Garten-Koch-Event November: Physalis
In diesem Monat geht es um die Kapstachelbeere (Physalis peruviana/edulis) oder auch Andenbeere oder Inkapflaume genannt, aus der Familie der Physalis-Pflanzen (Blasenkirschen). Ihr kennt sie bestimmt: das sind diese kleinen hellbeigen Lampions, in denen sich kleine, orangefarbene Beeren verstecken, die einen frisch-säuerlichen Geschmack haben.
Es handelt sich hier um ein Nachtschattengewächs, ist also verwandt mit Tomate, Aubergine und Kartoffel. Wie diese ist die Physalis in unseren Breitengraden nicht winterhart. Ursprünglich stammt sie aus Südamerika (z.B. den Anden *g*), gelangte über Südafrika (daher der Name ‘Kapstachelbeere’) nach Europa; wird aber mittlerweile in vielen warmen Gegenden der Welt angebaut. Dort dauert die Erntezeit von November bis ins Frühjahr – das ist auch der Grund, warum diese Früchte bei uns meist um die Weihnachtszeit zu kaufen sind.
Die Physalis läßt sich aber auch leicht selbst anbauen: Dazu werden die Samen im zeitigen Frühjahr (Februar/März) in der Wohnung in Blumentopf oder Saatschale ausgesät, nach ein paar Wochen vereinzelt und ab Mitte Mai entweder in den Garten oder problemlos in einen größeren Kübel gepflanzt.
Ich habe sie dieses Jahr mit Tomatendünger und Hornspänen gedüngt; das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Physalis-Urwald Anfang Oktober
Die ersten Blüten erscheinen im Sommer, welche sich bis September/Oktober zu den bekannten Lampions entwickeln. Je mehr Sonne (und Wasser!) die Pflanzen im Laufe des Sommers abbekommen, desto besser reifen die Früchte auch aus. Sie sollten nur reif gepflückt werden, denn zum einen sind sie im unreifen Zustand leicht giftig (Nachtschattengewächs eben) und zum anderen reifen sie nicht nach. Die Früchte sind sehr reich an Vitamin A, C, B3 und Eisen.
Links: Südtiroler Physalis – eine besonders großfrüchtige Sorte
Mitte: ‘Normale’ Physalis – wie man sie auch in den Geschäften bekommt
Rechts: Ananaskirsche (Physalis pruinosa) – eine nahe Verwandte mit kleineren Früchten und größerem Geschmack
Achtung: Bitte nicht verwechseln mit Physalis alkekengi, der Lampionblume mit den orangenfarbenen Lampions. Diese sind nicht genießbar!
Leider machen die hiesigen Fröste den Pflanzen den Garaus, denn sonst könnte man sie mehrere Jahre erhalten. Ich habe einmal versucht, zwei Pflanzen in der Wohnung zu überwintern. Es hat zwar funktioniert, aber sie haben im nächsten Jahr auch keine bessere oder frühere Ernte gebracht als die frisch ausgesäten Exemplare. Lohnt sich also nicht!
Was fällt Euch zu diesem Thema ein? Welche Rezepte kennt Ihr, um diese kleinen Früchtchen lecker zu verarbeiten?
Sendet Eure in diesem Monat veröffentlichten Beiträge mittels Link in den Kommentaren oder via Trackback bis zum 30. November 2011, 23:59:59 MEZ. (Wer keinen Blog hat, kann auch gerne eine Email schicken.) Bitte überprüft auch zeitnah, ob Eure Kommentare oder Trackbacks hier erscheinen. Falls nicht, meldet Euch! Bei weiteren Fragen hilft Euch die FAQ.
Update: Die Zusammenfassung gibt es hier!
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eingewurzelt unter: Garten allgemein,Obst im Garten
Vor einem Jahr
Wallflower - vertikaler Minigarten, Ceropegia African Parachute, Mini Garden, Weihnachtsdekorationen im Angebot




21 Kommentare bisher
KommentierenHallo,
überraschend das Thema, doch ich finde es lässt viele Möglichkeiten. Mir gefällt das.
Gruß Wolfgang
Moin!
Habe sie in diesem Jahr ebenfalls gezogen, ohne zu wissen, was man mit ihnen macht; daher sind sie als gesunde Ergänzung im Smoothie gelandet, alleine waren sie mir einfach zu sauer ;-)
Eure
ChatMouse
eigentlich wollte ich heuer eine dieser physalis, die superschöne orangrote lampions macht im herbst. wir wunderten und ärgerten uns, dass sie immer nur braun wurde, bis uns ein licht aufgegangen ist….jammi, das ist eine essbare, seither plündern wir bis jetzt ständig die riesengroß wuchernde pflanze… aber eigentlich hätte ich gemeint, dass sie oberirdisch abstirbt und im frühjahr wieder austreibt….hm. jetzt bin ich am überlegen wie ich sie übers jahr bringe….
