Gärtnerin · 09. Mai 2012, 09:59

Indianerbanane, PawPaw, Asimina triloba

Gastbeitrag von Klaus zur exotischen Indianerbanane (Asimina triloba), Pflanze zur Paw Paw-/Papau-Frucht:

„Vor 5 Jahren kaufte ich mir zwei Indianerbananenbäumchen und wartete jedes Jahr auf die ersten Anzeichen einer Blüte. Aber nichts dergleichen obwohl sie bereits im zweiten Jahr blühen und fruchten sollten. Der übriggebliebene Baum sieht, durch sein Blattwerk, zwar sehr attraktiv aus aber ich wollte ja auch Früchte, da sie meinem Enkel, beim Besuch von „Gondwana“ in Leipzig, sehr gut geschmeckt haben. Zum „Tag des Offenen Gartens“ 2011 gab mir dann ein Besucher einen ganz heißen Tipp. Ich kaufte also nochmals 2 Bäumchen von einem Fachmann. Und siehe da in diesem, dem Folgejahr, haben Beide nicht nur Blätter, sondern auch Blütenansätze.

Papau-/Pawpaw-Pflanze

Die Freude war riesig als ich die ersten Zeichen von Blütenansätzen erkennen konnte. Zwar noch unscheinbar aber doch Hoffnung machend.

Indianerbanane Asiminia triloba

Indianerbanane Asimina triloba-Pflanze

Sieben Blüten an dem einen Baum und die Hoffnung auf Früchte wächst. An dem Anderen sind zwar Blütenansätze zu sehen aber sie sind noch nicht aufgebrochen. Diese Sorte soll etwas später blühen und fruchten. Beide Bäume sind „echt“ veredelt. „

Ich finde, dass das eine ganz spannende Pflanze ist, und habe leider noch nie eine Paw Paw gegessen. Ein paar mehr Basis-Infos aus dem Zander:

Heimisch ist die Asimina triloba in Nordamerika, tatsächlich eine Nutzpflanze der Indianer, die Früchte nennt man auch Papau, der Pflanzenname übersetzt ins Deutsch heißt eigentlich „dreilappiger Papau“. Blütezeit April-Mai. Die langsam wachsende Indianerbanane ist, anders als man erwarten würde, ausgepflanzt im Garten oder draußen als Baum im Topf gut winterhart und bis ca. -20 Grad frost-beständig. Trotz ihrer exotischen Anmutung muss man das Bäumchen also nicht drinnen überwintern. Die Indianerbanane braucht gleichmäßige Feuchte und nährstoffreichen Boden. Was Klaus mit dem Tipp und den nachgekauften Pflanzen andeutet ist, glaube ich, dass a) nicht alle Pflanzen baldigst blühen, sondern dass es bestimmte veredelte Sorten blühen, die das nach einem oder wenigen Jahren bereits tun, und dass b) nicht alle Sorten in der Lage sind, sich selbst zu bestäuben, und daher für einen Fruchtansatz sicherer ist, eine zweite Pflanze anderer Sorte zu haben. Tolle Pflanze jedenfalls, Klaus. Vielen Dank für Deine Erfahrungen so weit! ich bin gespannt, wie es weitergeht und erbitte weitere Fotos von Blüten und Früchten, sowie Aussaat-Versuch aus Samen, die Du vielleicht kriegst, wenn Du Früchte kriegst! ;-)

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39 Kommentare bisher

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Keisha, 09. Mai 2012, 17:51

Ich hatte von Distel (Hallo, liest du noch mit? :) ) vor etlicher Zeit mal im Austausch einige Exotensamen bekommen, darunter auch die Indianerbanane. Sie keimte bei mir leider nicht, weil, wenn ich mich recht erinnere, ich den Samen zu lange im Kühlschrank hatte.
(Ich hoffe ich komm jetzt nicht ganz durcheinander, aber ich meine, die Paw-Paw hatte stratifiziert werden müssen. Distel, Hilfe!! *gg*)

Klaus, 10. Mai 2012, 07:09

Zur Indianerbanane gibt es noch eine Vielzahl offener Fragen und ich hoffe ich kann einige klären helfen. So wird in der Literatur wird davon gesprochen daß Bäume aus Samen keinen Ertrag bringen. Nur veredelte sollen fruchten und man braucht mindestens zwei verschiedene Sorten. Wie aber macht es die Natur? Es gibt niemand der dort Bäume veredelt. Für die Befruchtung der Blüten,auf Grund ihrer Form,eignen sich besonders die Wildbienen und die s.g. „Schwalbenschwänzchen“ die ich „kleine Kolibris“ nenne. Von Letzteren gibt es bei uns inzwischen einige Exemplare. Auf jeden Fall werde ich die Bäumchen mit Argusaugen beobachten und euch berichten.

