Gärtnerin · 11. Mai 2011, 13:06

Komposthaufen anlegen – Tipps?

Verrottungsprobleme und Gartenanfänger mit Kompost-Fragen. Sakura sucht nach Tipps zum Anlegen eines funktionierenden Komposthaufens:

„Um den Garten so richtig gut zu ernähren, möchte ich gern einen kleinen Komposthaufen anlegen bzw. – und das trifft es eher – aus dem bisherigen Komposthaufen-Versuch einen gescheiten Haufen machen, denn aktuell ähnelt das Ganze mehr einer unansehnlichen und unattraktiven Dreck-Ecke….Und so wirklich verrotten tut das alles auch nicht. Wir haben eine recht große Rasenfläche, die wir durch bunte Beete aufzulockern suchen. Das klappt auch alles soweit ganz gut, aber der Rasenschnitt ist mir viel zu schade für die braune Tonne…Das mit dem Kompost funktioniert aber irgendwie alles auch nicht so, wie gedacht….Deshalb wären da richtige Einsteiger-Tipps – falls möglich – wirklich großartig.

Im Blog hab ich schonmal nach Kompost gesucht, aber wie das mit Google halt so ist, hab ich jede Menge Artikel gefunden, in denen auf die Verwendung von Kompost und die Vorbereitung des Bodens mit selbigem hingewiesen wird, jedoch leider keinen „Idioten-sicheren“ Beitrag über die richtige Anlage und Pflege eines Komposts. Falls also schon ein Beitrag zur Herstellung von Kompost existiert, so entschuldigen Sie bitte, denn den hab ich dann schlichtweg übersehen.

Haben Sie ein paar Tipps zur richtigen Kompostgestaltung? Was, wie, wann, wo legt man den am besten an und worauf sollte man dabei achten? Ab welcher Gartengröße ist es sinnvoll einen Kompost anzulegen?“

In der Tat existiert hier noch kein Beitrag zum Komposthaufen-Anlegen, nur zur Flächenkompostierung und zum Mulchen, weil mein kleiner Ex-Garten sowieso keinen Kompost anzulegen lohnte und sich bisher für diese Frage noch niemand interessiert hat. Ich speichere also mal aus, was ich dazu weiß, und vielleicht haben ja auch andere Tipps.

Kompostierungsprozesse – Verrottung und Hitze

Die Verrottung auf einem Komposthaufen gut in Fahrt zu bringen, erfordert ein paar Basiskenntnisse, damit man die Lage auf dem Kompost beurteilen kann. Im Groben sollte man wissen, dass dafür ein reichhaltiges Kompost-Leben, bestehend Mikroorganismen, Pilzen, Würmern, allerlei Kleinlebewesen bliblablub verantwortlich ist, und der Komposthaufen im Zuge der Kompostherstellung durch die kleinen Mitarbeiter ordentlich heiß werden muss. Und dass da aerobe und anaerobe Prozesse ablaufen (mit und ohne Sauerstoff). Hitze-Entwicklung ist der Maßstab, dass da alles läuft wie es soll. Ein gut funktionierender Kompost mit allerlei verschiedenen Kompostmaterialien kann nach innen hin schonmal bis 100 Grad entwickeln, und je heißer er wird, desto sicherer sterben z.B. bei der Verrottung alle Unkrautsamen (bei mindestens 60 Grad) ab und desto schneller geht die Kompostierung vonstatten.

Damit es dazu kommt, braucht es im Groben (Früher oder später wird auch unter nicht-optimalen Bedingungen alles mal Kompost, nur dauert es ggf. Jahre länger):

– Eine ausreichende Menge verschiedenstes Kompostierungsmaterial
– optimale Belüftung
– optimale Feuchtigkeit im Komposthaufen

