Gärtnerin · 01. März 2012, 11:26

Euonymus, erfroren

Pflanzen, die stark von der Winter-Kälte > -20 Grad hier in Mitleidenschaft gezogen wurden, sind die immergrünen Euonymus japonica (Japanischer Spindelstrauch). In allen Gärten in der Nähe stehen solche Sträucher, und alle haben dieselben, grau-vergilbten, “glasigen”, erfrorenen Blätter. Die Pflanzen sind an sich gut winterhart, und so was habe ich bisher nie gesehen:

Euonymus erfroren, Blätter braun

Ein Test-Rückschnitt bei einem kleinen Euonymus in Topf hat ergeben, dass nicht nur die Blätter kaputt-gefroren sind, sondern auch die Triebspitzen mit den neuen Knospen matschig und glasig sind. Weiter unten in den alten Ästen ist noch Leben, so dass ich von einem baldigen Neuaustrieb im Frühling ausgehe.

Bei meinen Euonymus-Pflanzen sind welche dabei, die außerdem Flecken auf den Blättern haben. Sieht nach Pilz aus. Oder doch auch Teil des Erfrierungs-Schadbilds?

Euonymus erfroren, Flecken

Im Moment überlege ich bei diesen Pflanzen, die Blätter jetzt schon vor dem Austrieb abzumachen und aus dem Garten zu entfernen, für den Fall, dass es eine Blatt-Pilzkrankheit ist.

Eure Meinung? Jemand Erfahrungen gesammelt?
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Stephanie, 01. März 2012, 16:19

Hallo,

was ein Zufall, ich wollte eigentlich die Tage auch über meinen Euonymus Japonica Ähnliches berichten.

Das Aussehen gleicht Deinem, auch die Flecken sind vorhanden. Glücklicherweise fühlen sich die Stengel und Blätter noch nicht matschig an, sondern sind fest. Die Blätter kann ich aber ganz leicht abzupfen. Wenn ich am Stengel kratze, ist dieser auch noch grün darunter, wenn allerdings die kleinen Austriebe auch eher gelblich-grau denn grün sind.

Mein Euonymus hat seinen ersten Winter im Topf draußen verbracht, zwar Südseite an der Wand, aber in 2 Nächten waren hier auch Spitzenwerte von -17 Grad. Letzten Winter war es zwar auch schon kalt, aber da war die Pflanze zum Aufpäppeln im Haus, nachdem im November auf dem Grabbeltisch für 10 Cent erworben und in keinem guten Zustand.

Ich habe die Pflanze jetzt reingeholt und hell und kühl in den Vorflur gestellt. Mal sehen, wie er sich macht.

Gruß Stephanie

Bettina, 01. März 2012, 21:16

Meiner ist jetzt Anfang Februar als es so kalt war erfroren. Er hat sich bis dahin tapfer im Kübel gehalten, aber eines Morgens war er plötzlich Matsch. So wie auf Deinen Bildern, auch die Triebe sind komplett verfroren.

mike, 02. März 2012, 04:44

Wir haben immer vorm Winter alle “problematischen” Pflanzen im Garten mit Zweigen einer Blautanne geschützt, der Spindelstrauch ist im Winter am besten in der Garage unterzubringen, in Japan ist es wohl nicht so kalt wie bei uns ?

Anette, 02. März 2012, 22:22

Mein Spindelstrauch ist mir vor zwei Jahren erfroren. Er sah genau so aus wie der auf deinem Bild. Glasige Blätter, schwarze Flecken. Weil ich unsicher war, wie ich weiter verfahren soll, ließ ich ihn erst stehen ohne zu schneiden. Die Blätter wurden trocken und fielen ab, die Zweige trockneten ebenfalls ein. Nach einem Rückschnitt bis zum Boden trieb der Euonymus im Sommer wieder kräftig aus und hat sich inzwischen gut erholt. In diesem Winter habe ich ihn dick mit Laub und Tannenzweigen abgedeckt und er hat den Frost gut überstanden.
LG Anette

Gärtnerin, 03. März 2012, 09:15

Ups. Das macht immerhin Hoffnung, Anette. Ich bin dennoch erstaunt. Waren doch die letzten Winter auch kalt und haben nie auch nur irgendwas am Euonmyus geschädigt. Jedenfalls werde ich berichten, ob Total-Rückschnitt nötig ist.

