Gärtnerin · 25. September 2014, 11:12

Garten-Impressionen Garten 3

Sodele, es sind erste Impressionen vom künftigen Garten-Reich verfügbar! Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, teilt sich der neue Garten in einen vorderen Bereich mit altem Baumbestand und einen hinteren Nutzgarten-Bereich, dem man diese frühere Eigenschaft auch noch leicht ansieht. Vom Küchenfenster aus ergibt sich folgendes Bild auf den „Waldgarten“ / „Privatwald“:

Garten 3, alter Baumbestand

Wir erblicken von links nach rechts: Eine Riesen-Eibe, eine alten Weihnachtsbaum, dahinter am Zaunrand versteckt einen sehr betagten Flieder, mittig im Bild eine Riesen-Zeder, dann eine Birke und daneben noch 2-3 Nadelbaum-Riesen.

Ich mag das! Habe ich doch lang genug in Neubaugärten mit Winz-Bäumchen rumgehangen in den letzten Jahren! ;-)
Sicherlich wird es eine Herausforderung, diesen alten Garten-Teil aufzuhübschen und insbesondere neue Pflanzen in dem durchwurzelten, aufgezehrten, versauerten Boden anzusiedeln. Der Bäume (und alten Baumstümpfe) sind definitiv zu viele, insbesondere der Weihnachtsbäume und Fichten. Um entscheiden zu können, wie weiter, wird man aber erst mal im Winter und im Frühling genüsslich da rumhängen müssen, bis die richtige Vision emporsteigt.

Nochmal ein Bild von Riesen-Eibe und Weihnachtsbaum:

Garten 3, alte Eibe

Die Form der Eibe (unten Formschnitt, oben kommt man sowieso nicht dran) gefällt mir so überhaupt nicht. Mal sehen, ob und was man daraus schnitzen kann.

Hinter diesem „Waldgarten“ schließt sich ein Scherenzaun mit mittigem Durchgang in den Nutz-/Gemüsegarten an. So sieht das aus, ganz mit traditionellem Mittelpfad eingerichtet, jedoch derzeit Rasen-bewachsen und vereinzelt stehen Büsche, Bäume und Pflanzen herum:

Garten 3, alter Gemüsegarten

Insbesondere finden sich mehrere Haselnusssträucher in meterhohem Baum-Format, links ein Apfelbaum und rechts in der Wiese eine Brombeere.

Das Ganze ist an drei Seiten von zu breit gewachsenen Koniferenhecken (1,5-2 m tief) eingerahmt:

Garten 3, alte Koniferenhecken

Diese werden definitiv entfernt, nur weiß man jetzt gerade noch nicht, ob gleichzeitig oder zeitlich verteilt. Schließlich will man auch nicht jahrelang ungeschützt im Freien sitzen und weiß auch noch gar nicht, wie es hinter der Grundstücksgrenze so aussieht. Diese Koniferen sind nicht die einzelnen Schätzchen auf dem Grundstück, denn auch die Auffahrt und der Zugang zum Haus sind dergestalt bewachsen:

Garten 3, alte Thujahecken

Geschätzt 60-70 Meter Hecke…. Das wird Arbeit! ;-)

Derweil steht mein fast kompletter Umzugsgarten im Topf ca. 70 km entfernt auf einer Terrasse, einschl. Nicht-Winterharte, Kübelpflanzen etc.. Da unser Umzug erst für November geplant ist, müssen evtl. drinnen zu überwinternde Pflanzen schon vor uns einziehen. Zu diesem Zweck ist die Garage im Haus glücklicherweise bereits verfügbar. Die letzten Verbliebenen hier in NL sind die Stauden, bei denen aber ja wegen der Winterhärte keine Eile besteht. So steht die Staudengarten-Arche Noah im Blumenkasten hier vor sich hin:

Stauden im Topf

Und natürlich die Zimmerpflanzen, aber die fahren dann mit dem Umzugswagen mit.