Eine ausreichende Menge Pflanzenmaterial sollte zur Verfügung stehen, und das am besten gut durchmischt, also z.B. feineren, nassen Rasenschnitt immer mit groberen Materialien wie Ästen und Zweigen (zerkleinert) vermischen, um eine gute Belüftung zu garantieren. Sonst batscht z.B. der Rasenschnitt zusammen, lässt keine Luft mehr durch und fängt an zu faulen. Was an sich auf Dauer kein Problem ist, aber zunächst mal die Hitze nicht in Fahrt bringt und ggf. darunter arbeitenden Mitarbeitern, die Luftzufuhr abschnürt. Die Kompost-Materialien sollten also möglichst etwas „luftig“ gemischt werden, weil nicht alle am Zersetzungsprozess Beteiligten ohne Sauerstoff auskommen. Tipp: Wenn das Kompostierungsgut nicht gut gemischt aufgehäuft wurde, hilft manchmal schon Umrühren oder Umschichten mit der Grabegabel, um den Prozess zu beschleunigen. Daraus folgt auch, dass das übliche Wenden/Umsetzen des Komposts nach einigen Monaten (quasi das unterste zuoberst und das Oberste zuunterst bringen) den Prozess beschleunigt und gleichmäßig durchs Material schickt, weil so dann das bisher äußere, am wenigsten verrottete Material im Herz des Komposts mit der größten Hitze zu liegen kommt, und das am weitesten Kompostierte nach außen/oben hin. Daraus folgt weiterhin, dass ein Komposthaufen besser nicht zu klein ist. Je größer und je vielfältiger die Mischung, desto weniger sensibel das Ganze, desto sicherer funktionierts, entwickelt sich die Wärme und kann da ordentlich was passieren.

b) Komposthaufen-Bewohner brauchen so was wie eine optimale Feuchtigkeit. Kompost sollte nicht durch und durch batschnass sein, weil das eher Fäulnis und Sauerstoff-Abschluss begünstigt, aber auch nicht zu trocken. Wenn es lange nicht geregnet hat oder in geschlossenen Kompostbehältern mit Deckel wie unseren Kunststoff-Kompostern ist das häufiger ein Problem, vor allem wenn zu viel grobes Pflanzenmaterial drin ist oder sogar der Rasenschnitt zu Stroh vertrocknet. So dauert es, bis die Lebewesen, insbesondere die notwendigen Bakterien und Mikroorganismen, Einzug halten. Deswegen öffne ich die Komposteimer-Deckel bei Regen regelmäßig und halte ggf. auch schonmal kurz den Gartenschlauch rein. Ist ein Kompost zu nass, hilft dagegen, wenn man mehr grobes Material untermischt, damit die Belüftung wieder besser wird. Zu nass ist – neben dem Einbringen ungeeigneter Materialien – der häufigste Grund, warum der Kompost stinkt! Was man ja auch nicht will.

Kompostieren – Möglichkeiten

Beim Kompostieren unterscheidet man zwischen offener Kompostierung (Einfach ein Komposthaufen oder ein Draht- oder Holzgestell drumrum. Schnellkomposter sind diese großen Plastikeimer mit Deckel und ohne Boden in meistens dunklen Farben. Dass das Gefäß keinen Boden hat oder einen durchlöcherten, begünstigt das Einwandern der Kompost-Mitarbeiter von unten aus dem Gartenboden. Der Vorteil der dunklen Komposter liegt v.a. in der besseren Hitzeentwicklung von außen durch das Material und die im Vergleich zu einem Komposthaufen kleine Stellfäche. Der Nachteil ist wie oben beschrieben ggf., dass das Kompostmaterial darin schnell zu trocken werden kann, auch ist es kein Vergnügen, reifen Kompost unten durch die Entnahmeklappe rauszufummeln. Beim Umsetzen muss man den ganzen Kompostbehälter abziehen und an einen anderen Ort stellen, und danach das Zeugs wieder reinschaufeln. Thermokomposter unterscheiden sich von den üblichen Plastikdingern nur dadurch, dass sie isolierte Wände haben und die Wärme dadurch noch besser halten. Wer sich einen Kunststoff- oder Thermokomposter anschafft, sollte möglichst zum Größten greifen, was er kriegen kann -wegen siehe oben – je größer die Menge, desto sicherer der Prozess.

Für alle Kompostierungs-Möglichkeiten gilt, dass man das mit der Mischung, Feuchtigkeit und Belüftung einfach durch Erfahrung lernen muss. Irgendwann sieht man einfach, was nicht stimmt, wenn was nicht stimmt mit der Verrottung. Und keine Sorge, wie immer das läuft, früher oder später wird sowieso alles Kompost. ;-)

Was darf auf den Kompost?