Keisha, 10. Mai 2012, 10:10

Nix für ungut, Klaus, aber eine kurze Berichtigung meinerseits:
Du meinst Taubenschwänzchen. Schwalbenschwänze sind „klassische“ Schmetterlinge und nicht die „Kolibris“, die du meinst :-)

Klaus, 10. Mai 2012, 14:40

Danke für die Berichtigung. Selbstverständlich hast du recht, denn der Schwanz sieht dem der Tauben ähnlicher als dem der Schwalben.

Larissa, 11. Juni 2012, 20:06

Interessanter Beitrag und schöne Fotos. Hatte leider mit meinen PawPaw „Tests“ nie erfolg und sind bisher alle eingegangen. Vielleicht sollte ich es ja nochmal versuchen :)

Klaus, 12. Juni 2012, 06:44

Hallo Larissa !
Leider hat es mit dem Fruchtansatz nicht geklappt da die Bäumchen noch zu klein und schwach waren um Früchte zu bilden. Aber auch der Baum,kleinwüchsig, sieht sehr dekorativ aus. Die Dreilappigkeit der Blätter ist etwas Besonderes. Der ältere der 3 Bäumchen ist übrigens erst im 4. Jahr und könnte im kommenden Jahr fruchten. Die Blüten wurden zum Tag des „Offenen Gartens“ sehr oft, weil schön und selten, fotografiert. Ein Bekannter von mir, mit einem goldenen Händchen für Veredlungen, hat sich jetzt erfolgreich mit der PawPaw beschäftigt und er ist auch preiswert. Da der Baum kleinwüchsig ist braucht er auch nicht so viel Wasser. Eher etwas trockener halten. Ich werde der Gärtnerin noch ein Bild des voll belaubten Baumes,zur Einstellung in den Blog,schicken. Das macht dir dann die Entscheidung leichter.

Klaus, 15. Juli 2012, 17:20

Auch die Obstproduzenten sind jetzt auf den Zug aufgesprungen und wollen verstärkt Indianerbananen anbauen. So in MV auf einer Plantage. Außerdem laufen Versuche mit einer Kreuzung zwischen Edeleberesche und Aronia. Das Ergebnis dürfte auch für Hobbygärtner interessant sein.
Heute wurden die Bäumchen wieder mal gesichtet und dabei wurden in den Blattachseln Blatt- und Blütenknospenansätze festgestellt. Den Unterschied zwischen beiden kann man auf den Bildern, am Anfang des Blogs, gut erkennen. Oder ist es nur ein Wunschtraum von mir mit der Hoffnung auf Ernte im kommenden Jahr?

Oli Llör, 13. April 2014, 14:26

Hi. Also meine zwei unveredelte pawpaw, haben dieses jahr nach 4 jahren die ersten Blüten und das nicht zu knapp. Hoffe auf fruchtansatz natürlich. Standort ist in Magdeburg und haben so manch kalte winter überstanden. Wenn fruchtansatz kommt setz ich saat neu an. Lg

Klaus, 23. Mai 2014, 16:24

Mir scheint als ob bei den gepflanzten Indianerbananen nach mehreren Jahren nur Blüten jetzt auch mal Fruchtansatz vorhanden ist. So langsam scheint es aufwärts zu gehen. Blüten waren und sind in diesem Jahr auf jeden Fall reichlich vorhanden und die Hoffnung stirbt wie immer zuletzt. Auf jeden Fall werde ich wieder Fotos machen.