Heike, 03. März 2012, 16:44

Oh, bin ich froh, dass es meinem Euonymus nicht alleine so geht! Unserer steht schon seit Jahren an seinem Platz im Garten, ist gut verwurzelt uns hat bisher jeden Winter überstanden und der im vergangenen Jahr war ehftiger als dieser. Aber nun sieht er genauso aus, wie der auf deinen Fotos! Das Laub, das noch nicht fleckig und vergilbt ist, wirft er einfach ab, er sieht richtig erbärmlich aus. Dann zücke ich jetzt auch mal die Schere!!

Sven, 03. März 2012, 18:35

Oh, der sieht ja wirklich mächtig schlimm aus. Mein Exemplar hat es vor zwei Jahren auch ähnlich schlimm erwischt und musste arg zurückgeschnitten werden. Bei dem diesjährigen Kahlfrost hatte ich versucht durch Abdeckung vorzusorgen aber letztlich hilft das nur bei zeitweiligen Minustemperaturen. So werde ich auch dieses Jahr wahrscheinlich wieder zur Schere greifen müssen.

Betula, 03. März 2012, 19:22

Heute habe ich meinen Euonymus japonica auch mal genauer in Augenschein genommen. Es handelt sich um ein prächtiges Exemplar von über 2 m Höhe mit fast der gleichen Breite und steht sicher schon 20-30 Jahre im Garten. Genau weiß ich es nicht, denn er wurde von den Vorbesitzern gepflanzt.
Matschig ist nichts, aber außen ist alles so 20-30 cm tief vertrocknet. Ich werde mal den Neuaustrieb abwarten und dann entsprechend zurückschneiden.

Bettina aus Bielefeld, 03. März 2012, 22:24

Das sind traurige Nachrichten, aber erklärt mir so einiges. Hatte schon den Verdacht, dass zuviel Tierurin oder gar Wischwasserentleerung meine Pflanzen geschädigt hat. Stehen genau am Haus (Restwärme!!). Meine Vermutung geht jetzt dahin: zwar war der letzte Winter viel härter, ABER wir hatten vorweg eine extreme Trockenphase! Ich habe nicht gegossen und so sind die Pflanzen nicht gut versorgt in den Frost geraten. Danke für den Hinweis mit dem radikalen Rückschnitt! Ich hatte heute schon ernsthaft erwogen, den Spaten aus dem Keller zu holen und die traurigen Braunpflanzen zu entsorgen.

Klaus, 04. März 2012, 10:12

Hallo Bettina !
Danke für das Mutmachen ! Auch bei mir gibt es Schäden an jungen Bäumen, wie z.B. an der Chinesischen Dattel. Die frischen Triebe vom vergangenen Jahr sind alle vertrocknet, aber der Stamm ist noch grün. Jetzt heisst es auf den Austrieb warten um zu sehen wie weit der Schaden geht.

Diana, 06. März 2012, 16:10

Hallo!

Mein Stämmchen sieht ganz genauso aus.

Leben ist auch noch in den kleinen Ästchen, wartet Ihr jetzt bis zum Trieb oder beschneidet Ihr jetzt schon?