Kompostieren kann man so gut wie alles organische Material aus dem Garten: Rasenschnitt, Äste, Triebe, kleine Holzstückchen (frische Holz-Häcksel in großen Mengen verbrauchen bei der Verrottung Unmengen von Stickstoff, also besser sparsam und gut durchmischt), abgeblühter Staudenschnitt, verblühte Blumen, Laub (Einige Laub-Arten verrotten allerdings sehr langsam und sollten daher zumindest gut durchmischt oder zu geringen Teilen rein, z.B. Eichenlaub, Kastanienblätter, Tannenzweige) etc. Ausnahmen bei mir: Offensichtlich kranke Pflanzenteile (Tomatenbraunfäule, Rosenrost etc.) und fiese Wurzelunkräuter (Schachtelhalm, Giersch, Quecke), die sich bei nicht ausreichender Erhitzung im Kompost hervorragend vermehren können.

Küchenabfälle wie Eierschalen (in kleinen Mengen), Kaffeesatz, Salatreste, Gemüseputzreste, Obst-Reste usw., aber keine Milchprodukte oder Fleisch und nix Gekochtes, weil man sich damit Mäuse und Ratten anziehen kann. Auch sollten tote Vögel und andere Tiere besser eine andere letzte Ruhestätte finden. Womit ich keine gute Erfahrungen gemacht habe: Ich habe mal früher versucht, eine Menge wurmige Äpfel zu kompostieren. Das dauert ziemlich lange und kam einer Winter-Lagerung für Äpfel gleich. Damit kann man sich eine wahrhafte Mäuse- und Ratten-Epidemie einhandeln. An sich ist z.B. auch Kleintier-Mist in kleinen Mengen ok. Die Holz-Einstreu von Meerschweinchen z.B. verrottet aber suuuuuuuper langsam, kann ich daher nicht empfehlen. Ganz gut gehen dagegen Stroh-Pellets und Heureste etc.

A propos Mäuse und Ratten im Kompost: Kann schonmal vorkommen, wie gesagt, deswegen wirklich nix Un-pflanzliches auf den Kompost geben! Gegen Mäuse und Ratten hilft außerdem bei Plastik-Kompostern, wenn man die untere Öffnung mit möglichst engmaschigem Maschendrahtzaun/Kaninchendraht etc. zum Boden hin absichert.

Äh… Und unsere Frösche und Kröten sitzen im Sommer gerne drin. Das ist aber kein Problem, sondern nur ein Schreckmoment für alle Beteiligten ab und an. :-)

So weit was mir dazu einfällt, was aber ganz sicher nicht erschöpfend ist. Wer hat noch Tipps für Kompost-Anfänger?

mehr Boden verbessern
mehr Dünger und düngen
mit Schafwolle düngen

eingewurzelt unter: Garten allgemein

Alle anzeigen mit Stichwort:



30 Kommentare bisher

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Pingback Mein Kürbiskompost « Jinxies Garten, 11. Mai 2011, 16:03

[…] durch einen Beitrag im Gärtner-Blog: Erläuterungen zu meinem „simulierten“ Kürbiskompost. Kürbisse wachsen am besten an […]

Maren, 11. Mai 2011, 16:10

Ich arbeite in der NUA NRW und kann hierzu unsere Infoblattsammlung empfehlen. Die Einzelblätter sind kostenlos erhältlich. Vielleicht helfen sie ja weiter.

http://www.nua.nrw.de/nua/content/de/oeffentl/publikat/info_02.htm

Jinxie, 11. Mai 2011, 18:17

(Aaaah, das mit dem Blog war eigentlich keine Absicht, sollte noch nicht veröffentlicht sein und ich sehe erst jetzt, dass es ein Pingback gegeben hat. Ich übe noch. Aber egal, jetzt bleibt es halt so.)