Klaus, 09. Juni 2014, 08:08

Erstmalig hat die Indianerbanane auch angesetzt. Die Fruchtansätze haben eine sonderbare Form und sehen etwas wie Sterne aus. Ich wäre schon zufrieden wenn zumindest eine Frucht wächst und auch reif wird. Zum kosten würde das reichen. Die größte Gefahr geht von den braunen Schnecken aus, die an den frisch gepflanzten Maulbeerbäumen hochkletterten und diese kahl frassen. Wären nicht die Schleimspuren dann hätte ich das nicht für möglich gehalten.

Claudia, 30. September 2014, 07:47

Hallo an Alle.
Ich habe voriges Jahr eine Paw Paw gepflanzt (im April) , und sie hatte gleich Blüten, die aber dann abgefallen sind.
Dieses Jahr hatte ich wieder so ungefähr 8 Blüten, die ich dann mit einem wattestäbchen befruchtet habe. Sie haben kleine Fruchtansätze gebildet, sind dann aber abgefallen. Dann im Mai sehe ich unten eine kleine Frucht, 2 cm groß. Ich hoffte, daß sie hängenbleibt…und was soll ich sagen, jetzt Ende September ist sie so groß wie eine Mango. ABer mein Problem ist nun, wann kann ich sie ernten? woran kann ich erkennen, daß sie reif ist? Ich hoffe, mir kann hier jemand helfen.
Jedenfalls bin ich total stolz, daß ich es geschafft hab, wenigstens eine Frucht zu bekommen und das schon nach so kurzer Zeit, nach den Kommentaren, die ich hier gelesen hab. Ich versuch, mal ein foto von der Frucht einzustellen.
LG Claudia

Klaus, 01. Oktober 2014, 18:28

Hallo Claudia !
Meine Indianerbananen, 5 Stück an einem Baum, werden so langsam reif. Nach meiner Meinung kann man die Reife an der Farbe der Früchte erkennen. Die größte Frucht ist etwa 7 cm lang und auch fast so dick. Die Farbe wechselt so langsam von grün in gelblich. Fotos habe ich an die Gärtnerin geschickt, aber derzeit ist sie vermutlich etwas überlastet durch den erneuten Wohnungswechsel.
Die vom Lieferanten empfohlene Druckprobe führt nur zu matschigen Früchten und ich richte mich nach der fruchtfarbe.

Claudia, 01. Oktober 2014, 19:05

Hallo Klaus,
danke für Deine schnelle Antwort. Ja, meine Frucht ist normal grün, wird auch nicht irgendwie gelblich. Aber ich konnte mich nicht zurückhalten und habe etwas gedrückt. Ist bischen weich.
Ja, gut, ich werd sehen. Wenn nicht, warte ich eben, bis sie abfällt.
Bin total neugierig, wie sie schmeckt.
LG Claudia

Klaus, 22. Oktober 2014, 09:39

Gestern wurde die erste der 5 Indianerbananen geerntet und natürlich auch gleich verkostet. Vor mir waren schon die Wespen dran und haben davon genascht. Es ist wahrhaftig eine sehr empfehlenswerte Frucht und wenn der Durchbruch gelungen ist auch ertragreich. Vom Geschmack her ist sie cremig, mild und schmeckt wie die Mischung von Banane und anderen Früchten. Ich habe sie geteilt und dann ausgelöffelt. Die fünf Kerne werde ich trocknen und dann versuchen Pflanzen zu ziehen. Die verbliebenen 4 Früchte dürfen noch etwas wachsen. Die Wartezeit auf die reifen Früchte hat sich auf jeden Fall gelohnt und mit zunehmender Größe der Bäume werden sicher auch die Früchte größer werden. Bis zur Größe einer Mango fehlt nicht mehr viel.
Die Blütenansätze für das kommende Gartenjahr sind bereits jetzt zu erkennen.

