir sehr gut vorstellen Pflanzsteine als Begrenzung zu setzen, wo ich für den Sommer einjährige Blumen wie fleißige Lieschen, Eisbegonien oder sonstige einsetzen könnte. Zudem ist ein so großes Beet echt eine Menge Arbeit. Ich habe ja gegenüberliegend noch ein Beet, welches geschwungen ist. Das ist aber wesentlich schmaler. Das ist leicht zu bearbeiten, da ich einen ganzen Teil davon meinem lieben Lavendel zugeteilt habe. Ich bedanke mich noch mal ganz herzlich für die Mühe und ich bin jetzt viel zuversichtlicher.

Miriam

Merowinga, 01. September 2010, 21:04

Hihi, vom Trauer-Beet zum Trau-Beet :-)

Spontan würde ich ja z.B. einen Lavendel-Randstreifen JEDER ART von Pflanzsteinen und schon gar vorwurfsvollen (ab dem 2. Jahr, wenn die Begeisterung für 7m Einjährige nachlässt) vorziehen…
Es grüßt

Merowinga (mit noch ganz vielen Probierbeeten)

Bettina, 02. September 2010, 17:51

Ein reines Staudenbeet wollte ich auch immer, aber jetzt meine ich, das darf man nicht so prinzipiell sehen, zumal die Stauden um die 3 Jahre brauchen, bis sie groß genug sind. Besser eine pflegeleichte Umgebung bauen, in der die Stauden die Highlights sind. Ich würde mit 3 Chinaschilf und 10 niedrigen Spiräen (Sp. gibts jedes Frühjahr bei Aldi in versch. weiss-rosa Farben) erstmal etwas Struktur ins Beet bringen, das sind zwar keine Stauden, aber sie sind (fast) das ganze Jahr präsent und ansehlich und machen schon im ersten Jahr was her. Die Spriräen kann man ja rausnehmen, wenn die Stauden groß werden und groß bleiben sollen. Mit 3-4 Beetrosen etwas aufpeppen, Fortuna und Bad Birnbach blühen bei mir vom Mai bis zum Frost ganz ohne Pflege, BB macht auch am vorderen Rand was her. Und dann vorne klein, hinten groß, Wiederholungen nicht vergessen. Randstreifen mit Eisbegonien ist pflegeleicht und schön, hatte ich auch paarmal bevor alles groß war.

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