Bei uns kommen in den „echten“ Kompost fast alle Biomüll-Küchenabfälle, bis auf die oben genannten (Milch, Fleisch, etc.). Teilweise wird Großes zerkleinert oder kaputtgemacht. Und ZU einheitliche Schichten sind wirklich nicht so ideal…

Mein Lieblingserlebnis: Ein Nest aus fast 30 Eiern, die wir erst gefunden haben, als sie definitiv nicht mehr lecker waren – alle rein in den Kompost. Dabei sind einige schon kaputtgegangen. Teilweise hatten sie auch nur leichte Risse in der Schale. Irgendwie kam dann der Postbote und wir haben die Eier vergessen… Bis sie nach zwei Tagen mehrere Meter gegen den Wind stanken. Weil wir außerdem keine Tausendjährigen Eier oder sowas im Kompost produzieren wollten, habe ich todesmutig sämtliche noch nicht zerstörten Eier mit einem Stock im Kompost zerstampft. Buääääääääääh!
Der olfaktorische Horror blieb bestehen, also kam noch eine großzügige Lage frisch ausgerissener Brennnesseln drüber. Das half tatsächlich, den Gestank einzudämmen. Sonst hätte ich die Eier wohl irgendwo verbuddelt.

keichwa, 11. Mai 2011, 18:50

Wenn ihr angebrütete(?) eier reintut, könnt ihr auch milch reinschütten und fleisch dazutun…

Wie auch immer, alles wichtige hat die gaertnerin bereits gesagt. Je mehr man das kompostiergut zerkleinert, umso besser (verholzte teile nicht länger als 5cm, eier-, kiwi- oder zitrusschalen nicht ineinanderstecken etc.). Immer wieder erde einstreuen. Großzügig faseriges papier wie tüten vom biobäcker eintragen.

Rasenschnitt nur in dünnen lagen. Wenn man kein material zum dazwischenschichten hat, trocknet man den rasenschnitt zunächst zu heu; das geht am besten, wenn man möglichst langes gras mit der sense mäht. Kurzes rasenmähergras muss man öfters wenden, damit luft dran kommt.

Nach ca. 6 monaten umsetzen und gründung wie Phacaelia drübr aussähen oder kürbisranken drüberführen, damit das neue hügelchen nicht zu schnell austrocknet.

Jetzt sind viele holzteile bestimmt noch nicht vergangen. Wenn man die holzteile als störend empfindet, sollte man den kompost durch ein sieb werfen. Die feine komposterde kann man dann verwenden, und die angegammelten holzteile (ästchen, nussschalen, pfirsichkerne etc.) wandern wieder in den kompost.

Sakura1986, 11. Mai 2011, 19:46

Oohhhh *_* Danke Gärtnerin, das ging ja super fix! Jetzt freu ich mich richtig drauf die Ecke da hinten in einen gescheiten Kompost zu verwandeln ;)

Der Garten wird’s mir sicher danken :D

Jinxie, 11. Mai 2011, 20:24

keichwa, die Eier waren nicht angebrütet. Die waren einfach nur alt. ;-) Und mit faulen Eiern im Kompost hatten zumindest wir bis jetzt noch keine Probleme. Da gibt’s hier andere Ecken, die interessanter sind.
Dafür kommt in unseren kaum Papier rein, von gelegentlichen Kaffeefiltern mal abgesehen.
Ist halt jeder Kompost anders. :-)

keichwa, 11. Mai 2011, 21:00

Ich denke auch nicht, dass es etwas schadet, gelegentlich (verdorbene) eier über den kompost zu entsorgen. Aber auch andere essensreste kann man über den kompost verrotten lassen, wenn man es richtig macht (geringe mengen und so absichern, dass keine unliebsamen viecher drankommen).

Schadstofffreies papier bzw. pappe ist gut für den kompost. Alternativ kann man auch anderes faserzeug reintun.

