Gärtnerin · 14. Oktober 2013, 12:00

Beetvorbereitung im Herbst

Nachdem ich im Frühling 2013 unter die Teil-Selbstversorger/Gemüse-Anbauer gegangen bin, komme ich nun, nachdem erste Flächen abgeerntet sind, in das eigentlich erste Intervall des alljährlichen Kreislaufs Bodenpflege-Beetvorbereitung und -nutzung für Gemüseanbau im nächsten Jahr. Der Nährstoffbedarf der Pflanzen will auch dann wieder gedeckt werden, der Humusverbrauch der letzten Saison nachgefüllt, und am liebsten nicht nur mit kurzfristigen Dünger-Gaben. Lieber indem der Boden, nachdem ihm über den Sommer Kraft entzogen wurde, jetzt im Herbst gut „gefüttert“ wird, damit die Würmer und Mikroorganismen was zum Kauen kriegen und ihren Job, wertvolle Nährstoffe für die Pflanzen aufzuschließen und einen lockeren, humosen, fruchtbaren Boden herzustellen, bis im Frühjahr schonmal gut machen können.

Im Wesentlichen führt man dem Boden dafür jetzt im Herbst organisches Material (Kompost, Herbstlaub, Rinderdung, Mist…) zu. Von Umgraben, Rigolen, Holländern, Motor-Fräsen und sonstiger mechanischer Grabe-/Bodenbearbeitung bin ich kein Fan. Gehöre eher zu denen die glauben, dass man damit die Bodenstruktur durcheinander bringt (und spare mir gern die Kraft dafür). Deswegen habe ich das „Menü“ einfach zur Abdeckung des Bodens verwendet:

Beetvorbereitung im Herbst

Die Bodenlebewesen ziehen sich das dann wie bei einer Mulchschicht sonst auch schon selber rein bzw. runter, und zwar ziemlich schnell. Eine solche Decklage hat sich z.b. sogar im Kartoffelturm innerhalb weniger Wochen in Luft aufgelöst. ;-)

Ich habe genommen, was ich gerade in größeren Volumen da hatte:

Zuerst Kaninchenmist (einige Wochen dafür gesammelt), dann eine dicke Lage Heu (Übriggebliebener Heuballen, das hatte den Kaninchen nicht geschmeckt) und als Deckschicht die gute Wurmerde aus dem Kartoffelturm, die reichlich mit Regenwürmern, Kompostwürmern etc. besiedelt war, die dann nun „freigelassen“ in den Beeten gleich ihr Betätigungsfeld finden.

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Grabschmuck, Häcksler, Laubsauger, Pflanzen-Transporthilfe selbst gemacht, Überwinterungspflanzen-Stau , Grossblättriger Strauch



5 Kommentare bisher

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Adrian, 17. Oktober 2013, 11:11

An Kanninchenmist hatte ich bisher nicht gedacht, aber eine sehr gute Idee und günstige Alternative. Viele Grüße

Betula, 18. Oktober 2013, 20:09

Mit dem Heu wäre ich vorsichtig, oft sind da noch viele Samen von Wiesenkräutern und Gräsern drin. Die freuen sich sicher über den gut vorbereiteten Boden ;-)

Gärtnerin, 21. Oktober 2013, 13:18

Och das macht mir nicht so viel. Im Frühling wird sowieso das Beet wieder durchgearbeitet und wenn paar Wiesenkräuter und Gräser zwischen den Schachtelhalmen stehen ist das höchstens ne nette Entspannung zwischendrin. ;-)

Lily, 29. Oktober 2013, 16:15

Bei mir fällt jeden Herbst so viel Laub auf mein Beet, dass ich es schon Ewigkeiten nicht mehr düngen musste. Ich grabe das Beet im Spätherbst einfach um und grabe das Laub sozusagen unter die Erde. Die Kürbisse gedeihen jedes Jahr immer wieder gut. Beim Kanninchenmist muss man nur auf das Einstreu achten. Wer sein Kaninchen im Haus hat, der wird es oft ausmisten, dann sind meist mehr Sägespäne enthalten als Mist. Die Späne sind nicht besonders gut als Dünger geeignet. Ansonsten befindet sich auch oft noch Tierfutter im Streu. Beim Tierfutter handelt es sich ja auch meistens um Frucht, wie zum Beispiel Sonnenblumenkerne, Mais oder Getreide.

Astrid, 31. Oktober 2013, 18:40

Ich bin der Ansicht, dass die Natur einen Großteil selbst regelt. Ein bisschen Nachhelfen sollte aber erlaubt sein, darum finde ich den Tipp mit dem Kaninchenmist auch ganz gut!

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