raha, 12. September 2015, 12:23

Hallo,
ich habe 2010 beim Pflanzenspezl.de ein Kaki und ein PawPaw (Prima) gekauft – gratis gabs nich eine Lotuspflaume hinzu.
Die Lotuspflaume hat meine Frau sogar selbstpersönlich 2013 abgesägt weil der unangenehme Geruch des Baumes störte. (Wir hatten lange unseren Wautzi in Verdacht – aber es war doch der Baum der an warmen Tagen wie ein frischer Hundehaufen roch) Die Früchte waren auch nichts und wir fanden keine Verwendung dafür. Der Kaki habe ich dann letztes Jahr 2014 abgesägt. Er hatte zuletzt bestimmt +10kg Früchte in Apfelgröße getragen. Allerdings stark astringierend und dadurch roh ungeniesbar. Versuche mit Einkochen ergabgab nur eine eklige Pampe. Schade drum … die uppigen orangen Früchte im Winter waren schon ein hinkucker. Er musste aber einem Kirschbaum weichen..
Was noch steht ist der PAW PAW mitterweile min. 3m hoch und trägt seit 2013 Früchte.
Dieses Jahr 2015 sind es 9 Stück. Ich finde den Geschmack nicht schlecht allerdings dem rest der Familie schmecken diese nicht so. Bestäubt habe ich noch nie was das ging alles von alleine. Auch sonst keine Plfege/Schnitt notwendig – mann muss nur die Tage der Ernte genau erwischen sonst Fallen die Früchte ab und sind Matsch. 2014 habe ich die Ernte leider verpasst und die Wespen/Schnecken/Mäuse hatten sich dann schon an den am Boden liegenden Früchten ausgetobt. Dieses Jahr prüfe ich täglich (2 Früchte waren schon reif) Rest hängt noch am Baum.

stadtgärtner, 25. November 2015, 14:40

Hallo, ich habe von einigen Tagen in einer Gartensendung das erste mal etwas über Paw Paw (oder „Indianerbanane“) gehört und gesehen und nun ganz interessiert in diesem Forum gelesen, daß man da auch als kleiner Gärtner ganz gute Erfolge haben kann.
Hat denn jemand von seiner Ernte in diesem Jahr ein paar Samen übrig, die er nicht selbst wieder aussähen möchte??? Ich würde mich total gerne auch mal an dieser spannenden Pflanze versuchen und jetzt müßte es ja gerade reichlich kerne/Samen geben?
Vielen Dank schon mal im Voraus, bin gepannt, ob sich hier jemand meldet!
die Stadtgärtner aus Halle

Klaus, 28. November 2015, 09:54

Hallo Stadtgärtner !
Die Ernte der „Bananen“ war schon vorbei als dein Beitrag erschien. Ich hatte zu dem Zeitpunkt leider auch schon die Samen entsorgt.
Mir selbst dauert es zu lange bis aus den Samen, die reichlich in den Früchten sind, Bäume mit Ertrag werden. Besser ist es m.E. veredelte Pflanzen zu erwerben. Wie in der Fernsehsendung empfohlen ist für unsere Breitengrade die Sorte „Sun Flower“ besonders geeignet. Und wenn sich dann auch noch die Hummeln für die sonderbaren Blüten dieses exotischen Obstes interessieren dann klappt es auch mit der Ernte.

Klaus, 28. November 2015, 17:10

Am 15.07.2012 schrieb ich hier über eine Kreuzung zwischen Edeleberesche und Aronia bzw. den Versuch einer Baumschule dazu. Nachdem ich mir nun mehrfach die Beschreibung über eine neue Kreuzungssorte Beerenobst durchgelesen habe kam bei mir die Vermutung auf das es sich dabei um die neue Sorte eines Versandhandels „KiJo“ handelt. Einen lateinischen Namen hat diese Pflanze noch nicht.

stadtgärttner, 03. Dezember 2015, 12:19

Hallo Klaus, vielen Dank für die Antwort. Neben der vielleicht zu erwartenden Ernte habe ich einfach total Spaß daran, selbst Pflänzchen aus Kernen zu ziehen, habe dabei schon fast alles ausprobiert, an das ich so rangekommen bin. Deshalb hier in diesem Forum meine Frage nach den Samen… Vielleicht hat ja doch jemand noch ein paar ausgelutschte zu Hause rumliegen??? :-)
Viele Grüße von den Stadtgärtnern.

Klaus, 03. Dezember 2015, 18:03

Ich drück dir die Daumen!

Steffen, 16. Januar 2016, 23:04

Wir haben seit 5jahren eine Pflanze im Garten und hatten voriges Jahr das erstmals Früchte.ca.20stück und superlecker.die Jahre davor immer nur Blüten die dann anfielen.wir sind der Meinung das Früchte erst ab einem gewissen alter entstehen so wie bei anderen Bäumen auch.