Agathe, 11. Mai 2011, 22:22

Vielen Dank für die sehr instruktive Kompostseite. Seit ich Kompost in meine Gartenerde untermische, ist die Beschaffenheit schon viel krümeliger und leichter zu bearbeiten geworden. Ab und zu schütte ich auch eine Lage Hornspäne hinein in den Kompostbehälter und mische das Kompostgut oft mit „alter“ Erde, die ich aus abgeernteten Beeten entnehme und die im Kompostbehälter wieder angereichert wird mit den wichtigen zersetzenden und humusbildenden Bodenlebewesen. Wichtig, meine ich, ist gerade jetzt bei der extremen Trockenheit,z.B. jeden dritten Tag eine Gießkanne Wasser langsam darüberzugießen. Sonst kann der Verrottungsprozess unterbrochen werden. Ich entnehme den Kompost nach Bedarf, oft noch in grober Konsistenz mit einigen Teilen noch im Zersetzungsprozess, sieht zwar vielleicht nicht so gut aus, aber dann speichert er besser Feuchtigkeit und der Boden wird lockerer. Für mich ist es immer eine große Freude, wenn einer meiner drei Komposte reif ist um ihn auf die Beete zu verteilen. Alles hat aber nur Sinn, wenn es nicht wie jetzt in der Hitze nur abtrocknet. Damit die Komposterde richtig bodenverbessernd wirken kann, sollte man sie bei einem günstigen Wetter ausbringen, feucht und nicht knallig heiß und nicht zu sehr von der Sonne beschienen, dann
geht der Prozess der Bodenverbesserung ganz von allein.

Gärtnerin, 12. Mai 2011, 08:55

Keine Ursache, Sakura. :-)
Danke auch an alle Ergänzer und Eiergeschichtenbeiträger. :-))))

Was mir noch eingefallen ist: Zum Sieben von Kompost nimmt man am besten ein Ding, das „Kompostsieb“ oder „Durchwurfsieb“ genannt wird. Kann man kaufen oder selber machen (Estrichgitter-Matte in einen stabilen Rahmen einbauen). Das Ganze wird dann irgendwo angelehnt und man schmeißt mit der Schaufel den Kompost durch. Nicht, dass Ihr mit dem Küchensieb da drangeht. *fg*

Und noch was: Dieses Schnellkomposter-Pulver zur Einstreuen und zur Beschleunigung der Kompostierung habe ich im Leben noch nicht benutzt, weil ich das für unnötig halte. Vielleicht hat jemand anderes Erfahrung damit.

Sus, 12. Mai 2011, 10:12

Komisch, ich benutze zum Sieben ein Küchensieb. Danach schmeckt der Salat immer so schön ökologisch-dynamisch :-)

Ich hatte ganz am Anfang nach Aufstellen meines Plastikkompostern etwas von dem Schnell-Komposter-Zeug draufgeschüttet, seitdem nie mehr wieder, weil’s wirklich nicht nötig ist. Mein Komposthaufen wird irgendwie nie voll: er sackt immer wieder in sich zusammen.

Liebe Grüße, Sus

Elisabeth, 12. Mai 2011, 11:09

Super zum sieben von kleineren Kompostmengen eignet sich ein Abdeckgitter von Kellerfenstern oder -Schächten. Die kann man herausnehmen und waagerecht auf einen Eimer legen. Die Gitteröffnungen sind in etwa so groß wie bei einem handelsüblichen Kompostsieb. Danach darf man nur nicht vergessen, es wieder an seiner alten Stelle zu platzieren, sonst fällt vielleicht der Briefträger in den Kellerschacht.

STFN, 12. Mai 2011, 11:27

Hi,
Ich habe auf dem Boden meines Kompostes seit Jahren immer etwa 20cm Astzeug und ähnliches, was nicht verrotten soll aber für Luft von unten sorgt.
Zu den Ratten und Mäusen. Wenn jemand Sorge hat dass doch irgentwas darauf gelandet ist was nicht auf den Kompost gehört gibt es eine einfache Lösung. Einfach einen Rattenhalter nach seinem Rattenklo fragen. Wenn Kot im Kompost liegt dann denken wanderne Ratten das der Garten fremdes Revier ist und ziehen weiter.