Viel wird im neuen Garten nicht mehr passieren dieses Jahr, außer dass dort nach und nach ein Garten im Topf abgestellt wird. Die erste Tat im Garten, vielleicht noch in diesem Spätherbst/Winter, dürfte die Entfernung des Rasens und Vorbereitung des Nutzgartens werden, damit nächstes Gartenjahr dort schon leckere Gemüse und Früchte wachsen können.

eingewurzelt unter: Gartenbesichtigung

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15 Kommentare bisher

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Betula, 25. September 2014, 22:59

Vor einiger Zeit habe ich den m. M. nach sinnvollen Rat gelesen, man soll einen neuen Garten ein Jahr beobachten, bevor man gravierende Änderungen vornimmt.
Dein „Waldgarten“ hat einen ganz besonderen Charme, da könnte ein kleiner Eingriff schon leicht den waldartigen Charakter verändern.
Der Koniferen-Hecke würde ich allerdings kein Jahr Zeit mehr geben. Ein Tipp, wie man Thujas gut rausmachen kann: Komplett entasten und dann daran rütteln. Durch den großen Hebel geben die Wurzeln relativ schnell auf und man kann den restlichen Stamm mit einem Teil der Wurzeln aus der Erde ziehen. Wir haben so vor ein paar Jahren ca. 25m Thujahecke (so ca. 30 Jahre alt) entfernt. Das Entasten ist eine Heidenarbeit, aber man bekommt so die Stümpfe gut raus (und den Kindern hat das Wippen mit den „Stämmen“ ein Heidenspaß gemacht).

Gärtnerin, 26. September 2014, 08:39

Danke für den Tipp, Betula. So ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt. Schick doch dann bitte die Kinder mal vorbei! ;-)

Lisa, 29. September 2014, 09:09

Das erinnert mich an meinen Umzug vor 9 Jahren auch im November, als ein Großteil meines Gartens mit umgezogen ist. Der Vorteil war, daß sich im Laufe des Winters die Wege über eine alte Wiese so ergeben haben, daß ich im Frühjahr wunderbar die Beete aufteilen konnte. So habe ich inzwischen viele ovale Beete, die sich leicht bearbeiten lassen. In einem früheren Garten haben wir einmal eine mehrere Meter hohe über 40 m lange Eibenhecke komplett bis an den Stamm zurückgeschnitten. Der Vorbesitzer hatte nur unten eingekürzt, so daß die oberen runter hängenden Äste unten das Licht wegnahmen und die Hecke unten komplett durchsichtig war. Einen Winter hatten wir nur 4 m hohe „Zahnstocher“ aus rötlichem Holz stehen, das sah zwar grauenvoll aus, war aber die einzige Lösung. Danach haben die Stämme neu ausgetrieben und der Nachbesitzer hat heute eine wunderschöne dichte Hecke.

Mir gefällt Euer neues Gelände sehr gut und wünsche Euch viel Erfolg beim Einug.

Liebe Grüße
Lisa

Sanspareil, 30. September 2014, 16:59

Wir haben vor 2 Jahren einen alten Garten bezogen. Eine vom Vorgänger geplante Hecke entlang der Grundstücksgrenze wurde 35 Jahre lang nicht geschnitten und so hatten wir ca. 20 Erlen, ca. 20 m hoch, zu fällen. Ein alter Garten macht nach meiner Erfahrung viel mehr Arbeit bei der Umgestaltung. Aber er hat viel mehr Leben. Wir haben viel erhalten, aber umgepflanzt. Es hat sich gelohnt.
Viel Glück mit eurem Garten. Ich freue mich teilhaben zu dürfen.

LG Sanspareil

Gärtnerin, 01. Oktober 2014, 11:21

Danke schön, freut mich! Ich sehe Eure Hecken und Bäume auch gleich vor mir. :-)
Stimmt schon, dass alte Gärten oder jedenfalls Bäume und Hecken mehr Arbeit machen. Aber glücklicherweise hat man ja im Garten keine dringenden Termine einzuhalten und also die Zeit, auch die muskelintensiven Dinge mit Muße und Genuss zu tun.