Klaus, 17. Januar 2016, 09:30

Das ist natürlich ein Top Ergebnis!
M.E. hängt das auch von den Bestäubern, wie z.B. Hummeln,ab.
Über den Geschmack brauchen wir nicht zu streiten, denn der ist wahrhaft Super.

Felix, 10. August 2016, 22:19

Hallo liebe Gärtner,
Hallo liebe Gärtner,
ich als Fan aller möglicher Annonenfrüchte (Durian, Jackfruit, Guanabana, Cherimoya…) frage mich ob ihr eure erfolgreich fruchtenden Pawpaws ganz normal draußen im Garten kultiviert oder, da sie laut diffuser Internetquellen eine recht lange Vegetationsperiode benötigen, versucht sie frühzeitig (Gewächshaus, Wintergarten, Heller Keller, Folie…) zum Austreiben zu bewegen. Auch wäre eine Erfahrungsbericht zur Kübelhaltung interessant.
Viele Grüße!

Tim Klein, 11. August 2016, 13:18

Ich möchte die Paw Paw auch mal probieren! :-o Ich denke ich leg mir auch diese Pflanze zu.. Da sie ja auch im Winter beständig bleibt :-)

Friedhelm, 07. September 2016, 16:07

Hallo
Mein Baum ist jetzt ca.4m hoch und ca.9 Jahre alt hat 54 Früchte.Trägt ungefähr das 4 Jahr Früchte.Letztes Jahr waren es nur 8 .Habe dieses Jahr mit dem Pinsel bestäubt und es hAT etwas gebracht.Die Früchte sind sehrlecker.Sollten aber ganz reif sein.

Klaus, 07. September 2016, 18:09

Mit der Bestäubung durch Bienen und Hummeln habe ich eine Befruchtungsrate von ca 50%. Trotzdem werde ich es im Frühjahr auch mal mit der künstlichen Befruchtung versuchen. Bis zu deinen Ergebnissen habe ich ja noch etwas Zeit.
Die Hummelnistkästen haben nichts gebracht und so müssen eben der Pinsel oder Ohrenstäbchen ran.

Friedhelm, 15. September 2016, 19:05

Aber Bienen und Himmeln gehen doch nicht an die Blüten.So schreiben es die Fachmänner.Die Blüten geben für unsere Insekten einen üblen Gestank ab.

Klaus, 16. September 2016, 07:38

Und wer dann?
Derzeitig ist an meinem Efeu die Hölle los. Massenhaft Bienen, Wespen, Schwebfliegen u.a. an den stinkenden „Blüten“ des Efeu.

Friedhelm, 16. September 2016, 09:06

Google mal zB .mein schöner Garten.de da steht das alles.Pflege der IndianerbananE
Usw.Oder bei YouTube.