Wimmer, 12. Mai 2011, 12:49

Wir haben die besten Erfahrungen gemacht wenn wir Gras nur in dünnen Lagen auf den Kompost bringen. Kompostiert einfach schneller. Dünne Stöckchen, die vom Baumschnitt übrig bleiben werfen wir neben den Kompost um über das ganze Jahr auch Luft in das Gras zu bringen. Die Komposttemperatur wird damit nicht behindert und der dünne Baumschnitt ist nach einmal Umsetzen auch Kompostiert.
Gruß Wimmer

Gärtnerin, 12. Mai 2011, 13:36

Boah, was seid Ihr findig! Den Lichtschacht- und den Rattentrick werde ich mir jedenfalls merken. Dabei fällt mir grad wieder ein, dass ich auch schonmal Kleinmengen Kompost durch einen alten Grillrost geworfen habe. :-)

Chaosgarten, 12. Mai 2011, 14:41

Bei Grasschnitt hilft es auch, ihn erst antrocknen zu lassen, da sich sonst auch mit Mischen ein Verklumpen kaum verhindern lässt. Wenn der Garten Groß ist, kann man mit dem angetrockneten Schnitt auch mulchen, allerdings soll das dem Boden (aber auch auf dem Kompost) Stickstoff entziehen.

Betula, 12. Mai 2011, 15:13

Das mit dem Stickstoff beim Mulchen habe ich jetzt schon ein paarmal gelesen. Der dazugehörige Tipp: Hornspäne mit ausbringen.
Ich probiere das gerade selbst aus und bin gespannt auf das Ergebnis. Werde nun auch den Kompost mit Hornspäne anreichern, wenn ich Grasschnitt drauftue.

Klaus, 12. Mai 2011, 15:58

Seit Jahren habe ich einen Feinkompostierer im Gebrauch und bin damit sehr zufrieden. Ob es um das Absieben von gekaufter Blumenerde, anlegen neuer Beete oder das Absieben des Komposthaufens geht, es funktioniert. Der Preis von 169,95 Euro ist zwar erheblich aber die Arbeitsersparnis ist enorm und ich brauche nicht ins Fitnescenter. Um den Rasenschnitt lockerer zu machen streue ich Sägespäne auf den Rasen, bevor ich mähe, und das Gemisch sorgt für lockeren Kompost. Ich habe das Glück ein Gestüt in der Nähe zu haben und den Mist von dort bringe ich auf den Kompost auf. Ein Nachteil. Da Pferde schlechte Futterverwerter sind,hat man alle Arten von Getreide u.a. Samen im Kompost. Nach dem ersten Umsetzen ist das Problem auch gegessen.

Jinxie, 12. Mai 2011, 17:58

Ohja, Kompost spart Fitnesscenter, da hast du Recht. Allein schon das Schaufeln und Prokeln. Und dann der Transport des Komposts zum Verwendungsort.
Merke: Kompost ist gut für Gesundheit von Garten und Gärtner(in). :-)

Ich habe in unseren jetzt noch etwas Schweißwolle getan – das ist ungewaschene Schafwolle. Hatte noch Reste, die ich nicht zum Verspinnen waschen wollte, weil die mir zu verdreckt und verfilzt waren. Dabei stellt sich mir die Frage: Schafsköttel müssten doch auch gut düngen, oder? Ich seh mich schon mit ’nem Eimer über die Weide rennen, bis mir der Arm abfällt… ;-)

Klaus, 12. Mai 2011, 20:03

Hallo Jinxie !
Ich vermute du meinst Schafsmist. Bei der Anwendung ist große Vorsicht geboten, denn er ist sehr scharf. Dem kann man aber abhelfen indem man den Mist in einem Fass einweicht und einige Tage gären lässt. Keine Angst,die Geruchsbelästigung ist nur gering bis garnicht. Das Gleiche gilt auch für die Pferdeäpfel.
Ich mache dies grundsätzlich bei allen Sorten von Mist, außer bei dem den ich selbst verzapfe. Die Schweißwolle hat die gleichen Eigenschaften wie Harnstoffdünger.
LG Klaus

Jinxie, 12. Mai 2011, 23:25

Hey Klaus,
jaa, ich meine Schafsmist. :-) Wir machen dieses Vergären mit Hühnermist aus dem Stall. Das fertige (schwarze und vergorene) Resultat wird dann teilweise noch mit normaler Erde gestreckt… Um Geruchsbelästigung mache ich mir keine Sorgen. Erstens gärt das Zeug da, wo es eh keinen stört. Und zweitens durfte ich schon feststellen, dass es vieles gibt was schlimmer riecht als vergorener Hühnermist. (Selbst Brennnesseljauche…)
Vielen Dank! :-)

Gärtnerin, 13. Mai 2011, 08:06

Düngen mit Schafwolle hatten wir hier auch schonmal, ist über die Suchfunktion zu finden.