Weihnachten kommt. Beim Thema Koniferen aufasten habe ich gerade so den Gedanken, den größten jemals selbst gemachten Adventskranz zu basteln. So 2 Meter Durchmesser vielleicht? Oder doch lieber eine Riesen-Tannen-/Thuja-Girlande? Dürfte super aussehen auf dem Paradebalkon vor dem Haus. ;-)

Kathrin, 01. Oktober 2014, 22:07

Wow, da habt Ihr heuer noch ganz schön viel vor! Ich drücke Euch die Daumen, dass alles klappt.

lg kathrin

gärtnerin saskia, 06. Oktober 2014, 17:09

wow..soll das ein richtiger Garten werden? So mit Gemüse anbauen?

Patrick, 07. Oktober 2014, 18:08

Tolles Projekt, keine Frage aber eine ganz schöne Herausforderung.
Wir haben dieses Jahr ein Haus gekauft und einen deutlich kleineren Garten „saniert“, bin froh es nicht mehr machen zu müssen ;-)

Viele Grüße,
Patrick

Bettina, 08. Oktober 2014, 22:33

Schöner großer Garten. Freue mich schon auf Sanierungsberichte. Wenn du Inspiration für eine Neubepflanzung suchst, dann schau dir exakt jetzt mal einen Kuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum) an bzw. riech mal. Jetzt nämlich ist die Zeit, da meiner duftet. Und schön aussehen tun die das ganze Jahr, wenn man eine kleine Ecke Platz dafür hat.

Gärtnerin, 09. Oktober 2014, 10:32

Wunderschön, Bettina! Den kannte ich noch gar nicht. Die Endhöhe von + 30 m schreckt mich gerade noch etwas, wo wir doch zu viele Hohe haben. Aber wer weiß, ich behalte den mal im Hinterkopf. Schließlich stehe ich auf Lebkuchen. ;-)

Paul, 16. Oktober 2014, 14:41

Ein spannendes Projekt…toll, dass Du es mit anderen teilst! Die Eibe ist sehr schnittverträglich, wenn nicht sogar das schnittverträglichste Gehölz überhaupt :) Das heißt, die kann in vollkommen, auch kleinerer Form neu erstrahlen. Leider dauert es zwei bis drei Jahre eh sie wieder richtig kompakt wächst…

Angelina Heger, 29. November 2014, 17:29

Toller Garten. Dagegen sieht meiner wohl eher wie der reinste Dschungel aus :-(
Aber mein Mann ist einfach einer dieser Kandidaten der wirklich nicht gerne im Garten arbeitet.

Mario, 10. Dezember 2014, 23:31

Toller Garten, Ihr habt euch da sehr viel vorgenommen. Im Gegenteil zu eurem schönen und großen Garten sieht meiner sehr bescheiden aus. :­( Wir haben uns neulich ein Haus zugelegt, und im Frühjahr werden wir unseren Garten ein wenig erneuern. Wenn es dir nichts ausmacht, dann werde ich mir ein oder anderen Tipp hier abschauen. Die Bäume eignen sich sehr gut für Kinder zum spielen, ein Baumhaus währe schön zu errichten. :)

Ich freu mich schon demnächst neue Bilder zu sehen, und ich wünsche euch ein gutes Gelingen.

Tino Went, 12. Dezember 2014, 12:47

Ich wünsche gutes Gelingen mit dem neuen Garten! Die Mischung aus Bäumen und Freifläche hat schon was.

Meine Eltern gaben vor ein paar Jahren leider ihren ähnlichen Garten zeitbedingt auf. Sie sind damit nicht so recht glücklich geworden über die Jahre, da die Mischung aus Schatten, Boden, Moosbefall usw. zu viel Mühe gemacht hat bzw. hätten sie zu viel zu äufwändig verändern müssen. Aber da man ja deine Leidenschaft, die du hier im Blog an den Tag legst, erkennt, bin ich bei dir da guter Dinge.

Ich freue mich schon auf die fotografischen Sommerimpressionen ;)

Dominik, 25. Januar 2015, 11:19

Das sind wirklich schöne Bilder von Deinem Garten. Gerade wenn mann sie an so einem trüben Wintertag wie heute anschaut.

Ich hoffe, der Winter ist bald vorüber. Ich habe schon wieder große Pläne und große Lust auf meinen Garten.

Grüße, Dominik

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