Klaus, 16. September 2016, 16:56

@ Friedhelm !
Danke für den Hinweis !
LG aus Thüringen

Gernot Zumtobel, 16. September 2016, 22:11

Von den gut 70 Indianerbananensorten gibt es 20
sinnvolle Sorten im Gartenbau.Ich habe mich für 5 veredelte Sorten plus 2 Sämlingen entschieden. Sunflower und Prima 1267 sind die einzigen Selbstbefruchter. Weiters habe ich mich für Profilic, Overleese und Davis entschieden. Sunflower ist die prächtigste und schon im 7.en Jahr ca. 3,5m hoch und trägt schon zum zweiten Mal allerdings heuer
durch Hagel nur 5 Früchte. Wenn man bis zum 2cm-Stadium streift, dann fallen die Früchte ab.
Diese werden in Nicaragua bis 750g schwer in Bohnenform. Bei uns erreichen sie Faustgröße
und schmecken zwischen Ananas Mango Banane Maracuja und Vanillegeschmack ua. Jedenfalls noch nie so was leckeres im Mund gehabt.Sorglose Aufzucht-kein Schneiden kein Spritzen und resistent gegen alles.Auch ohne Früchte ist dieser Baum mit den bis fast 30cm langen Lanzettblättern bis in den Spätherbst mit Feuerröte eine Augenweide. Heuer hatte Sunflower ca. 100 Blüten und jede Blüte bringt bis zu 8 Früchten. Die Topfhaltung finde ich die ersten 3 Jahre günstig aber nur um die Pflanze vor zuviel Sonne zu schützen. So hat meine erste Prima 1267 schon im Juni alle Blätter verloren und ich wusste damals noch nicht warum. Der Stamm blieb aber biegsam und hat sich die nächsten Jahre normal entwickelt. Obwohl diese Pflanzen bis minus 32°C standhalten möchte ich im Winter keine kleinen Töpfe im Freien stehen lassen – dann lieber richtig auspflanzen.Zur Sicherheit haben alle ein Mäusegitter für diese Tiefwurzler ca. 1m tief. Die Sämlinge sind in der Entwicklung weit zurück aber auch Davis ist nicht viel schneller. Alle anderen gedeihen prächtig aber Geduld ist allemal Voraussetzung.Bezüglich Bestäubung sind mir die Ameisen am meisten aufgefallen aber vielleicht schaue ich noch um Wildbienen, die oa. Taubenschwänzchen? und ein Hummelnest sollte kommendes Frühjahr bevölkert werden und Gottes Segen allemal! Ein Gravensteiner-Baum trägt ja auch erst um das 10.e Lebensjahr!

Klaus, 18. September 2016, 10:10

Wieder einiges dazugelernt. Ich habe zwei „Sunflower“ und eine mir vom Namen her unbekannte Sorte, die nach Angaben des Händlers aus Italien stammen soll. Alle drei bringen Blüten und auch Früchte. Betreffs Geschmack stimme ich mit Dr. Zumtobel überein. U.a. bei der Indianerbanane blühen zum Zeitpunkt der Blüte,vor meinem Garten, mehrere Mirabellenbäume in voller Pracht und ziehen die meisten Bestäuber an. Leider hat es mit den Hummelnistkästen nicht funktioniert. Geduld ist bei mir nicht unbedingt eine Eigenschaft mit der ich gesegnet bin. Dies war vermutlich auch der Grund dafür dass es mit den Sämlingen nicht klappte. Vielleicht klappt es besser mit dem Wurzelausläufer.

Friedhelm, 03. November 2016, 19:58

Ich bin gerade fleißig am ernten.Meine 54 Früchte haben alle durchgehalten.Allerdings Ende Oktober die ersten reifaber sehr lecker.

Klaus, 04. November 2016, 08:04

Ich habe leider nicht so viele Früchte wie Friedhelm aber sie sind auch sehr lecker. Die ersten Früchte sind abgefallen und die restlichen wurden mit Erscheinen dunkler Flecken geerntet. Die Flecken sind m.E. Zeichen für Reife und einige Tage Nachreifen schaden nicht. Jetzt kommen auch schon die Blütenknospen für das kommende Erntejahr, die ich im bei der Befruchtung unterstützen werde. Als Rentner hat Mann ja sonst nichts zu tun. Wie gut dass es die 20 Fm Schadholz giebt die es jetzt zu längen und spalten giebt.

Friedhelm, 19. November 2016, 12:13

Hallo zusammen,
Ich habe 6kg erbeutet

Klaus, 21. November 2016, 08:51

@ Friedhelm !
Herzlichen Glückwunsch zur Superernte. Nachdem ich nun die „Bananen“ immer etwas nachreifen lasse sind diese auch schmackhafter und bekömmlicher. Mann lernt eben nie aus!

Friedhelm, 29. April 2017, 21:36

So die Blüte 2017 hat begonnen.Ich habe wieder ein paar 100 Blüten aber 2/3 sind leider dem Frost zum Opfer gefallen.Denke mal das wird wieder ein interessantes Jahr

Friedhelm, 29. April 2017, 21:40

Schade das man hier keine Bilder hochladen kann.

Klaus, 12. Oktober 2017, 08:28

In diesem Jahr habe ich mal so richtig geerntet. Aber Vorsicht! Wer einen etwas empfindlichen Magen hat der könnte Durchfall bekommen. Meiner Gattin bekommen die Indianerbananen übrigens sehr gut. Der Geschmack ist wirklich sehr fein.Aber!!!
Oder mache ich bei der Ernte etwas falsch?

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