Dennis, 13. Mai 2011, 10:05

Also ich dünge seit den letzten Jahren meinen Garten nur noch mit Pferdemist. Das Resultat ist einfach besser, als der vom herkömmlichen Dünger. Und wegen dem Geruch mache ich mir auch nie Sorgen. Wie Jinxie schon sagt. Es gibt schlimmeres. ;) Durch das Untermischen in der Erde verschwindet der Geruch sehr schnell.

Klaus, 13. Mai 2011, 14:50

Hallo Gärtnerin !
Was glaubst du wo ich das mit der Schafwolle sonst herhabe? Ich habe es auf deinem Blog unter „Mit Schafwolle düngen“ gefunden. Jinxie hat zudem den Vorteil mit der verdreckten Wolle, daß der Mist als Zugabe gleich mit dran ist. Biologischer gehts schon nicht mehr.
LG aus Thüringen
Klaus

Jinxie, 13. Mai 2011, 18:45

Ich find’s einfach toll, dass man aus „Mist, Dreck und Abfall“ noch so viel rausholen kann, wenn man alles auf den Kompost schmeißt. :-) Und es ist mit Sicherheit umweltschonender (und günstiger) als diverse Kaufprodukte. Zumal keine nervigen Umverpackungen weiteren Müll produzieren… Vom Fitnessaspekt sprachen wir ja schon. ;-)
Ganz klar also: Pro Kompost.

Karlo, 24. Oktober 2011, 21:45

Hi zusammen,

bin noch nicht so lange dabei beim Gärtnern, aber dieses Jahr hatte ich wirklich eine Super Kompost-Miete. Nicht zuletzt, weil ich diesmal wirklich auf die richtige Schichtung geachtet habe. Voriges Jahr hatte ich viel zu viel frischen Rasenschnitt reingehauen (wohl der beliebteste Anfängerfehler) und der Kompost war nass ohne Ende. Muss aber sagen, dass das problemlos aus der Welt geschafft war: Umgesetzt und trockenes Material rein und gut war.

Jinxie, bei der Eier-Geschichte ist mir etwas übel geworden muss ich ehrlich sagen, aber ist ja noch mal gut gegangen ;-)

Gruß
Karlo

Werner, 09. September 2012, 17:39

Gekochte Essensreste, Zitrusfrüchte, Fleisch, Knochen etc. gehören nicht auf den Kompost:
Auf einen guten Komposthaufen gehören nur Blumenschnitt von gesunden Pflanzen, Grünabfälle aus der Küche, auch Tee- oder Kaffeefilter, Eierschalen, Rasen- und Heckenschnitt und holzige Abfälle (Gehäckseltes)

Thomas, 01. Juli 2014, 13:41

Mein „Geheimtipp“ sind Zwiebelschalen. Das lieben die Würmer. Manchmal auch die ein oder andere ganze Zwiebel, wenn sie z.B. nicht mehr so gut aussieht. Auch sehr gut: Kaffeefilter. Das natürlich alles neben der „Basis“ aus Pflanzenresten, etc.

marina, 21. Januar 2015, 13:43

Thx für die Tipps!

Claudia, 21. Januar 2015, 20:18

Ich arbeite mit zwei Schnellkompostern und bin damit sehr zufrieden. Die Eierschalen überdauerten zu lange sichtbar.Seither zerkleinere ich sie zu „Staub“ in einer Moulinette (ca. 6-8 Schalen gesammelt und vorher,wenn frisch „enteit“, spüle ich die Reste von Eiklar mit heißem Wasser heraus.So klebt nichts). Die leeren Eier-Pappschachteln werden zerrissen und ebenfalls in die Komposter getan.

leon, 15. Juli 2015, 09:35

Thx für die Tipps

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