Gärtnerin · 17. März 2010, 12:55

Zwergiris, 2. Blüte

Garten ist immer für eine Überraschung gut. Hatte ich mich doch letztes Jahr darüber ausgelassen, dass die Frühlings-Zwergiris (Iris reticulata) Blumenzwiebeln in der Regel im zweiten Jahr schon nicht mehr blühen, und sie als einjährigen Garten-Spaß bezeichnet. Und nun? Erstmals in meiner Garten-Geschichte beweisen sie das Gegenteil, allerdings nur die lila und blauen Iris, die gelben haben´s gemacht, wie ich geschrieben hatte:

blaue frühlings-iris

Und das bei der Behandlung!
Hatte die als Frühlings-Unterpflanzung in die Töpfe am Garteneingang eingemischten Blumenzwiebeln nach der Blüte rausgenommen und einfach grob und durcheinander-unsortiert in einen Plastiktopf geworfen. Zwei Hände Gartenerde drauf und eine Handvoll Hornspäne. Dann in eine Ecke im Gartenhaus gestellt, und vergessen, sogar zu gießen. Also können die Hornspäne auch nicht gewirkt haben im knochentrockenen Boden. Im Herbst erschrocken und schnell mal nach draußen in den Garten gestellt, falls da doch noch was lebt. Bis vor vier Wochen stand der Gammel-Blumenzwiebel-Topf achtlos auf einem Beet. Jetzt hab ich anscheinend den Bogen raus. :-)

Bilder von diesen blauen Zwergiris letztes Jahr

eingewurzelt unter: Garten allgemein

Vor einem Jahr
Narcissus "Paperwhite", Stauden-Kauf in Holland



3 Kommentare bisher

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Sabine Z., 17. März 2010, 19:45

Die blauen Iris reticulata hab ich auch, oder besser eine Sorte von den vielen, welche genau weiß ich auch nicht. Die Farbe liegt genau zwischen den Blauen und den Violetten auf dem Bild – also so kräftig blau-violett. Stehen seit 10 Jahren bei mir im Vorgarten und haben bis jetzt jedes Jahr geblüht, ohne großartig düngen oder sonstwas. Aber eben auch wie bei anderen Frühblühern das Laub auch nach der Blüte wachsen lassen und erst weg machen wenn es eingezogen ist (meist erst im Herbst). Viele verwechseln das nicht Iris-typische schmale Laub aber mit Gras und reissen dann die Pflanzen aus.
Gelbe Iris reticulata gibt es meines Wissens nach nicht. Das wird wohl eine Iris danfordiae gewesen sein, die nicht wirklich winterhart sind. Man kann sie ins Beet setzen, aber muß sie dann bedeutend tiefer (ca. 15cm) einpflanzen. Im Topf oder Kübel überstehen sie den Winter jedenfalls nicht.

Gärtnerin, 18. März 2010, 08:57

Prima, danke auch für die Iris danfordiae-Bestimmung, Sabine. Im letzten harten Winter waren sie im Blumentopf allerdings sehr gut über den Winter gekommen, auch die gelben.

Sabine Z., 21. März 2010, 19:46

Vielleicht gibts ja auch noch mehr gelb blühende Zwergiris oder neuere, frostharte Sorten oder Kreuzungen. Bei den ohnehin schon vielen Irisarten und Sorten kann man nicht alle kennen, und jedes Jahr neue Kataloge von Staudengärtnereien und Baumschulen kaufen… ?
In den üblichen Nachschlagewerken ist üblicherweise nur das Gängigste drin.

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