Gärtnerin · 11. Juli 2013, 11:59

Kaninchenmist-Wirkung

Nachdem im Kartoffelturm bereits erfolgreich annähernd unverrottete (1 Woche alt), Kaninchenköttel der garten-eigenen Lieferanten zum Einsatz kamen, erfolgte der nächste Versuch: Bild zweiter gleichalter Zucchini-Pflanzen im Topf. Vorne ohne, hinten mit Kaninchenmist:

Kaninchenmist-Wirkung

Tolle Düngewirkung, oder?

Ergänzende Anmerkungen:
Dosierung: Für einen Topf ca. 1 Handvoll Kaninchen-Böhnchen, ohne Urin und Strohreste verwendet, weil mir der Urin zu scharf zum Direkteinsatz erschien. Wissenswert (Achtung!): Kaninchenmist ist im Gegensatz zu anderen Mist-Sorten ein heiß verrottender Mist. Größere Mengen Kaninchenmist auf einem Haufen oder im Kompost befördern eine ordentliche Hitzeentwicklung/Heißrotte. In kleineren Mengen gegeben, freuen sich Pflanzen, die viel Wärme brauchen, offensichtlich über die Erwärmung des Erdreichs.

Mist bringt man sonst eigentlich im Herbst für das Folgejahr auf die Beete, damit er bis zur Pflanzung gut verrottet ist. Ich freue mich aber, dass ich auf diesem Wege hier viel zeitnäher Nährstoffe an nötiger Stelle dem Garten zufügen kann, und bin überrascht, wie gut das klappt. Mit dem Verbrennen von Pflanzen hatte ich nämlich durchaus gerechnet. Ziemlich frischen Kaninchenmist bisher mit Erfolg ausprobiert an:

Direkt in die Erde beim Kartoffelturm eingemischt, ebenso in den unteren Blumentopf-Bereich von Topf-gepflanzten Zucchini und Gurken, sowie bei der Pflanzung im Beet von Sellerie, Lauch und Kartoffeln 1-2 Händevoll-Kaninchenmist-Reservoirs rund 10 cm entfernt von der Pflanze nebenan angelegt. Nebenan, weil ich zu diesem Zeitpunkt nicht sicher war, ob Gemüse-Jungpflanzen das direkt unter den Füßen verkraften. Hier ebenfalls sehr erfolgreich, die Gemüse stehen saftig-grün-kräftig da.

andere Mist-Sorten: Rinderdung
mehr Dünger-Beiträge

eingewurzelt unter: Garten allgemein

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
Garten-Sammelnews 1, Riesenbärenklau, Herkulesstaude



11 Kommentare bisher

Kommentieren
Betula, 11. Juli 2013, 23:20

Danke, jetzt weiß ich was meiner Zucchini fehlt. Sie sieht eher aus wie die vorne im Bild…
Und Mist machen meine beiden Hoppler ja genug!

Bianca, 12. Juli 2013, 00:48

Hm, vielleicht sollte ich doch eher über Kaninchen nachdenken als über Hühner… Die Wirkung ist wirklich beeindruckend.

Gärtnerin, 12. Juli 2013, 10:52

Kaninchen können keine Eier, nur Murmeln. :-)

Bei genauerem Drübernachdenken glaube ich, dass es beim Zucchini mehr als eine Handvoll war, aber ist halt auch schon etwas her. Jedenfalls habe ich den Mist überall so angebracht, dass die Wurzeln nicht sofort drin standen, sondern reinwachsen konnten.

tom, 12. Juli 2013, 14:09

Hört sich echt interessant an, hätte nicht im Traum daran gedacht Kaninchen Mist zu verwenden. Aber deine Ausführung klingt plausibel. :)

Conny, 13. Juli 2013, 11:32

Hehe man denkt nicht welche Wirkung dieser natürliche Dünger aus dem Hasen Popo auf das Grünzeug hat. Mein Nachbar hat Hasen in einem kleinen Stall. Vielleicht kann er mir was abgeben. Er schmeisst die Köttel soweit ich weiß auf den Kompost.

Susanne B, 13. Juli 2013, 20:38

Hmmm… meine Stauden starten immer sehr spät durch, weil die Kübel bei mir im Wind schnell abkühlen – ob die Köttel im Frühjahr als wärmende Starthilfe taugen würden? Ich wollte im kommenden Jahr in einigen Kübel die Erde erneuern, da könnte ich die Köttel doch gleich untermischen?

Gabi K, 14. Juli 2013, 22:05

interessante Perspektive! Werde die beiden Kaninchen der Tochter mal um „Spenden“ bitten
:-D

Andrea, 16. Juli 2013, 14:01

Wow, das ist überzeugend! Dann hatten wir also recht, als wir früher unseren Kaninchen- und Hühnermist unter die Kartoffeln gruben! Es lebe recycling.

Norman, 20. Juli 2013, 09:21

Ich glaube, das müssen wir im Garten auch mal ausprobieren. Die Kaninchen der Kinder machen ja genügend Dünger, der verteilt werden will :) Vielen Dank für den tollen Hinweis.

Laura, 07. Februar 2015, 23:59

Dem kann ich nur bestätigen. Bei meinen 2 Kaninchen fäält genug Dünger an der natürlich hier und da im garten seine Anwendung findet.

Pingback Die vergangenen Tage | RainerSeiner, 11. Mai 2016, 16:17

[…] Geranien und Petunien in die Balkonkästen zu entlassen. Meinem Vorschlag, als Dünger auf offenbar bewährten und schier unbegrenzt verfügbare Kaninchenköttel zurückzugreifen, begegnete sie mit allerlei […]

Kommentar hinterlassen

Deine Mailadresse wird nicht angezeigt.

zur Gartenblog-Startseite