@Bettina: Das mit dem Wieder-Austreiben kann funktionieren, aber dann muß sie doch sehr, sehr gut abgedeckt werden und es darf kein kalter Winter werden. Wir hatten bei uns diese Woche ganz leichten Nachtfrost und die Spitzen sind schon erfroren.
Ich würde lieber ein paar Samen aufheben, aber wenn Du sie zurückschneidest und hell und kühl stellst und regelmäßig gießt, funktioniert das Überwintern auch. Im Keller habe ich es noch nicht probiert.
Liebe Grüße, Sus
Ich habe dieses Jahr Physalis auf dem Balkon angebaut. Alle Früchte sind direkt vom Strauch in den Bauch gewandert – sie schmecken toll! Ich überlege aber gerne, was sich daraus kulinarisch zaubern lässt.
Also ich mache aus Physalis immer Konfitüre (In verbindung mit Passionsfrucht). Das kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen.
Liebe Grüße Caro
@sus: meine physalis hat monstergröße (höhe ca 1,80 m und durchmesser 3 m) angenommen, und wir hatten schon einige nachtfröste…ohne erwähnenswerte schäden, und ich futtere ständig früchte…
ich könnte sie ja zurückschneiden und mit einem wintervlies einwickeln…
@Bettina: Probier’s! Erzähl uns dann, ob’s geklappt hat.
Liebe Grüße, Sus
Im Wintergarten (min. 5°C) habe ich schon mal eine Physalis überwintert. Das ging problemlos. Im Folgejahr, hatte ich kaum noch Platz dort und war auch zu faul den Riesenkübel zu schleppen. Also stellte ich ihn in die Garage. Es war schon nach dem ersten leichten Reinfrieren um die Andenbeere geschehen: Die Stängel waren richtig gehend aufgeplatzt. Später ist dann auch noch der Wurzelballen richtig durchgefroren. Es war aber auch ein extrem kalter Winter bei uns. Da konnte ich nur noch den Tod der Pflanze feststellen :-(
Hab’ einen Salat mitGEBRATENEN PHYSALISgemacht. Sehr gut!
Von Culinaria Ungaria erreichte uns der Link eines Rezepts per Email:
Zitat: –>
Hallo liebe Gärtnerinnen!
Als ich von eurem neuen Wettbewerb über die Physalis gelesen habe, war ich sofort begeistert und möchte hiermit (mit meinem Rezept) teilnehmen.
Frische Schwarzwurzeln im knusprigen Teigmantel mit süß-scharfer Physalis-Kaki-Soße und Hirse-Pesto
Ich hoffe es gefällt Euch und wer weiß, vielleicht den Lesern auch.
<– Zitatende
einen Salat habe ich gemacht mit Physalis in der Vinaigrette:
http://kaquushausmannskost.blogspot.com/2011/11/aromatisch-wintersalat-mit.html
Hallo Sus
Eine kleine Vorspeise habe ich noch mit Physalis:
http://kaquushausmannskost.blogspot.com/2011/11/ausprobiert-jakobsmuschel-auf-cous-cous.html
Gruß Wolfgang
Gerne möchten wir unsere Physalis – Lebkuchen – Muffins Création beisteuern.
Hallo, tolle Idee wenn auch vielleicht nicht ganz so ökologisch..meine Physalis kam aus Kolumbien..naja..schmecken tut es mir trotzdem und sonst habe ich ja gerade eine Regionalgemüsekiste….
hier mein Rezept:
http://kreativeskochen.blogspot.com/2011/11/physalis-stachelbeer-chutney-auf-toast.html
lGHEike
Von mir gibts eine Nachspeise: Schneegestöber mit Physalis
http://baeren-hunger.blogspot.com/2011/11/schneegestober-mit-physalis.html
Ich hab mich von Jamie Oliver inspirieren lassen und heraus kam etwas überaus traumhaftes!
http://estrellacanela.blogspot.com/2011/11/kokosbaisertortchen-mit-bananen-und.html
[...] [...]
Ich habe einen Filetspieß mit Physalis-Chutney und Koriander-Kartoffeln vorbereitet:
http://www.highfoodality.com/rezepte/fleischgerichte/filetspiese-mit-physalis-chutney-und-koriander-kartoffeln/
Mein Beitrag wurde dann doch wieder etwas Süßes:
Physalis-Schokoladen-Muffins
Liebe Grüße, Sus
Wollte ich schon lange machen: Physalis mit Schokoladenüberzug:
http://dermutanderer.de/physalis-mit-schokoladenuberzug/#more-9779
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