Bettina aus Bielefeld, 07. März 2012, 20:01

Diana, ich schnippel jetzt noch nicht dran rum. Das Wetter ist mir noch zu instabil. Könnte nochmal Frost geben!!! Letztes Jahr hatten meine Panaschierten gelb-grünen Pflanzen einige reingrüne Triebe. Ein Rückfall in den “Urtyp”. Habe die Schittgutästchen in 10 cm Abschnitte geteilt. Untere Blättchen entfernen und in einen schattigen Topf gesteckt. Wurzelten alle während des Sommers an. Selbst diese Minis, die schon neue Blätter getrieben hatten, haben dieses “Fleckfieber” bekommen. Dabei stehen sie auf der anderen Seite des Hauses. Jetzt sehe ich deutliche Schwellungen in den Blattachseln; da tut sich was! Wir sollten wie Klaus Ruhe bewahren und auf den Neuaustrieb warten.
Meine Wiese sieht aus, als hätte ein sturzbetrunkener Osterhase bunte Ostereier von sich geschleudert… die Krokusse sprießen!!! Fragt mich nicht, wie ich da drumherum mähen werde!?!? Vielleicht vorweg eine Flasche Eierlikör?
Vor dem Versenken der Zwiebelchen das Gehirn einschalten, Bettina! Seufz. Zu spät!
Gruß
Bettina aus Bielefeld

Sus, 07. März 2012, 20:54

Hallo, Bettina!

Ich habe leider mein Gehirn eingeschaltet und keine Krokusse in den Rasen gesteckt. Jedes Jahr beneide ich diejenigen mit den hübschen bunten Frühlingswiesen.

So geht’s halt…

Liebe Grüße, Sus

Diana, 07. März 2012, 21:28

Danke für die Antwort!

Das mit den Krokussen finde ich auch toll. Das Mähen dürfte wärend der Blüte noch nicht das Problem sein, fängt ja da erst an zu wachsen. Aber meine mama sagte mir, dass das Grün abwelken muss, damit die Zwiebel Kraft bekommt. Und das ist mein Mäh-Problem – deswegen gibt es eben überquellende Beete ;o)

Bei mir blühen grad nur die lila Krokusse.

Klaus, 08. März 2012, 07:18

Auch bei meinem Erdbeerbaum, mit dem ich noch garkeine Erfahrung habe, sind die obersten Blätter braun. Kaum steht die Sonne etwas höher,stehen wir wieder in den Startlöchern und können es kaum erwarten dass alles grünt und blüht. Obwohl mich die Gärtnerin bereits im Vorjahr ermahnte,habe ich wieder zu bald mit der Anzucht aus Samen begonnen. Mit Krokussen in der Wiese habe ich kein Glück. Vermutlich ist der Boden zu hart.

Astrid, 08. März 2012, 18:01

Meine SpindelSträucher sehen ähnlich aus, viele haben Blätter abgeworfen. Einer hat auch schwarze Punkte und die Blätter sind braun und trocken.

Klaus, 10. März 2012, 08:02

Das ist Otimismus ! Schreibt eine Bekannte bei Faceboog: “Meine Blumen sind nicht vertrocknet. Sie wachsen nur knusprig”!

Stephanie, 10. März 2012, 15:17

Auf dem Weg nach Hannover habe ich in der Woche an zwei Stellen sehr große Euonymus gesehen (beide so an die 1,50m hoch), beide mit denselben Symptomen. Das sah wirklich traurig aus.

Das scheint ja diesen Winter wie verhext zu sein mit Euonymus. Hoffentlich ist es doch nicht irgendeine Pilzerkrankung, die sich ausbreitet (zusätzlich zum Frostschaden).

Außerdem wurde in der Woche bei “NDR Mein Nachmittag” ein Blatt mit ähnlichem Punktesyndrom gezeigt. Ich kann jetzt nicht 100%-genau sagen, ob es ein Euonymus-Blatt war (sah aber fast so aus), weil ich den Bericht nicht ganz von Anfang gesehen habe, aber jedenfalls meinte der Fernsehgärtner, es wäre ein Pilz und man solle im April bis in den gesunden Bereich zurückschneiden. Hoffnung besteht demnach also.

Gruß Stephanie

Gil, 11. März 2012, 18:33

Was auch immer die Ursache sein mag: Meine Goldliguster und ein Buchs (neben mehreren “Gesunden” oder “Unverfrorenen”) sehen genauso jämmerlich aus. Alle! Euonymus dagegen sind fit und gesund und ohne Auffälligkeiten durch den Frost gekommen. Verstehe, wer will …

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